Helgas Garten

Ist jeder Garten ein Insektenhotel?

24. April 2011 | Autor: Helga | Kategorie: Allgemein

In verschiedenen Blogs wird berichtet, dass man ein Insektenhotel angefertigt hat. Eigentlich müsste dieses in einem naturnahen Garten überflüssig sein. Wenn wir unseren Garten so bewirtschaften, dass wir die natürlichen Lebensräume nicht zerstören, können die verschiedensten Tierarten darin überleben.

Alle heute noch existierenden Tierarten haben ohne unser Zutun seit ewigen Zeiten überlebt. Heute bilden wir uns ein, überall regulierend eingreifen zu müssen. Was wir für „Ordnung“ halten, ist oft ein massiver Eingriff in die Natur. Da muss der Rasen, eine Monokultur aus Gras, auf eine genormte Höhe von wenigen Millimetern geschnitten sein. Kein Gänseblümchen, kein Löwenzahn bietet hier einem Insekt Nahrung. Hecken bestehen aus eintönigem Lebensbaum, ohne Nutzen für Vögel oder Insekten. Jede verblühte Blüte wird sofort geköpft. Sie könnte ja eventuell Samen streuen. Dabei wären diese wieder eine natürliche Nahrungsquelle für verschiedene Tiere. Und jedes Laubblatt, das im Herbst abfällt, wird sofort weggeharkt. Es könnte aber Unterschlupf für Tiere bieten und zudem unsere Pflanzen schützen. Was nicht verrottet ist, kann im Frühling immer noch beseitigt werden.

Ich brauche kein Insektenhotel. Im Efeu an der Hauswand leben Spinnen, Käfer, Spatzen, Amseln und sicher noch manches andere Tier. In den letzten beiden Tagen habe ich etwa zehn bis zwölf Wespen aus dem Haus getragen. Offenbar haben sie bei uns auf dem Dachboden irgendwo unter den Dielenbrettern überwintert. Jetzt haben sie versucht, durch die geschlossenen Fenster ins Freie zu gelangen. Um ihnen Stress zu ersparen, habe ich sie in einer durchsichtigen Dose eingefangen und sofort nach draußen befördert. Mal sehen, wo sie in diesem Jahr ihr rundes Nest aufbauen werden.

Es soll ja Leute geben, die haben sich schon ihr Haus angezündet beim Versuch, die Wespen zu vertreiben. Wenn man die Tiere in Ruhe lässt, sind sie völlig harmlos.

Und auch der Anblick einer Spinne soll manche Leute in Panik versetzen. Gut, im Haus mag ich sie auch nicht so gern wegen ihrer Netze. Dann gibt es aber immer noch die Möglichkeit, sie rauszuwerfen, anstatt zu töten.

24 Personen haben einen Kommentar hinterlassen

Karin geschrieben am 24. April 2011, 18:11:

Hallo,
ich hab mir den Beitrag mit einigem Staunen durchgelesen und mir sofort meine Gedanken gemacht. Recht hat er, der Autor.
Ich habe einen eher naturbelassenen Garten. Mehr naturbelassen, als ich es eigentlich vor hatte. Aber der dicke Bauch verhindert das übermäßige Bücken. Alles hat seinen Sinn. In dem Sinne hat es den Tieren in unserem Garten überhaupt nicht geschadet. Ursprünglich hatte mein Mann nur Augen für die Vögel hier in den Hecken, aber jetzt sehen wir auch nach Wespen und Hornissen. Ich hoffe, daß letztere es dieses Jahr schaffen, hier einen Unterschlupf zu finden. Hummeln, Libellen, Spinnen in alles Größen, alles das gibt es hier und wir haben auch keine Insektenhotels. Das aufgestapelte Brennholz funktioniert genauso gut. Habe ich genau gesehen.
Oft bleibt auch „Unkraut“ stehen, weil irgendwo ein Insektennest vermutet wird.
Verärgern können mich eigentlich nur die kleinen Ameisen, die jedes Jahr die Solarleuchten außer Gefecht setzen.
Aber Schwund gibt es überall, oder??
In dem Sinne, ein wunderbares Gartenjahr. Viel und spannende Erholung.

