Helgas Garten

Kräuter haltbar machen

17. Juni 2009 | Autor: Helga | Kategorie: Rezepte und Hausmittel

Augenblicklich gibt es Kräuter im Überfluss. Man kann sie gar nicht alle auf einmal nutzen. Da ist es gut, wenn man einen Teil davon für Zeiten aufbewahren kann, wenn sie knapp werden oder nicht mehr nutzbar sind. Dazu muss man wissen, wie man sie haltbar machen kann.

Trocknen

Es gibt viele Kräuter, die man trocknen kann und die dabei ihr spezielles Aroma behalten. Dazu gehören besonders die Pflanzen mit holzigen Stielen wie Oregano, Thymian, Salbei, Bohnenkraut, Rosmarin, Lavendel und Ysop, aber auch Melisse, Minze, Beifuß und Liebstöckel.

Zeitpunkt

Zum Trocknen erntet man die Pflanzen am besten vormittags, wenn eventuelle Feuchtigkeit der Nacht verdunstet ist. Und man schneidet die Pflanzen normalerweise, bevor sie blühen (Ausnahme z.B. Lavendel). Man sucht einwandfreie Pflanzen oder Pflanzenteile ohne Schädlinge aus und bindet sie zu kleinen Bündeln. Diese werden vorzugsweise auf dem Dachboden luftig aufgehängt.

Einfrieren

Zum Einfrieren eignen sich ganz besonders gut Petersilie und Dill. Auch Schnittlauch kann man einfrieren. (Ich verwende dann aber lieber frisches Laub von Zwiebeln.) Zum Einfrieren werden die Kräuter fein geschnitten und ohne Wasser in kleine Foliebeutelchen gegeben. Beutel am besten beschriften, denn sonst kann man im gefrorenen Zustand nicht immer den Inhalt erkennen. Diese Kräuter lassen sich dann bei Bedarf direkt auf die Speisen streuen ohne auftauen.

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Einsalzen

Eine Mischung von Gartenkräutern (Liebstöckel, Petersilie, Majoran, Thymian, Estragon, Ysop) sehr fein schneiden, mit etwa der gleichen Menge Salz vermischen und fest in ein ganz kleines Schraubglas drücken. Diese Mischung hält sich mehrere Monate im Kühlschrank und dient bei Bedarf als Suppenwürze (sparsam verwenden und Suppe erst nachher salzen).

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Kräuteröl

Entweder ein Gemisch aus mehreren Kräutern (z.B. Oregano, Thymian, Knoblauch) oder nur einem (z.B. Estragon) mit gutem Speiseöl übergießen. Nach mindestens drei Wochen hat das Öl den typischen Geschmack angenommen. In einem schönen Gefäß bildet es gleichzeitig noch einen Blickfang. Genau so kann man auch Kräuteressig herstellen.

32 Personen haben einen Kommentar hinterlassen

rrhase geschrieben am 18. Juni 2009, 06:27:

Hallo Helga

offensichtlich hast du mit dem Trocknen von Kraeutern mehr Erfahrung als wir. Wie trocknet man denn Minze richtig? Wir haben schon mehrfach versucht Minze zu trocknen. Abgeschnitten, zusammengebunden und dann aufgehaengt. Nach einigen Tagen sind die Minzeblaetter braun, riechen unangenehm und sind nicht mehr zu verwenden. Was machen wir falsch?

Gruss

 

Geli geschrieben am 18. Juni 2009, 07:09:

hallo Helga, eine Frage nur, Kräuterbutter aus Ringelblumen?…wie wird das gemacht?…danke dir und auch danke für deine vielen Tipps, die ich immer wieder bei dir erlerne…
lG Geli

 

Svea – die Tulpe geschrieben am 18. Juni 2009, 17:23:

Das Einsalzen ist eine gelungene Methodik Gemüse und auch Küchenkräuter zu konservieren. Wir wenden dieses Verfahren immer bei unserem Suppengrün an, da benötigt man keine Instant-Gemüsebrühe mehr. 🙂 Liebe Grüße Svea

 

Helga geschrieben am 18. Juni 2009, 19:49:

@ rrhase: Hallo, leider kann ich dich nicht persönlich ansprechen. Beim Trocknen ist ganz wichtig, dass die Kräuter selbst nicht feucht sind. Man bindet immer nur wenige Stiele zusammen, damit genug Luft von allen Seiten herankommt. Ein Dachboden ist ein idealer Ort, es kann aber auch ein Zimmer sein (nicht Küche oder Bad). Auf keinen Fall die zu trocknenden Pflanzen der Sonne aussetzen. Versuch es noch mal, indem du meine Ratschläge berücksichtigst. Ich wünsche dir viel Erfolg. Liebe Grüße Helga

 

Helga geschrieben am 18. Juni 2009, 20:03:

Liebe Geli, wenn ich Kräuterbutter mache, gehe ich eigentlich einmal quer durch den Garten. Auf jeden Fall kommen Petersilie, Dill, Schnittlauch und Kresse (im Augenblick Blätter der Kapuzinerkresse), ein paar Blättchen Ysop, Oregano, Thymian und ganz wenig Liebstöckel mit rein sowie eine Prise Jodsalz. Alles sehr fein schneiden und eine Handvoll Zungenblüten der Ringelblumen mit einrühren. Das gibt eine tolle Farbe und schmeckt lecker. Folgende Blüten kann man gut zum Garnieren nehmen (und natürlich mitessen): Gänseblümchen, Borretsch, Kapuzinerkresse, Schnittlauch. Außerdem kann man Kräuterbutter prima einfrieren. Das lohnt sich bei den gegenwärtigen Butterpreisen und beim reichlichen Kräuterangebot auf jeden Fall. Liebe Grüße Helga

 

Geli geschrieben am 18. Juni 2009, 21:44:

danke Helga für die Tipps und man lernt ja immer wieder dazu…ich habe viele Kräuter im Garten und habe Pesto in sehr unterschiedlichen Zusammensetzungen, mit und ohne Körner oder Käse, gemacht, es sind schon 18 Gläser für den Winter bereit und Öl und Essig auch, Cremes von Rosen und Lavendel sind auch da…also nun mache ich mich an die Kräuterbutter…danke dir und ich lese sehr gern weiter hier, es lohnt sich immer…lG Geli

 

Gerry geschrieben am 19. Juni 2009, 09:36:

Da habe ich wieder was dazu gelernt 🙂 Ich trockne auch sehr gerne Kräuter, übersehe aber meist den Zeitpunkt. Wenn dann die Kräuter blühen gefällt’s mir auch sehr gut 🙂

Aber Deinen Tipp mit dem Maggikraut im Salz werde ich die Tage einmal ausprobieren!

 

Helga geschrieben am 19. Juni 2009, 10:21:

Hallo Gerry, die blühenden Kräuter finden auch die vielen Insekten im Garten ausgesprochen anziehend. Deshalb lasse ich auch Oregano, Salbei,Ysop und Schnittlauch bis zur Blüte stehen. Für meinen Bedarf gibt es dann immer noch genug. Liebe Grüße Helga

 

Fetz Albert geschrieben am 20. Juni 2009, 10:09:

Finde Eure Seite echt informativ und werde Euch auch meinen Kunden empfehlen.

LG. Albert

 

Helga geschrieben am 20. Juni 2009, 21:20:

Danke, Albert. Liebe Grüße Helga

 

Julia geschrieben am 2. Juli 2009, 16:00:

hallo helga…
ich bins nochmal julia…
also bei uns im garten blüht zurzeit so toll der lavendel. ich habe schon einige getrocknet. aber hast du nicht noch eine idee was man aus den blüten machen kann? und wenn, könntest du mir einige tipps schicken? ich würd mich riesig freuen.

liebe grüße julia

 

Albert geschrieben am 2. Juli 2009, 18:52:

Hallo Julia

Kräuterkissen oder die Blüten in selbst gegossene Kerzen einarbeiten wäre eine Möglichkeit.

Unter http://www.Heilkräuter.de findet Du unnter „Lavendel weitere Tipps.

Würde mich freuen über einen kleinen Beitrag in meinem Forum.

