Helgas Garten

Orchideen leicht zu pflegen

16. Januar 2010 | Autor: Helga | Kategorie: Zimmerpflanzen

Wer sich an Orchideen heranwagt, wird feststellen, dass diese exotischen Schönheiten in der Regel anspruchslos und pflegeleicht sind. Ein paar Hinweise sollte man jedoch beachten. Orchideen gedeihen nicht in normaler Blumenerde. Wenn man sie umtopfen will, muss man sich spezielles Orchideensubstrat kaufen. Außerdem reagieren die Pflanzen empfindlich auf Staunässe. Kurzzeitiges Austrocknen verkraften sie eher als nasse „Füße“. Am besten taucht man sie, wie in den meisten Pflanzanleitungen empfohlen, einmal wöchentlich in abgestandenes Wasser. Dabei lässt man sie im Wasser bis sich das Substrat vollgesogen hat. Anschließend muss das überflüssige Wasser gut ablaufen können. Sehr vorteilhaft ist es, wenn man Regenwasser hat. Dieses enhält im Gegensatz zum Leitungswasser keinen Kalk. Für ein regelmäßiges feuchtes Abwischen der Blätter bzw. Einsprühen sind die Pflanzen sehr dankbar.

Meine Orchideen habe ich bereits einige Jahre. Mehrere stehen jetzt in voller Blüte und setzen Farbtupfer in dieser lichtarmen Zeit.

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Cambria

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Dendrobium, darunter noch mal eine einzelne Blüte:

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Nun noch einige Phalaenopsis:

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14 Personen haben einen Kommentar hinterlassen

Sisah geschrieben am 16. Januar 2010, 18:00:

Superschön. Leider habe ich nie langanhaltende Freude mit Orchideen. Im Sommer ist es ja einfach mit Regenwasser zu gießen, aber was macht man im Winter? Im Berliner Raum haben wir ja dieses vermaledeite harte Leitungswasser, was die wenigsten Pflanzen richtig mögen.
LG
Sisah

 

Helga geschrieben am 16. Januar 2010, 20:17:

Hallo Sisah, ich habe eigentlich oft im Sommer nicht genug Regenwasser, weil es bei uns meist mehrere Wochen nicht regnet. Seit September etwa waren meine Fässer unter der Dachrinne gut gefüllt. Dieses Mal haben wir es sogar rechtzeitig vor dem Frost geschafft, sie zu leeren. Ich habe mir mehrere 20l-Eimer voll Regenwasser in den Keller gestellt und hoffe auf ein Frostende, wenn sie leer sind. Andererseits würde ich mir noch einen Eimer Schnee reinholen zum Auftauen. Bei mir auf dem Grundstück ist er ja unbelastet. Liebe Grüße Helga

 

Gosia geschrieben am 26. Januar 2010, 22:07:

Hi,
ich habe eine Cambria, zwei Phalaenopsis und eine Vanda.
Darf ich sie im Sommer im Garten aufhängen?

 

Helga geschrieben am 31. Januar 2010, 14:31:

Hallo Gosia, davon rate ich dir ab. Orchideen kommen besser mit Halbschatten zurecht als mit direkter Sonne. Außerdem mögen sie eine höhere Luftfeuchtigkeit. Deshalb soll man ja auch von Zeit zu Zeit mal zum Sprüher greifen. Lass sie in der Wohnung. Du tust ihnen mit dem Garten nichts Gutes. Liebe Grüße Helga

 

Biggi geschrieben am 1. Februar 2010, 17:58:

Ja, ich gebe Dir recht, Orchideen sind viel pflegeleichter als oft angenommen. Ich habe mich auch lange nicht herangetraut, und bin jetzt positiv überrascht worden.

Übrigens laut einem alten Gartenbuch kann man weiches Giesswasser dadurch herstellen, dass man einen Beutel mit Torf ins Leitungswasser hängt. Ich hab es nicht ausprobiert, will den den Tipp nur weitergeben.