Gruß an alle GArtenfans Karin

 

Helga geschrieben am 24. April 2011, 19:19:

Hallo Karin, mit den Ameisen stehe ich auch ein bisschen auf Kriegsfuß, hoffe aber, dass mich meine Kröten oder Vögel bei ihrer Bekämpfung unterstützen werden. Ich hatte mir mal ein Streumittel gekauft, aber feststellen müssen, dass es nichts genützt hat. Dann kann ich mir diese Geldausgabe auch ersparen.
Liebe Grüße Helga

 

Karin geschrieben am 24. April 2011, 19:37:

Danke, liebe Helga, für deine Antwort.
Was ich fragen wollte:
Wir haben jedes Jahr in unserem Teich mindestens 5 Froschpaare. Dieses Jahr habe ich erstmal nur 2 Männer beoachten können. Ich liebe das Gequake. Auch bei unseren Nachbarn, die mehr oder weniger große Teiche besitzen, ist nichts zu hören.
So schlimm war der Winter eigentlich nicht, da ja immer genug Schnee gelegen hat. Ich stehe vor einem Rätsel.
Beobachtet ihr das selbe??
Ich will mal sehen, ob wir dieses Jahr noch mehr Fläche von unserem Grundstück in die aktive Tierhotelbereitstellung integrieren können.
Wir besitzen 1700 qm . Davon werden aber nur 1000 genutzt. Blöde Lage. Mitten in der Stadt und von 3 Straßen umsäumt. Aber : wir besitzen eine Spatzenkollonie, Amseln, Meisen, Zaunkönig. Ha, da muß so mancher erstmal drankommen.
Leider haben wir aber keine Kröten, ( oder die verstecken sich zu gut) Auch Molche habe ich noch nicht erspäht.
Problem ist nur: Die Erbauer unseres Heims haben auf dem vorderen Teil der Anlage Bauschutt in den Tiefen versenkt.
Darauf wächst also nicht so wirklich viel. Ich habe mir schon überlegt, wegen meines dicken Bäuchleins, ein paar Hochbeete anzulegen. Ein Gewächshaus steht ganz oben auf der Wunschliste. Alles zu seiner Zeit.
Aber vielleicht kannste mir ja ein paar Ratschläge geben.

In dem Sinne: noch wunderbare Ostern. Glückliche Kampfminuten in deiner neuen Küche. ( Ich versteh dich so gut. Bin bald 53 und habe auch noch nie ne neue Küche gehabt)

Ganz liebe Grüße Karin

 

Helga geschrieben am 25. April 2011, 07:16:

Hallo Karin, wir hatten auch mal für ein paar Jahre einen Teich mit etlichen Fröschen drin. In einem Frühling trieben die dann auch alle tot im Wasser. Es liegt nicht an der Schneemenge, sondern daran, ob der Teich bis auf den Grund zugefroren ist. Dann ersticken die Tiere nämlich, auch wenn sie in der Winterstarre sind. Es gibt aber Kunststoffplatten, durch die ein längeres Rohr führt. Die kann man im Herbst auf den Teich legen. Sie sollen auch in kalten Wintern ein völliges Zufrieren verhindern.
Kröten sieht man im Garten wirklich nicht oft. Sie sind schon durch ihre Farbe gut getarnt. Außerdem buddeln sie sich meist ein. Man kann aber bei genauer Beobachtung oft kleine Gruben im Boden sehen, wo sie mal wieder im Rückwärtsgang eine „Probebohrung“ vorgenommen haben.
Ich wünsche dir viel Freude an deinem Garten. Das mit den Hochbeeten ist sicher keine schlechte Idee. Wenn du wirklich Interesse hast, wird sicher nach und nach aus diesem großen Revier ein kleines Paradies entstehen. Alles auf einmal geht nicht.
Liebe Grüße Helga

 

Sisah geschrieben am 25. April 2011, 08:02:

