Helgas Garten

Der Herd, für mich unentbehrlich

17. Oktober 2011 | Autor: Helga | Kategorie: Allgemein

Es soll ja Leute geben, die sich Gedanken darüber machen, ob sie in ihrer Küche überhaupt einen Herd brauchen. Sie meinen mit einer Kochplatte oder einer Mikrowelle auskommen zu können. Für mich wäre das nichts. Dafür koche und backe ich viel zu gern und zu oft.

Dabei hat gerade der Herd in den letzten Jahrzehnten eine gewaltige Entwicklung durchlaufen. In meiner Kindheit hatte jeder Haushalt bei uns im Dorf einen Kohleherd. Dieser hatte an der Vorderseite eine Feuerluke, darunter den Aschekasten und daneben eine Bratröhre. Auf der Oberseite befand sich die metallene Herdplatte mit einer oder mehreren Öffnungen, auf die die Töpfe und Pfannen gestellt wurden. Brauchte man viel Hitze, kamen die Kochgefäße direkt auf das Feuer. Regulieren konnte man die Wärmezufuhr durch einzelne Herdringe, mit denen man die Öffnung entsprechend verkleinern oder gänzlich schließen konnte. Durch den direkten Kontakt mit dem Feuer waren Töpfe und Pfannen außen von einer dicken Rußschicht bedeckt. Beim Abwaschen wurden sie nur von innen gereinigt. Dazu brauchte man allerdings sehr oft einen Topfschrubber. Die Energiezufuhr ließ sich ja nur bedingt regulieren und so setzte sich oft ein Teil des Kochgutes am Boden fest. Auch das Backen und Braten erforderte viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl.

Deshalb stellte die Erfindung von Elektroherden  und Gasherden   einen gewaltigen Fortschritt dar. Elektroherde haben entweder einzelne Platten oder eine Ceranschicht mit einzelnen Kochfeldern. Oft kann man dabei die Größe des Kochfeldes nach Bedarf vergrößern, also einen Teil zuschalten. Für Elektroherde sind nicht alle Topfarten geeignet. Man benötigt einen Topf mit ebenem Boden. Außerdem muss man darauf achten, dass Topf -und Feldgröße übereinstimmen, damit die Energie optimal ausgenutzt wird.

Für Gasherde, die mit Flüssiggas oder Erdgas betrieben werden, ist die Topfauswahl nicht so stark eingeschränkt. Die Böden müssen nicht unbedingt eben sein. So kann man dann auch einen alten Entsafter oder Einwecktopf noch gut auf einem Gasherd benutzen.

Egal ob Elektro- oder Gasherd, man wird bereits nach kurzer Zeit die Vorteile eines neuen, effizienten Gerätes zu schätzen wissen und mit guter Planung lässt sich beim Kochen und Backen die Energie optimal nutzen.

 

6 Personen haben einen Kommentar hinterlassen

Clara geschrieben am 19. Oktober 2011, 23:27:

Liebe Helga –

Interessant, daß Du dieses Thema anschneidest.

Ich bin immer wieder überrascht, wie gutgläubig sonst so gesundheitsbewußte Mitmenschen ein Küchengerät in ihre Nähe – und die Nähe der Familie! lassen, dessen Funktion auf der so widersprüchlichen Nuklear-Technik beruht! (Oh ja – die müden Argumente der Industrie sind mit bereits seit den 70er Jahren bestens bekannt…..)

Mikrowellenherde sind alles andere als „nicht gesundheitsschädlich“. Erst kürzlich hörte ich wieder einmal ein ‚lustiges‘ Argument einees Herstellers: Solange man 1 Meter Abstand (!) einhalte, seien diese Geräte überhaupt nicht gesundheitsschädlich…..

Ich habe nie einen solchen Herd besessen – dennoch ernährte, bekochte und bebackte ich meine Familie abwechslungsreich, ausgiebig – und vor allem gesund. Auch dieses Gebiet ist, wie so viele, einer Sache der Einstellung. (Mein letzter Beitrag „Einladung zum Tee“ passt ein bißchen zu diesem Thema.)

