Helgas Garten

Rumtopf selber ansetzen

2. Juni 2013 | Autor: Helga | Kategorie: Rezepte und Hausmittel

Mit den ersten reifen Erdbeeren beginnt auch die Saison für einen eigenen Rumtopf.

Benötigt werden:

unbeschädigter Steintopf  oder ein Porzellangefäß (zum Beispiel eine Suppenterrine)

voll ausgereifte, saubere und einwandfreie Früchte der Saison, Zucker, 54%-iger Rum

Die sauberen Früchte müssen voll ausgereift und tadellos sein. Am besten lässt man sie eine Weile mit Zucker bestreut stehen und gibt sie dann erst in den Rumtopf. Fängt man wie üblich mit den Erdbeeren an, kann man sie natürlich gleich im Rumtopf einzuckern. Man gibt als Faustregel  vom Gewicht her halb so viel Zucker zu, wie man Früchte hat, also beispielsweise 250 g Zucker auf 500 g Erdbeeren. Als Alkohol nimmt man am sichersten 54-%igen Rum. Bei geringerer Alkoholkonzentration kann der Ansatz zu gären anfangen.

Wichtig ist, dass der Alkohol etwa zwei Zentimeter über den Früchten steht. Um ein Aufsteigen der Früchte zu verhindern, kann man sie genau wie beim Gurkentopf mit einem  umgekehrten Porzellanteller bedecken. Man kann den Rumtopf nur mit Erdbeeren ansetzen oder im Laufe des Sommers immer wieder andere geeignete Früchte zugeben. Diese wären: Sauerkirschen ohne Stein, abgezogene Achtel von Aprikosen oder/und Pfirsichen, gehäutete und entsteinte Mirabellen und Reneclauden sowie Birnenstücke ohne Schale und Kerngehäuse. Man muss daran denken, die jeweiligen Früchte vorher zu zuckern und ständig so viel Rum nachzufüllen, dass alles bedeckt ist. Beim Nachfüllen und auch zwischendurch ruhig mal mit einem Edelstahllöffel umrühren (kein Holzlöffel wegen anhaftender Bakterien).

Nicht für den Rumtopf geeignet sind: Rhabarber (zu sauer), Himbeeren und Heidelbeeren (werden matschig), Äpfel und Brombeeren (werden im Alkohol hart).

Aufbewahren: Den Rumtopf stellt man an einen kühlen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung.

Haltbarkeit: Bei sachgemäßer Verarbeitung hält sich der Rumtopf mindestens ein Jahr, wird aber sicher schon vorher verbraucht worden sein. Allerdings sollte man schon bis zum ersten Advent warten mit dem „Anstich“, wenn man fortlaufend Früchte zugegeben hat, damit sich das volle Aroma entfalten kann.

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