Mir geht’s genauso wie Dir, ich staune, wo jetzt überall solche Insektenhotels stehen , wundere mich allerdings wie gedankenlos sie aufgestellt werden. Allerdings freue ich mich darüber, dass sie selbst in akkurat(tot)gepflegten Gärten stehen dürfen. Immerhin hat sich dann doch etwas in der deutschen Gartenkultur getan,es hat lange gedauert. Die ersten Insektenhotels habe ich in den Achtziger Jahren im Ökowerk Berlin gebaut,in einer Zeit als naturnahes Gärtnern noch verpönt und als ‚öko‘ beschimpft wurde.
Gedankenlos finde ich beispielsweise , wenn diese Insektenhotels in den Schatten von Bäumen gestellt werden, und keiner der Bauherren bemerkt, dass die Wohnungen gar nicht angenommen werden. Um Hautflügler anzusiedeln-und an die richtet sich dieses Wohnungsangebot- sollte man doch einiges über sie wissen. Wichtig ist eine ausreichende Besonnung der Nistraumangebote, da alle Hautflügler wärmeliebend sind. Außerdem ist es notwendig bestimmte Wildpflanzen im Garten bereitzustellen,die als Pollen- und Nektarquelle von Bedeutung sind. Und da sind manche Hautflügler sehr speziell.
Erst mal so viel, mir fällt da noch etliches ein, was ich erwähnen könnte.
LG
Sisah

 

Klaus geschrieben am 25. April 2011, 15:38:

Muss ich jetzt ein schlechtes Gewissen haben, nur weil ich ein Insektenhotel aufgestellt habe ? Zuviel Natur wird, wie es in neudeutsch heißt, versiegelt. Ich halte meinen Rasen im Garten kurz und schneide auch krankes Holz aus. Aber ! Mein Insektenhotel, aus einem etwa 40cm dicken Baum gebastelt,hat unterschiedliche Bohrungen und ist nach Südosten ausgerichtet. Voll in der Sonne. Es ist eine Freude zuzuschauen wie die Wildbienen diese Wohnung annehmen. Hummeln bauen in Gängen der Wühlmäuse und die Hornissen lassen sich die überzähligen Wespen schmecken.Die Ringelnatter,für die mein Gartennachbar extra einen großen Steinhaufen errichtete, holt sich Wühlmäuse, Kröten und leider auch meine Goldfische. Nur mit den Kröten ist es auf Jahre vorbei. Im Rahmen einer Ausgleichsmaßnahme, Autobahnbau, wurde der Teich in dem Tausende Kröten jährlich laichten zur Hauptlaichzeit abgelassen. Es dauert Jahre bis sich der Bestand wieder erholt hat. Das Geld ist verbraten, der Teich sieht schön aus, naturnah, aber er ist tot. Übrigens sind alle acht Meisennistkästen belegt. „Ich“ mache weiter so wie bisher indem ich einen lebendigen Garten gestalte.

 

Helga geschrieben am 25. April 2011, 18:10:

Hallo Klaus, dass du im Garten krankes Holz nicht einfach liegen lassen kannst, ist klar. Und bei der Pflanzenvielfalt, über die du berichtet hast, ist sicher für viele Tiere für Futter gesorgt. Darüber mache ich mir keine Gedanken. Und du musst auch sicher kein schlechtes Gewissen haben. Ich habe Leute vor Augen, die im Mai noch nicht alle Beete eingesät haben und ab Juli schon wieder großflächig Sand harken, weil keine Nachpflanzung erfolgt ist. Diese Menschen bilden sich aber noch ein, dass die geharkten, leeren Beete ein Symbol für einen gepflegten Garten darstellen.
Hallo Sisah, danke für deinen Kommentar. Er zeigt mir, dass ich nicht allein dastehe mit meinen Erfahrungen.
Liebe Grüße Helga

 

Margit geschrieben am 25. April 2011, 22:09:

Guter Beitrag! Aber es geht nicht immer um’s „Brauchen“. Unser Garten würde auch gut „ohne“ auskommen. Aber es ist so spannend zu beobachten, was sich an der Hotelpforte und den Zimmern alles so abspielt! Einfach toll. Und das Insektenhotel gibt einen guten Regenschutz für die darunter wachsenden Gurken;-)
Liebe Grüße
Margit

 

Klaus geschrieben am 26. April 2011, 06:34:

Im Grunde sind wir alle auf einer Wellenlänge und lieben die Natur so wie sie ist. In meinem Garten herrscht ein geordnetes Chaos. Ich „brauche“ meinen Garten für mein inneres Gleichgewicht und ich experimentiere sehr gern. Durch die Eingriffe des Menschen wird viel Schaden angerichtet und die Monokulturen begünstigen die Ausbreitung von Schädlingen. Für mich ist ein z.B. Insekt dann ein Schädling wenn es sich, entgegen dem biologischen Gleichgewicht, ungebremst vermehrt. Hierzu zähle ich u.a. die braune Nacktschnecke aus Spanien.
Von Regenschutz durch das Insektenhotel für z.B. Gurken kann keine Rede sein, da es sich in einer hohen Hecke aus indischem Efeu befindet. Wenn der Efeu blüht dann dröhnt der ganze Busch vom Gesumms der Insekten. Bienen aller Art, Wespen, Schwebfliegen u.v.a. geben sich ein Stelldichein. Das Gleiche geschieht wenn die Kiwis blühen.

 

Heiner geschrieben am 26. April 2011, 23:56:

Wahrscheinlich sind wir wirklich alle ziemlich auf einer Wellenlänge. Trotzdem muss ich noch einen wichtigen Aspekt anführen: Gärten sind alles andere als unberührte Natur!

Gärten sind eben genau deshalb Gärten, weil wir Gärtner ganz massiv in die Natur eingreifen. Und wenn man nun mal keinen Platz für einen großen Totholzhaufen und ein großes Brennesselbeet hat, dann finde ich es gar nicht mal so verkehrt andere Möglichkeiten zu nutzen um das künstliche Gleichgewicht zwischen „Nützlingen“ und „Schädlingen“ in Richtung der Nützlinge zu verschieben. Sinnvoll gestaltete Insektenhotels sind da eine durchaus brauchbare Maßnahme.

Und um das gleich klarzustellen – Insektenhotels sind natürlich keine Alternative zu unberührter Natur. Unberührte Natur ist (wie der Name schon sagt) von Menschen unberührt. Wäre wirklich schön, wenn wir davon mehr hätten.

 

Klaus geschrieben am 27. April 2011, 05:58:

Auch ich hatte in meinem 700qm Garten einen s.g. Totholzhaufen von etwa etwa 25 Festmeter Fichtenholz liegen und dort habe ich die Bäume auch geschält. Dabei konnte ich beobachten wie sich die Ameisen auf die Rinde stürzten um die Larven des Borkenkäfers zu sammeln und in ihren Bau zu bringen. Jetzt schäle ich die Bäume bereits im Wald und konnte feststellen, daß sich die Schwarze Waldameise genauso verhält und sich in den letzten 3 Jahren stark vermehrt hat. Auch die Vögel haben sich stark vermehrt und sorgen für etwas mehr biologisches Gleichgewicht. Die größten Sorgen bereiten mir die zweibeinigen Schädlinge, die ihren Sperrmüll in meinem Wald entsorgen. Diese haben den freien Zugang zum Wald irgendwie falsch verstanden.

 

Magda geschrieben am 28. April 2011, 20:24:

Hallo Helga,
ich behaupte mal, dass mein Garten ein Insekten- und Kleintierhotel ist.
Eine große Vielfalt von Insekten, Vögeln, Eichhörnchen und Mäusen sind bei mir heimisch.
In der Hecke wohnen die kleinen Zaunkönige, der Buntspecht pickt im Rasen nach Nahrung,(!) Grünlinge, Meisen und Rotkehlchen….und und… haben es sich in den hohen Buchen gemütlich gemacht, aus der Nachbarschaft kommen die Tauben um zu fressen, der Eichelhäher begrüßt mich morgens und verscheucht meine Katzen. Aufzählen könnte ich ohne Ende. Im Garten bei mir ist immer was los.
Für die Bienen, Wespen und Hummeln fängt das Schlaraffenland gerade an: Die ersten Kräuter stehen schon in Blüte.
Anfang April hatte ich vier Unterschlupf-Angebote für Igel „gebastelt“.
Ich hatte vier kleine Igelchen auf der Terrasse zum Überwintern. Bei dem schönen Frühlingswetter habe ich Kleinen wieder „ausgewildert“. Die brachten alle ein Gewicht von über 600g auf die Waage.
Aber die Terrasse war kein Hotel für Igel. Für die kleinen 300g schweren Igelchen war es einfach lebensnotwendig. Sie hätten keine Überlebenschance gehabt. (lt.
Igelschutzbund)
Die selbstausgesäten Ringelblumen sind schon an die zehn Zentimeter hoch.
Wird bald wieder ein toller,
blühender Anblick sein.
Liebe Helga, als Anlage habe ich ein Bild der vier Igelchen aus dem Spätherbst eingefügt.
Dir einen schönen Feierabend und liebe Grüße aus Dortmund Magda