LG. Albert

 

Helga geschrieben am 2. Juli 2009, 20:33:

Ich kann mich da dem Albert nur anschließen: Kräuterkissen mit getrockneten Lavendelblüten kann man gar nicht genug haben. Sie sorgen für angenehmen Duft in Schränken und Bettkasten, vertreiben Motten und anderes Getier und wirken auch noch beruhigend. Ich habe teilweise auch noch getrocknete Rosenblüten mit eingefüllt. Sie behalten wirklich sehr lange ihren Duft. Du kannst genau wie Rosenöl auch Lavendelöl selbst machen, indem du frische Blüten mit hochwertigem Öl ansetzt. Das ist besonders gut bei trockener Haut (direkt aufgetragen oder als Zusatz zum Badewasser).

 

Katrin geschrieben am 13. September 2009, 20:51:

Hallo,
ich finde ja die Methode des Einsalzens der Kräuter sehr interessant (habe nämlich momentan Liebstöckel im Überfluss auf meinem Balkon). Ich frage mich allerdings, wieso das Gemisch zusätzlich zum Salz, welches ja bereits konservierend wirkt, noch im Kühlschrank aufbewahrt werden sollte.

LG, Katrin

 

Helga geschrieben am 13. September 2009, 21:01:

Hallo Katrin, ich denke, dass Temperaturschwankungen, die es normalerweise im Zimmer gibt, sich nicht positiv auswirken. Außerdem stehen die Kräuter im Kühlschrank dunkel(zumindest die meiste Zeit). Liebe Grüße Helga

 

Unsere kleine Kaffeeplantage » Allgemeiner Überblick über den Zustand meiner Pflanzen geschrieben am 26. September 2009, 21:57:

[…] von mir abgeerntet und ich versuche sie in Salz zu konservieren (wie das geht findet sich bei Helgas Garten, einem netten Blog mit ein paar hilfreichen Tipps). Meine Paprika-Pflanzen stehen seit ein paar […]

 

Marcel geschrieben am 5. November 2009, 14:48:

Hallo, bei Dill wird allesdrings – so habe ich das erfahren und auch feststellen können – nicht empfohlen diesne einzufrieren. Dadurch verliert er enorm an Würzkraft und auhc an seinem markanten Aroma. Die bessere alternative ist, Dill einfahc direkt in der Küche, in einem kleinen Topf anzupflanzen. dann ist er auhc immer griffbereit und auch frisch.

 

charlie geschrieben am 11. Juni 2010, 22:24:

Endlich eine Seite, die genauer als die anderen ist.
Danke.

 

Helga geschrieben am 12. Juni 2010, 20:23:

Hallo Charlie, ich freue mich, wenn dir mein Blog gefällt. Liebe Grüße Helga

 

Jan geschrieben am 26. Juli 2010, 19:10:

Hallo Helga,

wie kann man eigentlich Löwenzahn aus dem Garten am besten über den Winter bringen. Funktioniert es, den Löwenzahn einfach wie Dill oder Spinat einzufrieren oder gibt es da eine andere, vielleicht bessere Methode der Konservierung.
Danke im voraus.

liebe Grüße
Jan

 

Helga geschrieben am 26. Juli 2010, 19:51:

Hallo Jan, ich nehme an, dass du die Löwenzahnblätter gern konservieren möchtest. Dazu ist mir keine Methode bekannt. Kopfsalat zum Beispiel kann man ja auch nicht konservieren. Bei manchen Pflanzen muss man einfach akzeptieren, dass sie nur eine bestimmte Zeit verfügbar sind. Dafür gibt es dann wieder andere Pflanzen, Kräuter und Gemüse. Wenn du allerdings Angst hat, dass die Pflanzen nicht den Winter überstehen, dann sind deine Sorgen unbegründet. Mit der dicken, kräftigen Wurzel übersteht Löwenzahn jeden Winter. Liebe Grüße Helga

 

Albert Fetz geschrieben am 26. Juli 2010, 19:54:

Hallo Helga

Juge frische Blätter einzufrieren ist die einzig brauchbare Möglichkeit. Löwenzahn überwintern wollen ist vergebliche Mühe. Lieber im Frühjahr wenn die ersten Triebspitzen sichtbar werden einige Pflanzen ausstechen und in den Garten verpflanzen

