Orchideen in der Wohnung
Orchideen werden augenblicklich als Massenware verkauft. Auf vielen Fenstern sieht man inzwischen diese exotischen Pflanzen in verschiedenen Arten und Farben. Sie finden wegen der langen Haltbarkeit der Blüten immer mehr Freunde, sind relativ anspruchslos und überleben auch Trockenzeiten unbeschadet. Zum Gießen verwendet man am besten abgestandenes Regenwasser und speziellen Orchideendünger. Beim Düngen unbedingt auf die vorgeschriebene Dosierung achten, denn hier ist weniger auf jeden Fall besser als zuviel. Ich selbst habe vor fünf Jahren zu Weihnachten meine erste Orchidee geschenkt bekommen. Anfangs hatte ich Bedenken, dass sich diese exotische Schönheit bei mir in der Wohnung wohlfühlen würde. Sie blühte bis Ostern durch und bekam nach einer kurzen Pause zwei neue Blütentriebe. Darauf hin habe ich mir manchmal, wenn sie verbilligt angeboten wurden, eine neue Pflanze gekauft. Die meisten haben sich bei mir zuhause schnell wieder erholt und neue Blüten gebildet. Nur eine oder zwei waren bereits durch falsche Behandlung im Supermarkt so sehr geschädigt, dass sie nicht überlebten.
Das war die erste Phalaenopsis in meiner Wohnung. Danach folgten andere.
Den beiden letzten musste ich größere Übertöpfe geben, die ich dann mit Steinen gefüllt habe, weil die Pflanzen wegen der vielen Blüten umzukippen drohten. Nach den Erfolgen mit den Phalaenopsis habe ich mich dann auch an andere Arten getraut. So besitze ich heute noch eine Miltonia. Deren Blüten hielten allerdings nicht so lange.
Auch dieser Frauenschuh findet sich in meiner Sammlung.
Im vergangenen Sommer hatte ich dann ganz besonderes Glück: Ich war zufällig mal auf dem Wochenmarkt und entdeckte dort am Blumenstand Orchideen mit dem Preisschild von einem Euro je Pflanze. Ich wollte die Verkäuferin auf den Irrtum aufmerksam machen, da erklärte sie mir, dass sie zum Wochenende in Urlaub gingen und die Pflanzen unbedingt noch verkaufen wollten. Seitdem gehören mir nun auch noch zwei Cambrien.
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