 

Helga geschrieben am 28. April 2011, 20:33:

Hallo Magda, ich gratuliere dir zu deiner erfolgreichen Igelrettung. Ich drücke dir die Daumen, dass du sie noch oft in der Natur wieder triffst. So groß wie bei dir sind meine Ringelblumen noch nicht. Aber sie kommen wieder überall an die Oberfläche, auch Borretsch, Dill, Sonnenblumen und Phacelia.
Liebe Grüße Helga

 

Klaus geschrieben am 29. April 2011, 05:54:

Hallo Magda !
Ich widerspreche deiner Behauptung in keinster Weise. Interessieren würde mich wie du die Igelquartiere gestaltet hast. Nachdem gestern der Hund unseres Nachbarn das zeitliche gesegnet hat, kann ich mich auch um Igel und Co. kümmern. Er hat alles was sich bewegte vernichtet. Mit Zustimmung seines Herrchens. Obwohl mein Garten, von der Größe und Gestaltung her, übersichtlich ist, entdecke auch ich immer wieder etwas Neues.

 

Conny geschrieben am 29. April 2011, 10:01:

Sehe ich im Prinzip auch so. Bei mir sind große Gartenflächen sehr natürlich und „wild“ gehalten. Ideal für Tiere und Insekten. Allerdings muss man auch zugeben, dass eine gewisse Größe an Garten notwendig ist.
Conny

 

Magda Götz geschrieben am 3. Mai 2011, 09:06:

Liebe Helga,
zwei von den vier „gebastelten“ Unterschlüpfe sind
angenommen worden.
Zwei der Igel lassen sich in der Nähe unserer Terrasse
abends blicken.
Das gefertigte Futterhäuschen mit Igelfutter für die
Übergangszeit wird dankbar angenommen. Klar!!! Müssen
aber mehr als zwei der Kerlchen sein.
Die Futtermenge wird täglich abgestuft. Dann heißt es:
Selber auf Suche gehen.
Der starke Nord/Ostwind (Sturm)in den letzten Tagen hat meine schon blühenden Lupinen im warsten Sinne des Wortes
erschlagen. Viele starke und große Äste sausten auf die
Blumenbeete nieder.
Aber, ich denke mal, dass alles wieder hochkommt.
Nur leider hat es unserem Pflaumenbaum erwischt. Ich
wusste gar nicht, dass dieser alte Baum von den Ur-
Großeltern gepflanzt, so morsch ist. Er hat durch den
scharfen Ostwind das Zeitliche gesegnet.
Und der hat noch so toll geblüht.
Viele liebe Grüße nach Rathenow
Magda

 

Klaus geschrieben am 14. Juni 2011, 10:27:

So langsam werde ich sauer wegen dem Insektenhotel. Da habe ich nun mehrere Insektenhotels mit 5 Sternen gebaut und in den Garten verbracht. Und was tun die Bienen und Hummeln ? Sie gehen fremd ! Beim Studium der Tagespresse fiel mir ein Artikel ins Auge, in dem dieses Verhalten als normal dargestellt wird. Neben meinem Garten befindet sich ein Mirabellenbaum der Unmassen von stark duftenden Blüten bringt. Damit lockt er alle Bienen und Hummeln an und sie haben kein Interesse mehr an meinem Garten. Seit Jahren hatte ich diese Vermutung, die jetzt bestätigt wurde. Das Gleiche passiert mir nochmal zur Zeit der Rapsblüte. Nur wenn der Kiwi blüht, dann habe ich sie alle in meinem Garten. Ob schimpfen hilft ?
LG aus Thüringen