 

Helga geschrieben am 1. Februar 2010, 21:32:

Hallo Biggi, das muss zu machen sein. Je mehr Kalk im Wasser ist, desto härter ist das Wasser. Chemisch betrachtet reagiert es also basisch. Torfböden sind saure Böden. Wenn man eine saure Lösung zu einer basischen gibt, findet eine Neutralisation statt. Dabei nimmt der Torf also den Kalk auf. Danke für den Hinweis, vielleicht nutzt ihn jemand. Liebe Grüße Helga

 

Gosia geschrieben am 1. Februar 2010, 21:49:

Hi,
die Methode mit dem Torf wird angewendet, wenn das Wasser im Teich zu hart ist. Man hängt einfach ein Sack voll Torf ins Wasser.

 

Ruth geschrieben am 6. Januar 2012, 12:53:

Hallo Helga, alle guten wünsche für das Neue Jahr!
Danke für Deine hilfreichen Beiträge!
Frage: Was mache ich mit den Luftwurzeln bei meinen
Orchideen?
Liebe Grüsse Ruth

 

Helga geschrieben am 6. Januar 2012, 16:54:

Liebe Ruth, mit den Luftwurzeln mach bitte gar nichts. Die Pflanzen nehmen mit ihnen Feuchtigkeit aus der Luft auf. Sie sind das von ihrer biologischen Entwicklung her gewohnt. In ihrer ursprünglichen Heimat wachsen viele von ihnen auf Urwaldbäumen. Wenn wir die Luftwurzeln abschneiden würden, könnten Krankheitserreger in die Pflanze eindringen und sie schädigen.
Liebe Grüße Helga

 

Bine geschrieben am 6. Januar 2012, 18:33:

Hallo Ruth,

ich habe seit einigen Jahren Orchideen, die üppige Luftwurzeln gebildet haben, sodass ein unschönes regelrechtes „Geschlängel“ die Pflanze verunstaltet hat.
Wenn man die Luftwurzeln kürzt, ggf. sogar einige an Stellen entfernt, an denen sie zu verdorren drohen, schadet es der Pflanze nicht. Ich habe es schon mehrfach gemacht und sie haben trotzdem hinterher reichlich Blüten angesetzt. Neu gekaufte Pflanzen haben ja auch wenige Wurzeln und diese sind meist alle im Topf. Demnach sind nicht die Masse der Luftwuzeln ausschlaggebend für ein gutes Gedeihen der Orchideen, sondern vielmehr ein richtiger Standort und ein maßvolles Gießen.

Viele Grüße
Bine

 

Ruth geschrieben am 7. Januar 2012, 13:53:

Hallo Bine,
Danke für Deine prompte Antwort auf meine Frage nach den
Luftwurzeln bei den Orchideen!
Viele Grüsse
Ruth

 

Bine geschrieben am 10. Januar 2012, 11:20:

Hallo Ruth,

Gärtner und Experten geben nur das weiter, was sie theoretisch über Gewächse gelesen, gelernt und dann angewendet haben. Als Hobbygärtner probiert man so manches selbst aus und stellt fest, dass man nicht alles akribisch einhalten muss, um Erfolge zu erzielen.
Wie sagt man so schön?
Probieren geht über studieren!

Viele Grüße
Bine

 

Klaus geschrieben am 10. Januar 2012, 15:59:

Hallo Bine !
Oder was der Vermarktung dient!
Schon oft wurden mir Pflanzen als winterhart verkauft und bei der Überprüfung waren diese z.B. nur bis 5 oder 10 Grad Minus, mit Winterschutz, geeignet. Wenn du einen Ginkgobaum kaufen willst dann ist er, je nach deinem Wunsch, männlich oder weiblich.

 

Helga Abendrot geschrieben am 12. Juni 2012, 22:13:

Holunderblätter-Umschläge gegen Gelenkschmerzen

Meine Oma schwörte auf Hilfe durch Holunderblätter, wenn z.B. das Kniegelenk muckte.
Wichtig ist, täglich frische Blätter verwenden!

Die Blätter werden nach dem Pflücken abgespült, abgetrocknet,
große Stiele entfernt,
dick ein Geschirrtuch damit belegt und um das entsprechende Gelenk (Arm/Bein) über Nacht befestigt.
Dauer: ca. 2-3 W. und dazu noch kostenfrei

Es grüßt Helga A.

 

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