Schnecken im Garten effektiv bekämpfen
Der Frühling kommt bestimmt und damit auch wieder die Schnecken. Wir haben hauptsächlich die verschiedensten Schnirkelschnecken im Garten sowie zunehmend ehemalige Aquariumbewohner, die einer meiner Söhne mal in den Teich gesetzt hatte. Der Teich existiert längst nicht mehr. Die Schnecken dagegen haben sich an das Landleben angepasst. Es scheint ihnen sogar so gut gelungen zu sein, dass sie sich stark vermehren. Nacktschnecken haben wir nur wenige. Obwohl wir seit Jahren Igel haben, nahmen die Schnecken immer mehr zu. Anfangs habe ich die Schnecken nur eingesammelt und über die Straße in den Wald getragen. Wahrscheinlich haben sie sich den Rückweg gemerkt, denn es wurden nicht weniger Tiere. Zu Gift greifen wir trotzdem nicht. Wir versuchen es weiter mit dem Absammeln.
Wann sammelt man Schnecken ab?
Am günstigsten sind die frühen Morgenstunden, wenn es noch nicht heiß ist. Dann sind die Tiere aktiv auf Futtersuche. Auch nach einem Regenschauer sind sie an den Pflanzen unterwegs.
Wo sollte man suchen?
Schnecken halten sich an feuchten Stellen auf dem Boden auf, an den Unterseiten der Blätter, aber auch in Sträuchern oder sogar auf Bäumen. In Bodennähe werden sie von Igeln oder Vögeln gefunden. In Bäumen oder Sträuchern muss man selbst zufassen.
Was macht man nun mit ihnen?
Ein schneller Tod ist das Zertreten, dabei werden aber auch die schönen Häuschen zerstört. Schade um die Mühe, die sich das Tier damit gegeben hat.

Ich habe deshalb im vergangenen Sommer auf die gesammelten Tiere kochendes Wasser gegossen. Dabei habe ich natürlich darauf geachtet, dass sie sich alle auf dem Boden des Eimers befunden haben und reichlich Wasser über ihnen war. So waren sie sofort tot. Nun hatte ich gedacht, dass man sie mit der Pinzette herausziehen könnte. Das erwies sich aber als zu aufwändig. Deshalb habe ich sie ausgekippt, zuerst neben dem Komposthaufen, aber der Gestank war zu groß, dann im nahen Wald unter einer kleinen Kiefer, wo auch keine Kinder beim Spielen hinkamen und der Natur ihren Lauf gelassen. Fliegen und Käfer haben dann auch die Arbeit übernommen. Nach etwa drei bis vier Wochen waren die Schnecken restlos aufgefressen. Ich konnte die leeren Häuschen wieder einsammeln. Sie hingen in einem Zwiebelsack luftig im Stall. Heute habe ich nun ein paar von ihnen “verarbeitet”. Mein Material: leere Schneckenhäuser, Heißklebepistole und Kunststoffringe.

Und hier das Ergebnis:

Ich überlege nun noch, ob sie als sommerliche Tischdekoration dienen sollen oder ob ich sie zur Abschreckung im Erdbeerbeet platzieren sollte.
9 Personen haben einen Kommentar hinterlassen
rrhase geschrieben am 2. Februar 2010, 21:42:
Und ich dachte bisher immer, nur die Nacktschnecken waeren die wirkliche Plage. Ich zumindest habe noch nie eine Gehaeuseschnecke an irgendeinem Gemuese fressen sehen.
Gruss rr
Helga geschrieben am 2. Februar 2010, 22:44:
Da irrst du dich, lieber Ralf. Salat, Erdbeeren, Erbsenhülsen und viele Blumen wie Lilien, Maiglöckchen, Stockrosen oder Dahlien gehören zu den Lieblingsspeisen der Schnirkelschnecken. Die Schnecken sind ja allesamt Pflanzenfresser. Und wenn man so viele Tiere hat wie wir, macht sich ihr Appetit schon bemerkbar an unseren Kulturpflanzen. Liebe Grüße Helga
Peter geschrieben am 4. Februar 2010, 20:14:
Wenn man sieht, wie kreativ du mit dem Problem umgehst ist es fast schade: Bei mir im 4. Stock gibt es auf der Fensterbank keine Schnecken!
Helga geschrieben am 4. Februar 2010, 21:45:
Freu dich, Peter. So musst du auch nicht deine Erdbeeren mit ihnen teilen. Liebe Grüße Helga
Monika geschrieben am 8. Februar 2010, 19:19:
Liebe Helga, bin begeistert von Deiner Dekoration. Im 7. Stock habe ich leider (!!!???) keine Schnecken. Habe deshalb; leider nicht selbst gesammelt; handelsübliche Muscheln “als Ersatz” erstanden,auf ein großes Küchenbrett geklebt. Eine Kordel war schnell gehäkelt, 2 Bohrungen zum Anhängen auch kein Problem. Nun erfreuen wir uns seit 2 Jahren an der erinnerungsträchtigen Ostsee-Küchen-Dekoration.
Lg Monika
Helga geschrieben am 8. Februar 2010, 22:31:
Liebe Monika, falls du dich mal wieder hier in der Nähe aufhalten solltest, kannst du dir bei mir zwei Schneckenringe abholen. Schnecken habe ich noch genug, muss mir nur neue Styroporringe besorgen. Liebe Grüße Helga
Flüge geschrieben am 12. Februar 2010, 12:20:
Mhm, das mag jetzt komisch klingen, aber was genau passiert mit den Schnecken? Oder sammelst du quasi nur die leeren Schneckenhäuser aus dem Garten? Tolle Idee übrigens!
teichrose geschrieben am 25. Februar 2010, 10:56:
Hallo Helga, sind ja wirklich originell, deine Schnecken-Kränzchen. Aber mir tut es doch um die schönen Häuserschnecken leid. Sind die echt so schlimm? Bei mir im Garten sind die Haus-Schnecken eher harmlos. Nur die riesige orange-braunen Nackt-Schleimer fressen alles ratzeputze kahl und vermehren sich zu hunderten. Ich habe gehört, die sind wohl auch nicht heimisch, sondern eingewandert. Meine Erdkröten fressen sie wohl darum auch nicht. LG von Teichrose
Helga geschrieben am 25. Februar 2010, 16:05:
Ja, liebe Teichrose, sie haben einen gewaltigen Appetit, wenn sie in Massen auftreten wie bei uns. Ich hatte ja geschrieben, dass es mir auch leid tut um die schönen Häuschen. Deshalb kam mir die Idee mit deren Verarbeitung. Wenn wir sie nicht absammeln würden, blieben uns weder Erdbeeren noch Bohnen, Erbsen oder viele Blumen. Es ist also Notwehr. Liebe Grüße Helga
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