Holunder vielseitig und wertvoll
Kaum jemand wird einen Holunderstrauch im Garten haben. Ich habe einen auf dem Grundstück, muss mir aber immer noch Blüten und Beeren in der freien Natur sammeln. Die Blüten sind getrocknet ein wertvoller Bestandteil in meinen Teemischungen. Zum Trocknen lassen sich die Dolden gut über eine auf dem Dachboden gespannte Leine hängen. Wenn sie trocken sind, kommen sie in einen Stoffbeutel und bleiben auf dem Boden. Die Beeren werden im September geerntet, wenn sie voll ausgereift sind.
Der Saft dieser Beeren ist sehr vitaminreich. Man pflückt die Dolden mit den Beeren. Zu Hause werden sie vorsichtig abgespült und die groben Stiele abgestreift. Am schonendsten werden sie im Dampfentsafter entsaftet. Der gewonnene Saft wird gesüßt und heiß in saubere Flaschen abgefüllt. Diese werden sofort luftdicht verschlossen und sind dann mehrere Monate haltbar. Aus dem Saft kann man auch ein sehr leckeres Gelee herstellen. Dann wird er nicht mit herkömmlichem Zucker gesüßt. Man verwendet Gelierzucker laut Anweisung und füllt das Gelee in kleine Schraubgläser. Bei aller Freude über die wertvollen Holunderbeeren sollte man sie aber nie roh verzehren. Sie enthalten Stoffe, die bei empfindlichen Menschen Übelkeit und Erbrechen hervorrufen können.
1 Person hat einen Kommentar hinterlassen
Ulrike/Ulinne geschrieben am 27. Januar 2009, 23:22:
Ich glaube, ich werde in diesem Jahr auch mal Holunderbeeren sammeln. Vielleicht hilft mir der Saft, mein Immunsystem zu stärken, so dass ich sowas wie mein aktuelles Daumenproblem auch innerlich angehen kann.
Früher gab es auf dem großen Grundstück, das geteilt wurde, als wir hier im Münsterland unser Haus gekauft haben und der Verkäufer nebenan neu bauen wollte, auch riesige Holunderbüsche. Ich hab sie noch gesehen, ehe sie wegen der Baugrube und des Platzes allgemein herausgerissen wurden. Schade, dass sie nun nicht mehr da sind, sonst würden sicher auch ein paar der ausladenden Zweige zu uns über den Zaun herüberragen …
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