Helgas Garten

Der Garten im Januar

21. Januar 2012 | Autor: Patrick | Kategorie: Allgemein

Man sollte meinen, im Januar sei im Garten eigentlich nichts zu tun. Die Pflanzen machen, sicher vor dem Frost geschützt, Winterschlaf und der Gärtner hat eine Pause. Aber – das stimmt gar nicht unbedingt. Wenn der Winter mild ist, kann es aber gut sein, dass manche Pflanzen schon wieder zum Leben erwachen und entsprechend gepflegt werden müssen. Die empfindlichen Pflanzen sollten Sie dann auf jeden Fall mit einem Vlies schützen, denn Temperaturen von -10 Grad oder kälter vertragen sie dann nicht mehr.

© Stefan Körber - Fotolia.com

Ein Beispiel für solche „Frühblüher“ sind die Vorfrühlings-Alpenveilchen. Für manche Staudensamen ist es jetzt die Zeit, sie auszusäen, denn sie keimen nur, wenn sie eine Kältephase durchmachen. Man nennt sie Kaltkeimer und es gehören zum Beispiel die Christrose, die Trollblume oder Eisenhut dazu. In Aussaaterde werden die Samen erst zwei bis vier Wochen an einem warmen Platz zum Vorquellen gebracht, dann im Garten eingepflanzt.

Bei manchen Pflanzen kann es sinnvoll sein, sie am frühen Austrieb der Blüten zu hindern, um Spätfrostfolgen zu vermeiden. Dafür bedeckt man den Wurzelballen, wenn mildes Wetter angesagt ist, mit reichlich Mulch und erreicht damit, dass der Boden langsamer auftaut als ohne Mulch. So kann man das Austreiben herauszögern und die empfindlichen Blüten schützen.

Gartenliebhaber freuen sich auch, wenn der Winter mild ist, weil dann Gartentisch & Co. kein tristes Dasein im Keller fristen müssen, sondern in der warmen Mittagssonne für eine kleine Pause mit einer wärmenden Tasse Tee genutzt werden können. Und noch ein praktischer Tipp: Achten Sie bei Pflanzenschutzmitteln darauf, dass sie nicht einfrieren, sonst werden sie unbrauchbar.

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2 Personen haben einen Kommentar hinterlassen

Klaus geschrieben am 21. Januar 2012, 14:28:

Von Winterruhe kann im Garten nicht die Rede sein. In meinem kalten Gewächshaus habe ich einige Sämlinge des Bergmammutbaumes und diese wachsen, trotz Frost, weiter. Auch die Japanische Wollmispel hält nichts von Winterruhe. Meisen und Co. verlangen nach Futter und haben versprochen, wenn es soweit ist, dafür eifrig Ungeziefer zu vernichten. Im Garten Nr.2, Fensterfront an der Südseite, habe ich viel Arbeit mit der Pflanzennachzucht und Pflege der nicht winterharten Pflanzen. Wie war das mit der Winterruhe ?

 

Klaus geschrieben am 22. Januar 2012, 18:55:

Nicht nur die Krokusse streben nach der Sonne sondern auch die Maibeere blüht jetzt schon und im Mai sind dann die heidelbeerähnlichen Früchte reif. Sie sind ein früher Genuss.Die Kornelkirsche ist kurz vor dem aufblühen und sie blüht dann von Februar bis April. Die Früchte sind dann jedoch erst im September reif. Der Baum wurde erst im vergangenen Jahr gepflanzt und hat schon 16 Blütenknospen. Es ist eine größere Sorte als die bisher bekannte,fast schon heimische. Ich lasse mich überraschen!
Nur die Gelbe Seidenakazie habe ich zu bald ins Winterquartier gebracht. Jetzt wäre auch noch Zeit, da sie bis 10 Grad Minus verträgt.

 

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