LG Albert

 

silvia geschrieben am 17. September 2010, 12:16:

liebe Helga, bin heute zufällig auf diese Seite gestoßen und finde sie sehr gut. Ich habe auch gleich eine Frage, kann man Gänseblümchen süß sauer einlegen, wie z.B. Kapern? oder verlieren Sie da die guten Inhaltsstoffe? – ich bin nämlich unser natürlicher „Rasenmäher“ und wollte mir für den Winter etwas vorbereiten.
Danke für eine Antwort.
LG Silvia

 

Helga geschrieben am 17. September 2010, 19:00:

Hallo Silvia, damit habe ich keine Erfahrungen. Versuch es einfach mal. So aufwändig ist es ja nicht und es kann auch nicht viel schiefgehen. Wenn es dir gelungen ist, kannst du gern hier darüber berichten. Liebe Grüße Helga

 

silvia geschrieben am 18. September 2010, 14:15:

Liebe Helga, danke für die Antwort. Ja ich werde es probieren und dann davon berichten. Im Frühjahr habe ich Wiesenschaumkrautessig probiert. Ist sehr gut gelungen, schmeckt auch sehr gut-etwas pfeffrig. Ich verarbeite eigentlich alles was bei mir auf der Wiese wächst. Dieses Jahr habe ich auch Salbeischnaps, Pfefferminze-Schnaps, Löwenzahnschnaps und Liebstöckelschnaps aufgesetzt. Das sind alles Heilschnäpse ohne Zucker. Wer daran interessiert ist, dem kann ich meine Erfahrungen berichten.
LG silvia

 

Austrocknen von feuchten Wenden geschrieben am 22. September 2010, 17:03:

Austrocknen von feuchten Wenden…

Hallo Ich finde einen Beitrag gut deshalb sende ich dir diesen Trackback :)…

 

Austrocknen von feuchten Wenden geschrieben am 22. September 2010, 17:03:

Austrocknen von feuchten Wenden…

Hallo Ich finde einen Beitrag gut deshalb sende ich dir diesen Trackback :)…

 

Heidrun geschrieben am 12. September 2011, 19:47:

hallo Julia – der Kommentar kommt spät aber – ich habe heuer das erste Mal Lavendelöl gemacht – muß nur noch warten ob es wird…..

Und – ich nehme den getrockneten Lavendel und lege ihn im Haus aus – gegen die Mücken.

Ich rieche Lavendel so gern -darum liegt er überall

liebe grüße

Heidrun

 

Karin geschrieben am 20. April 2012, 10:49:

Hallo Ihr alle miteinander,
ich bin heute durch Zufall auf diese Seite gestoßen und habe sehr viel Informatives erfahren. Ich lebe seit einigen Jahren in Spanien (Costa Blanca), wo zur Zeit alles herrlich grünt und blüht aber wenn die Hitze kommt auch alles schnell vertrocknet. Ich versuche ebenfalls alle Kräuter für mich und Freunde zu nutzen und suche immer neue Möglichkeiten.
Ich würde deshalb gern mehr von Silvia über ihre Heilschnäpse erfahren.
Ecu allen Danke für die tollen Tips.
Karin

 

Helga geschrieben am 20. April 2012, 20:30:

Hallo Karin, guck mal http://helgas-garten.de/tannenspitzenlikor: Hier findest du ein Rezept für einen Alkohol mit Heilwirkung.
Du könntest mit verschiedenen Heilpflanzen (Thymian, Melisse, Salbei, Oregano oder auch mit einem Gemisch verschiedener Kräuter) einen alkoholischen Auszug herstellen.
Du kannst aber auch einen Essig selber machen, der gut wirkt bei Erkältung.
Liebe Grüße Helga

 

Kirsten geschrieben am 27. Juni 2012, 19:23:

Hallöchen,

auch ich bin wegen der Verwendung von Kräutern auf dieser Seite gelandet und bin erstaunt über soviele gute Tipps.

Hast Du vielleicht auch einen Tipp, wie man die Stinkmorchel erfolgreich vertreiben kann? Die Hälfte meines liebevoll angelegten Beetes – 50 m² – ist schon befallen.

Vielen Dank im Voraus!!!!

 

Martina geschrieben am 18. September 2016, 10:13:

Liebe Karin
Ich bin an den Heilschnäpsen interessiert. Mache Nusslikör und Holunderblütenlikör auch selbst. Leg Martina

 

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