Gruß
Clara

 

Waltraud geschrieben am 20. Oktober 2011, 20:39:

Was wäre das Leben ohne Herd?
Die besagten Kohleherde kenne ich noch aus meiner Kindheit, es gab Gerichte die nur über dem offenen Feuer wirklich gelungen waren.
Fast genau so effektiv war unser erster Gasherd, leider war durch das Gas alles sehr schmierig. Heute dient uns ein moderner Elektroherd, er ist langsamer und träger, aber letztendlich unentbehrlich.

VG Waltraud

 

Renate geschrieben am 21. Oktober 2011, 09:33:

Mikrowellenernährung ist das Rezept für Krebs. Meine Tochter
kochte alles damit und hat unheimlich zugenommen. Das ist der Effekt. Wir brauchen uns nicht zu wundern, dass unsere Jugend so fett daher kommt. Die Nahrung ist tot, also kein Lebensmittel mehr. Es wurde lebendes Blut mit der Dunkelfeldmikroskopie untersucht und es sah genau so aus, wie bei Krebskranken.Es gibt dazu genügend Ausführungen im Internet. Die Induktionsplatten sollen ja nach dem gleichen Prinzip arbeiten. Wo bleibt da die Gesundheitsvorsorge? jeder ist seines Glückes Schmied.

Renate

 

Helga geschrieben am 21. Oktober 2011, 15:01:

Ja, ihr Lieben, es geht nichts über einen guten Herd. Warum wurden schon früher solche Weisheiten wie: „Eigener Herd ist Goldes wert“ oder: „Liebe geht durch den Magen“ geprägt?
Früher verbrachten die Menschen viel Zeit mit der Vorbereitung und Zubereitung der Nahrung. Heute werden oftmals Fertigprodukte kurz erhitzt und schon glaubt man, ein gesundes Essen zu haben. Die Leute wissen nicht mal, wie das entsprechende Nahrungsmittel tatsächlich schmeckt. Ich habe mal den Versuch gemacht und Schulkinder Kohlrabi aus dem Garten und aus dem Supermarkt kosten lassen. Sie haben über den Geschmacksunterschied gestaunt.
Und wozu nutzt man dann die so gewonnene Zeit? Viele müssen wer-weiß-wie-weit durch die Gegend kutschieren, um zur Arbeit zu kommen, andere sitzen vor dem Fernseher.
Ich bleibe jedenfalls dabei: Gesünder als selbst zubereitet und frisch gekocht geht einfach nicht.
Liebe Grüße Helga

 

Daniel geschrieben am 25. Oktober 2011, 21:21:

Hallo Helga ich selbst kenne auch noch den alten Kohleherd denn wir haben ihn heute noch Zuhause;) Alerdings eine moderne Variante die beim Heizen für Warmwasser sorgt und die Heizung unterstützt. Und ich kann mit guten Recht behaupten das das Kochen mit dem Herd eine Ware Freude ist;) wir haben dazu aber auch noch einen Gasherd aber ich koche lieber mit dem Holzherd dar er eine gemütliche Wärme ausstrahlt und mich beim Kochen inspiriert;) eine Mikrowelle würde für meine Familie nie in Betracht kommen dar wir lieber zusammen beim Essen sitzen und es zu schetzen wissen gemeinsam zu Kochen;)
MfG Daniel

 

Geoffrey geschrieben am 2. Dezember 2011, 00:01:

Moin
Ich bin gerade dabei mich selbstständig zu machen. Ich will ein Kaffee eröffnen und plane grade die Großküche und was ich dort an Ausrüstung brauche.
Ich habe keine Erfahrungen im Gastronomiebereich. Ich habe bei http://www.kuehltische-kuelteken.de/ schon gute Anregungen gekriegt, will jedoch noch mehr.
Danke im Voraus für die Antworten.

 

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