Helgas Garten

Das Kreuz mit dem Garten

10. September 2013 | Autor: Helga | Kategorie: Allgemein

Als Hobbygärtner kennt man sich mit der „Bücktechnik“ ja bestens aus. Eigentlich kann man auf jede andere sportliche Betätigung verzichten. Gartenarbeit besteht aus einer komplexen, meist gar nicht wahrgenommenen Anzahl gymnastischer Übungen. Der Gärtner muss sich bücken, zur Seite beugen, mal mit links, dann wieder mit rechts was greifen oder sich recken und strecken, um in der Höhe was zu erwischen. Ein altes Gärtnerwort besagt ja, dass das Hinterteil des Gärtners der höchste Punkt im Gemüsegarten sei. Ständig gibt es was zu zupfen, zu pflanzen, zu ernten, zu begutachten. Das macht einem stets aktiven Gartenfreund normalerweise auch nichts aus. Man bemerkt seine Muskeln und Gelenke meist erst, wenn etwas nicht in Ordnung ist. In der Regel gibt sich eine Verspannung wieder. Was geschieht nun aber, wenn sich jemand tatsächlich nur kurzzeitig und unter großen Mühen bücken kann? Muss man deshalb gleich ganz auf seine geliebten Pflanzen verzichten? Nein, natürlich nicht. Es gibt eine Auswahl an Alternativen.

Beete der besonderen Art

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So kann man auf der Terrasse oder auch im Garten Hochbeete anlegen und darin seine Pflanzen ziehen. Diese Hochbeete haben gleich mehrere Vorteile: Die Arbeitshöhe ist bequem zu bewältigen, Beikräuter siedeln sich nicht so leicht an wie zu ebener Erde, die viel kleinere Fläche wird intensiver bearbeitet, Gießwasser kann viel gezielter eingesetzt werden und läuft nicht so rasch ab wie auf einem großflächigen Beet, Schädlinge kommen nicht so schnell an unsere Nutzpflanzen heran. Dadurch kann man auf kleinerer Fläche trotzdem mit guten Erträgen rechnen.

Hochbeet1

Auch im Ortsbild setzen Hochbeete mit üppig blühenden oder exotischen Pflanzen besondere Akzente.

My beautiful picture

Hochbeet anlegen und befüllen

Wie errichtet man nun ein Hochbbeet? Wer handwerklich versiert ist, kann es im Eigenbau herstellen mit Material aus diesem oder jenem Baumarkt. Wer nicht so viel Geschick oder Zeit hat, sollte sich nach einem Anbieter umsehen, der solche Hochbeete aus Holz für den Garten produziert. Bei der Anschaffung ist darauf zu achten, dass das verwendete Holz aus heimischem Anbau stammt und umweltverträglich behandelt wurde und somit über Jahre den Witterungseinflüssen standhalten kann. Solch ein Hochbeet gibt es in den unterschiedlichsten Größen. Jedes hat nun ein relativ großes Volumen. Es ist günstig, wenn man als unterste Schicht grobes, noch wenig verrottetes Material (Heckenschnitt) gibt, darauf angerottetes vom Komposthaufen und dann erst gute Erde, ehe man bepflanzt oder einsät. Wichtig ist, dass man immer mal wieder Erde nachfüllen muss, wenn die unteren Schichten verrotten.

3 Personen haben einen Kommentar hinterlassen

Teich-Profi geschrieben am 11. September 2013, 10:47:

Auch ein Hochbeet-Garten kann sich sehen lassen. Und obwohl der Rücken bei der Arbeit am Hochbeet schonender ist, bleibt man dabei nicht weniger sportlich, da auch hier viele Bewegungen erforderlich sind. So ist diese Gartenarbeit auch für körperlich Eingeschränkte ein guter Ausgleich. Schöner Artikel übrigens.

 

Sara geschrieben am 16. September 2013, 10:27:

Bücken ist ganz schlecht, das wäre das reinste Gift für meinen Rücken. Daher gehe ich immer in die Hocke. Das ist ideal.Zum Hochbeet-Bauen habe ich leider niemand. 😉 Sonst würde ich das auch ganz ideal finden zumindest für Gemüse.

Liebe Grüße
Sara

 

Klaus geschrieben am 16. September 2013, 16:19:

Hallo Sara !
Rücken kaputt, Kniee ausgeleiert und der Kreislauf macht auch was er will. Irgendwie habe ich in der Jugend etwas oder noch mehr falsch gemacht. Auf dem Gärtnerblog habe ich über meine verschiedenen Hochbeete kommentiert. Vielleicht findest du etwas für dich passendes. Am einfachsten ist es mit den Brettern, da die Baumärkte diese auf die erforderliche Länge zuschneiden. Dieser Service kostet nicht extra und die Teile passen auch in jeden PKW.
Am liebsten arbeite ich knieend und habe mir dafür extra ein zusammenklappbares Teil zum setzen und daraufknien gekauft. Dies gibt es fast in jedem der restlich verbliebenen Baumärkte. Für Fragen stehe ich dir gern zur Verfügung.

 

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