Helgas Garten

Frisches Gemüse aus dem eigenen Garten

30. August 2015 | Autor: Helga | Kategorie: Allgemein

Nach so vielen BUGA-Berichten und Fotos muss ich nun doch mal ein paar Worte zu meinem Garten sagen. Sonst denkt noch jemand, dass der durch das Groß-Ereignis in unserer Region ganz ins Abseits geraten ist. Das ist überhaupt nicht der Fall. Im vergangenen Jahr hatte ich mich mal von der hier im Netz vorherrschenden Begeisterung für Tomaten anstecken lassen. Entgegen aller Erfahrungen der letzten Jahre hatte ich mir im vorigen Jahr sechs verschiedene Tomatensorten zugelegt und wohl vierzig Pflanzen angebaut. Die standen sowohl im Gewächshaus als auch ungeschützt im Freien. Von diesen vielen Pflanzen hatte ich vor einem Jahr insgesamt etwa zwei Kilo Gemüse ernten können. Bevor es überhaupt mit dem Fruchtansatz richtig los ging, waren die meisten Pflanzen, egal wo sie standen, längst der Braunfäule zum Opfer gefallen. Die Mühe war also vergebens gewesen. Deshalb hatte ich in diesem Jahr erst gar keine Tomaten ausgesät. Irgendwann im April fiel mir dann aber das restliche Saatgut vom Vorjahr in die Hände und ich dachte, ehe es gar nicht mehr keimt, kann ich es auch noch in eine Saatschale streuen. Und wie das meist ist, wenn man sich keine besondere Mühe damit gibt, gelingt es so nebenbei. Die Pflanzen gingen auf.  Sechs durften ins Gewächshaus und einige ins Freie. Trotz mehrerer Unwetter sehen sogar die Freilandtomaten in diesem Jahr noch ganz gut aus. An denen im Gewächshaus hängen noch viele unreife Früchte. Ich kann sie gar nicht so schnell verbrauchen, wie sie nachreifen. Einen Spankorb voll hatte ich kürzlich für meine Tochter mitgenommen. Wenn wir demnächst nach Hamburg fahren, bekommt unser jüngster Sohn welche.

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Auch mit den Freilandgurken hatten wir in den zurückliegenden Jahren wenig Glück. Meist waren sie schon Ende Juli vom Mehltau befallen. In diesem Sommer sehen die Pflanzen noch ganz passabel aus. Ich kann täglich ein paar Gurken ernten.

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Um die Kürbisse hatte ich mir vor zwei Wochen ernsthaft Sorgen gemacht. Bei dem Unwetter hatte es auch kräftig gehagelt. Die Kürbisblätter sind total durchlöchert und auch die Früchte hatten Schaden genommen. Wie ich aber schon vor einem Jahr bemerkt hatte, können Kürbisse mit Beschädigungen ganz gut überleben.

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Man sieht sowohl in den Blättern als auch in den Früchten die Einschlaglöcher der Hagelkörner.

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2 Personen haben einen Kommentar hinterlassen

Gabriela geschrieben am 2. September 2015, 11:45:

Das mit der Braunfäule kenne ich auch! Es geht rasend schnell und dann sind Pflanzen und Früchte vergammelt. Aus Platzmangel und ohne Gewächshaus stehen meine Tomaten in 8 großen Töpfen wind- und etwas regengeschützt an der Wand zum Gartenhäuschen. Letztes Jahr habe ich 3 Tomatensorten getestet. Zwei Kirschtomaten, rot und gelb, Nachkommen von Wildtomaten und keine Hybriden, und eine Cherrytomate, Hybride. Die Cherrytomate bekam Braunfäule, aber die Wildtomaten … toll, toll, toll! Ich hatte jede Menge Kirschtomaten, die fast wie Weintrauben in Dolden an den Zweigen hingen. Superlecker und prima zum Einfrieren (als ganze Frucht). Dieses Jahr habe ich von den Kirschtomaten Samen genommen und das gleiche noch einmal gemacht. Ergebnis: Viele viele Tomatendolden, sehr lecker süss und das, was zu viel zum Essen ist, habe ich wieder eingefrohren und einen schönen Wintervorrat angelegt. Die kleinen roten Bällchen lassen sich schön aus den Gefrierbeuteln nehmen und sind für’s Kochen einfach perfekt! Mit den Wildtomaten werde ich weiter machen denn ich glaube, dass sie noch diese Gene in sich tragen, Regen besser zu trotzen! Lieber kleine, feine, lecker süße Tomaten, als diesen Supergau einer vernichteten Ernte!

 

Helga geschrieben am 2. September 2015, 12:58:

Hallo Gabriela,
ich denke auch, dass die alten Sorten viel weniger anfällig sind. Vor Jahren hatte mal eine Bekannte, die aus Kasachstan stammte, sich von dort verschiedenes Saatgut schicken lassen. Sie hatte auch richtig gute Erträge. Das mit dem Einfrieren habe ich noch nie probiert. Danke für den Tipp. Ich koche, wenn ich reichlich Tomaten geerntet habe, das Püree mit etwas Salz und Zucker ein und mache dann daraus im Winter Tomatensuppe.
Liebe Grüße Helga

 

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