Helgas Garten

Erdbeerbeete pflegen

17. Juli 2012 | Autor: Helga | Kategorie: Allgemein,Gewusst wie

Heute habe ich es endlich geschafft, mein Erdbeerbeet wieder in Ordnung zu bringen. In den zurückliegenden Wochen war ich hauptsächlich damit beschäftigt, alle Früchte zu ernten und zu verarbeiten. Im Vorbeigehen habe ich natürlich schon mal das gröbste Unkraut rausgerissen. Inzwischen hatten sich aber Sternmiere, Kleinblütiges Knopfkraut und verschiedene Gräser auf dem Erdbeerbeet ausgebreitet. Das Beet mit den zweijährigen Pflanzen haben wir gestern total abgeräumt. Die Erdbeerpflanzen würden zwar auch im dritten Jahr noch tragen, allerdings sind die Früchte dann kleiner und der Pflegeaufwand erhöht sich durch zahlreiche Wildkräuter, die sich im Laufe der Zeit einnisten. Günstiger ist es, jedes Jahr ein neues Beet anzulegen und nur noch das vom Vorjahr stehen zu lassen. Im ersten Jahr sind die Früchte besonders groß. Es werden aber noch nicht so viele angesetzt wie im zweiten Jahr.

Von den Pflanzen, die jetzt noch stehen, nehme ich so viele Ausläufer mit Jungpflanzen ab, wie ich brauche. Als Jungpflanzen verwendet man in der Regel die Pflanzen, die der Mutterpflanze am nächsten stehen. Sie sind die ältesten an einem Ausläufer und damit am besten bewurzelt. Man kann bei größerem Bedarf aber auch noch die nächsten abtrennen. Oft erweist es sich als günstig, diese dann erst mal auf einem Extrabeet zu pikieren.

Wichtig ist, dass die Erdbeerpflanzen jetzt von allen vertrockneten Blättern und abgetragenen Fruchtstielen befreit werden. Dann haben Pilzsporen wenig Chancen, sich einzunisten. Die Pflanzen können sich optimal erholen und hoffentlich viele neue Knospenanlagen ausbilden.

Insgesamt kann ich sagen, dass wir in diesem Jahr riesiges Glück mit dem Wetter für unsere Erdbeeren hatten. Jetzt ist es doch ziemlich feucht. Da wäre ein Teil der Ernte sicher dem Grauschimmel zum Opfer gefallen.

10 Personen haben einen Kommentar hinterlassen

Marlene geschrieben am 17. Juli 2012, 19:59:

Ich hatte dieses Jahr weniger Glück bei den Erdbeeren, der Regen war denn dochzu häufig. Bei den Jungpflanzen packe ich immer 2-3 zusammen für eine neue Erdbeerpflanze

 

Helga geschrieben am 17. Juli 2012, 20:55:

Hallo Marlene, wenn du die Erdbeeren im Juli/ August pflanzt, haben sie genug Zeit sich zu entwickeln. Warum sollte man da wohl drei Pflanzen zusammenquetschen? Da kann dann gar nicht genug Luft rankommen und es muss zur Schimmelbildung führen. Also bitte die Pflanzen einzeln setzen. Ich hatte in diesem Jahr eine Superernte.
Liebe Grüße Helga

 

Kathrin geschrieben am 17. Juli 2012, 21:43:

Das Problem kenne ich nur zu gut 🙂 Mein Erdbeerbeet sieht im Moment auch etwas vernachlässigt aus. Ich hoffe, die Arbeit bald nachgeholt zu haben.

lg kathrin

 

Bine geschrieben am 18. Juli 2012, 08:28:

Obwohl Gärtner Pötschke zum Kauf von neuen Erdbeerpflanzen rät und meint, Ableger wären nur halb so gut, verwende ich seit Jahren schon stets die ersten Ausläufer einer Erdbeerpflanze. So wie Helga auch. (Gärtner wollen ja Geld verdiehen) Die Ernte kann sich durchaus sehen lassen. Nachdem die Ausläufer im Beet Wurzeln geschlagen haben, werden sie von der Mutterpflanze „abgenabelt“ und können sich zu einer kräftigen Pflanze entwickeln. Erst dann setze ich sie in Reih und Glied in ein neues Beet ein.
Bevor die Beeren richtig reifen, streue ich zum Schutz vor Schnecken grobe Sägespäne um die Pflanzen. Dies hat sich sehr bewährt. Somit sind meine Beeren vor den Schnecken sicher und bleiben selbst bei heftigen Regengüssen sauber und verschlammen nicht.

VG
Bine

 

Klaus geschrieben am 18. Juli 2012, 17:13:

Hallo Bine !
Auch ich verwende seit Jahren Nadelholzspäne zur Beetabdeckung. Sie verhindern auch das Austrocknen des Bodens und unter die Pflanzerde gemischt halten sie außerdem die Wühlmäuse fern. Bald geht wieder die Brennholzproduktion, für den Eigenbedarf, los und dann streue ich auch Späne,vor dem mähen, auf den Rasen. Das macht den Kompost locker. Meine Erdbeerpflanzen behalte ich immer zwei Jahre. Nach dem ersten Jahr wird allerdings jede zweite Pflanze entfernt.