 

Klaus geschrieben am 11. April 2012, 06:05:

Mein Insektenhotel ist leer. Alle Wild- oder Mauerbienen sind geschlüpft und eifrig bei der Befruchtung von Mandel und Cherrykose. Ohne sie (etwa 30) wäre, auch wegen wenig Hummeln, die Befruchtung in Frage gestellt. In diesem Jahr wird das Insektenhotel noch erweitert und die verlassenen Löcher aufgebohrt. Von Honigbienen weit und breit noch keine Spur.

 

Klaus geschrieben am 28. April 2012, 17:16:

Nach dem Schlüpfen der Wildbienen habe ich die Löcher gereinigt (Aufbohren) und alles für die nächste Brut vorbereitet. Zusätzlich wurde das Angebot an Löchern noch erweitert und das war gut so. Heute bei dem herrlichen Wetter war am Insektenhotel Hochbetrieb. Wildbienen fliegen bei fast jedem Wetter, im Gegensatz zu den Honigbienen.
Die Hummeln bauen in der Mini-Wassermühle und sind dabei auch sehr eifrig. Beim Zuschauen kommt so richtig Freude auf und man hat das gute Gefühl der Natur unter die Arme zu greifen.

 

Maja Meierhoff geschrieben am 11. Juli 2013, 10:23:

Herzlichen Glückwunsch zu der erfolgreichen Besiedlung Deines Hotels. Insektenhotels dienen übrigens nicht ausschließlich als Sommerquartier sondern auch als Überwinterungshilfe – bei der immer größeren Versieglung der Flächen bestimmt für den ein oder anderen Schwarm eine große Hilfe.

 

Klaus geschrieben am 4. August 2015, 18:23:

Nachdem nun die Wespen die Hummeln aus der Miniwassermühle vertrieben haben baue ich für die Hummeln ein Hummelhotel aus Styropor. Bis Anfang nächsten Jahres muss es dann fertig sein. Styropor nehme ich aus zwei verschiedenen Gründen. Erstens bietet es Wärmeschutz und zweitens habe ich von einer Baumaßnahme noch ausreichend Reste übrig. Es wäre schade wenn der Kunststoff nur noch zum sinnlosen Verheizen nützen soll. Im Net gibt es eine Vielzahl verschiedener Ausführungen und je mehr ich mich damit beschäftige desto mehr Unsicherheit kommt auf.

 

Klaus geschrieben am 7. Oktober 2015, 16:50:

Einen Hummelnistkasten habe ich mir übers Net gekauft und dann dieses als Grobvorlage für meine Eigenkreationen genutzt. Sowas können nicht nur die Chinesen. Mit 5 Hummelnistkästen bin ich sicher ausreichend versorgt. Wenn alle Kästen besetzt sind dann reicht es auch noch für die Nachbargärten zu bestäuben. Wenn ich die Kosten hochrechne, für die Eigenbauten, dann komme ich auf ca. 10-20 € pro Kasten.

 

Helga geschrieben am 7. Oktober 2015, 19:42:

Hallo Klaus, wenn du magst, kannst du mir gern noch ein Foto davon schicken. Das würde ich in den Beitrag einfügen.
Liebe Grüße Helga

 

Klaus geschrieben am 22. Juli 2017, 19:34:

Heute gab es eine große Überraschung bei den Hummelnistkästen. Einer ist voll belegt und ich mußte wegen meiner Störung schnellstens flüchten. So habe ich Hummeln noch nie erlebt. Und ausgerechnet einer der Marke Eigenbau ist belegt. An sich hatte ich schon aufgegeben dass sich welche ansiedeln und bin jetzt guter Hoffnung für die anderen 4 Kästen. Futter ist im Garten ausreichend vorhanden. Derzeitig Spinnenblume, Papageienblume, Sommerflieder uva.
LG Klaus

 

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