Helgas Garten

Erdbeerbaum

4. November 2015 | Autor: Helga | Kategorie: Allgemein,Bäume

Über eine weitere Rarität in seinem Garten hat uns Klaus einen Beitrag geschrieben:

Der Erdbeerbaum

Mitte des Jahres erscheinen die Blütenansätze des Erdbeerbaumes und im Herbst die Blüten. Der Baum blüht, wenn sich fast alle Bestäuber zurückgezogen haben. Dann sind fast nur noch die Königinnen der Hummeln unterwegs, um noch etwas Nahrung für die Überwinterung zu sammeln. Dass es sich um die Königinnen handelt, erkennt man an der Größe der Insekten. Sie sind etwa doppelt so groß wie die Arbeiterinnen .

Blütenansätze, Blüten und Früchte verschiedener Reifegrade sind gleichzeitig an den immergrünen Bäumen.
Erdbeerbaum1
Erdbeerbaum2
Erdbeerbaum3
Erdbeerbaum4
Um eine möglichst umfassende Befruchtung, auch anderer Bäume, zu sichern, habe ich mich für mehrere Hummelnistkästen entschieden. Am preiswertesten sind natürlich Marke Eigenbau, wie auch bei dem Igelhaus für die Überwinterung der Schneckenvernichter.
Über den Geschmack der Früchte kann ich noch nichts sagen. Etwas muss ich noch warten, bis die Früchte vollreif sind. Noch ist etwas Zeit für das Aufstellen der Hummelnistkästen, aber im Februar muss alles fertig sein.
Hummelkasten
Da warten wir doch gespannt auf Klaus`Urteil über diese Früchte.
Heute, eine Woche später, hat Klaus seinen Beitrag ergänzt.
Jetzt kann ich endlich mein Urteil über den Geschmack der Erdbeerbaumfrüchte abgeben. Wichtig ist eine Vollreife (dunkelrot) der Früchte. Wir haben sie mit „Schale“ gegessen und wurden nicht enttäuscht.
Erdbeerbaum
Zwar gibt es Früchte, die besser schmecken, aber diese sind auch nicht zu verachten. Mild, leicht aromatisch und weich (nicht matschig) . Möglich ist natürlich auch eine Frucht ohne Schale zu essen. Es ist vielleicht etwas angenehmer. Wenn der Baum oder Busch ausreichend Früchte trägt, lässt sich die Frucht auch mit Alkohol ansetzen und dann stimmt auch die Optik. Mein Busch fängt erst mal an zu tragen.
Heute habe ich zusätzlich zwei Hummelköniginnen „geerntet“. Diese hatten sich an den Blüten festgekrallt und wären vielleicht Opfer von Insektenjägern oder der Witterung geworden. Da ich bereits drei Hummelnistkästen aufgestellt habe, wurden die beiden Königinnen in diese eingesetzt. So haben sie die Chance zu überleben und im Frühjahr ein eigenes Volk zu gründen. Ohne meine Hilfe hätten sie keine Chance.

 

5 Personen haben einen Kommentar hinterlassen

Anja geschrieben am 5. November 2015, 02:08:

Hallo,
wie heißt der Baum denn auf botanisch?
Vielen Dank

 

Klaus geschrieben am 5. November 2015, 08:20:

Entschuldigung, der lateinische Name ist „Arbutus unedo“.
Zu oft wird eine Pflanze unter verschiedenen deutschen Bezeichnungen angeboten. Das beste Beispiel ist der „Amelanchier canadensis“ der u.a. unter den deutschen Namen „Felsenbirne,Pralinenbaum,Rosinenbaum “ vertrieben wird. Auch mir ist es passiert dass ich mir den Pralinenbaum zulegte und im Glauben es mit einer anderen Spezies zu tun zu haben mir auch noch den Rosinenbaum zulegte. Das Igelhaus befindet sich hinter dem Hummelnistkasten und ist wie in jedem Jahr reichlich mit Stroh und Sägespänen gefüllt. Die Hummelkönigin befindet sich auf 11 Uhr und war nicht besonders fotogen.

 

Klaus geschrieben am 11. November 2015, 08:18:

Nach der Kostprobe der Früchte (Ergänzung durch Foto und Text) habe ich mich entschieden doch Pflanzen nachzuziehen. Auch ohne Früchte ist dieser Baum oder Strauch (je nach Schnitt) durch das immergrüne Laub und die Vielzahl von Blüten sehr dekorativ. Da es mit der Vermehrung mittels Steckhölzern nichts wurde, werde ich es mit Samen versuchen. Heute, wenn es etwas wärmer ist, werde ich wieder auf die Suche nach „Erdhummelköniginnen“ gehen und diese in noch nicht besetzte Nistkästen einquartieren.

 

Klaus geschrieben am 28. November 2015, 15:56:

Die beiden Hummelköniginnen, die ich vor dem Kältetod rettete, waren wahrhaft sehr fleißig bei der Befruchtung des Erdbeerbaumes bevor ich sie in Winterurlaub schickte. Ich hoffe dass sich das kollektive Gedächtnis bei den Königinnen,betreffs der Befruchtung von Indianerbanane und Erdbeerbaum, verinnerlicht hat.

 

Klaus geschrieben am 12. Juni 2016, 16:29:

Heute waren wir auf dem Schloss Tonndorf um noch einiges über Bienen und Hummeln zu erfahren. Das Honigschleuterfest war sehr sehr gut besucht und die Experten hatten nicht viel Zeit sich mit einzelnen Besuchern zu befassen. Die drei Imker-Profis gaben sich jedoch sehr große Mühe allen Fragen gerecht zu werden. Auch das Wetter hat mitgespielt. Ich hätte mir mehr Mühe bei der Besiedelung der Hummelnistkästen geben müssen. Das gleiche gilt auch für die Nistkästen für Wildbienen. Jetzt gibt es ja auch noch die Möglichkeit der Information über die Hummelschauanlage in Naumburg.
Bis zum nächsten Anlauf im Februar nächsten Jahres ist ja noch etwas Zeit.

 

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