 

Petra geschrieben am 25. Juli 2012, 16:55:

Hallo Helga,

von meinen Erdbeeren hatte ich in diesem Jahr leider nicht viel. Wir hatten Bauarbeiter im Garten, und bevor ich einschreiten konnte, waren sie auch schon durch das Erdbeerbeet gelatscht und hatten praktisch alle Früchte zertreten. Auch Tontöpfe, die meine Kinder bemalt hatten, als sie kleiner waren, haben sie zerdeppert 🙁
Hätte ich geahnt, wo die überall herumrennen, hätte ich Stacheldraht drumgezogen 😉
Das Beet muss ich nun eh neu anlegen; vielleicht suche ich auch einen neuen Standort. Ich hatte die Erdbeerpflanzen mal mit dem Garten mit“geerbt“.

Liebe Grüße
Petra

 

Helga geschrieben am 25. Juli 2012, 18:38:

Hallo Petra, wenn man ein neues Erdbeerbeet anlegt, sollte es auf jeden Fall an anderer Stelle im Garten sein. Es ist wie bei allen anderen Pflanzen: Jede Pflanzenart braucht spezielle Nährstoffe. Wenn immer die gleiche Pflanzenart auf dem Beet steht, wird es einseitig ausgelaugt und liefert dann nur noch geringe Erträge. Erdbeeren kannst du beispielsweise gut nach Hülsenfrüchten (Erbsen, Bohnen) pflanzen oder auf einem Frühkartoffelbeet. Auf jeden Fall brauchen Erdbeeren einen sonnigen Platz im Garten.
Liebe Grüße Helga

 

Petra geschrieben am 25. Juli 2012, 18:45:

Hallo Helga,

danke für die Erläuterung 🙂 Meine Erdbeeren hatten sich komischerweise wohlgefühlt, obwohl sie immer an derselben Stelle standen, aber ich habe auch schon daran gedacht, sie in ein frisch angelegtes Hochbeet zu pflanzen. Ist auch rückenschonender 😉

Liebe Grüße
Petra

 

Bine geschrieben am 26. Juli 2012, 14:13:

Liebe Helga,

das mit dem Standortwechsel habe ich auch viel gelesen. Aber die Praxis beweist oft das Gegenteil. Meist ist ein Wechsel aus verschiedenen Gründen nicht möglich. Auch viele Blumensorten sollen ja jährlich einen neuen Platz bekommen, wie z.B. Dahlien. Bei uns hat ein Landschaftsarchitekt und Gartenmeister sein Grundstück in unmittelbarer Nähe und seine Dahlien blühen schon seit -zig Jahren wunderschön am gleichen Standort (ebenso bei unseren Nachbarn, die ein sehr kleines Grundstück haben). Auch alle anderen Pflanzen haben stets ihren festen Platz. Ich denke, wenn man dem Boden je nach Art die richtige Aufmerksamkeit und Pflege zukommen lässt, können Pflanzen über Jahre genauso gut am gleichen Standort gedeihen und dort verbleiben. Auch meine Erdbeeren haben seit Jahren den gleichen Standort und ich bin mit der Ernte zufrieden.
Ich finde, jeder muss selbst ausprobieren und entscheiden, was für seine Pflanzen optimal ist und was nicht. Auch wenn manches gegen jede Gärtnerweisheit spricht.
Auf meinem Erdbeerbeet arbeite ich z.B. den Bohnenschnitt, der nach der Ernte anfällt, in den Boden ein. Sie verbleiben ohnehin immer zwei Jahre.

Ich habe Geranien, die jetzt das 3. Jahr in Folge sehr üppig aus der alten Mutterpflanze blühen, obwohl man eigentlich jedes Jahr neue Stecklinge ziehen oder neue Pflanzen kaufen sollte. Und ich werde sie auch im Herbst noch nicht auf den Kompost werfen, sondern nur umtopfen.
Ich vertraue einfach meinem grünen Daumen und nur wenn etwas misslingt, befolge ich dem Gärtnerrat.

VG
Bine

 

Helga geschrieben am 26. Juli 2012, 21:29:

Hallo Bine, Geranien kann man durchaus mehrere Jahre überwintern. Sie wachsen ja im Laufe der Zeit erst zu stattlichen Pflanzen heran. Meine älteren http://helgas-garten.de/geranien-haben-sich-gut-entwickelt haben oft mehr als fünf Jahre überdauert. Trotzdem ziehe ich mir zusätzlich in jedem Jahr neue Jungpflanzen. Manchmal brauche ich selbst ein paar Pflanzen mehr als im Vorjahr, mal gebe ich wieder welche weg. Allerdings topft man sie erst im Frühling in frische Erde um. Im Winterquartier treten sie in eine Ruhephase ein. Da müssen sie keine neue Erde haben. Im Frühling regt die neue Erde zusätzlich zum besseren Lichtangebot die Pflanze zum Wachstum an.
Das mit den Dahlien am selben Standort mag stimmen. Da man die Knollen aber sowieso einzeln pflanzt, kann man dabei jeder Pflanze guten Kompost, Stalldung oder eben frische Erde ins Pflanzloch geben. So sieht es nur im Vorbeigehen aus, als ob sie ständig im selben Boden stehen würden. Bei kleinen Pflanzen wie Erdbeeren ist das schon schwieriger zu handhaben.
Liebe Grüße Helga

 

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