Helgas Garten

Stiefmütterchen und Guano

23. Juni 2012 | Autor: Helga | Kategorie: Allgemein

Guano (Vogelkot) ist ein guter organischer Dünger für die Pflanzen. Davon sind offenbar auch meine frisch geschlüpften Rauchschwalbenkinder unter dem Vordach überzeugt.

Hinterteil über den Nestrand und volle Ladung auf die Stiefmütterchen. Nein, so funktioniert das natürlich nicht. Wie jeder Dünger muss auch Guano in gringer Menge in die Erde eingearbeitet werden. Zuviel organischer Dünger schadet den Pflanzen genauso wie zuviel mineralischer. Auch dürfen die Wurzeln nie direkt mit dem Dünger in Kontakt kommen. Und von oben genau auf die Pflanzen gezielt geht schon mal gar nicht.

Also Blumenkasten wegnehmen, Stiefmütterchen auf den Kompost kippen, Kasten mit den letzten Knollenbegonien neu bepflanzen und an anderer Stelle platzieren. Die Schwalben können ja nichts dafür, dass ihr Plan so nicht funktioniert.

Nun werden sicher einige fragen, warum wir die Schwalben dort überhaupt haben bauen lassen. Ganz einfach: Irgendwo müssen sie ja bleiben dürfen. Es ist nicht schön, aber in zehn Wochen nach der zweiten Brut fliegen sie sowieso schon wieder weg. Und schlimmer als die „Kunst“, die einige Menschen an den Häuserwänden anderer hinterlassen, ist das auch nicht.

2 Personen haben einen Kommentar hinterlassen

Permakultur-Blog geschrieben am 24. Juni 2012, 10:31:

Ich hoffe doch sehr, ihr habt sie auch dort bauen lassen, weil sie streng geschützt sind.

§ 42, Absatz 1, Punkt 1 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG):

„Es ist verboten, wild lebenden Tieren der besonders geschützten Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen, zu töten oder ihre Entwicklungsformen, Nist-, Brut-, Wohn- oder Zufluchtstätten der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören.“

Hierzu gibt es auch einschlägige Gerichtsurteile, die aussagen das Schwalben keine Störung darstellen.

Praktisch veranlagte Menschen schrauben ein gutes Stück unter der Niststelle ein waagerechtes Brett entsprechender Grösse an die Wand, das den „Guano“ dann sauber auffängt und sich problemlos reinigen lässt.

Ich würde mich freuen, wenn ich ein Schwalbennest hätte und finde das deutlisch wertvoller als ein paar olle Stiemütterchen.

 

Helga geschrieben am 24. Juni 2012, 12:51:

Wenn du von Zeit zu Zeit mal in meinen Blog schaust, wirst du immer wieder auf Beiträge über meine Schwalben stoßen. Und du wirst auch mitbekommen, dass ich diese Tiere sehr gern mag. Wir hatten vor siebzehn Jahren, als wir gerade in das neu gebaute Haus eingezogen waren, auf der Rückseite des Hauses wohl fünfzehn Mehlschwalbennester. Bei denen ging das Bauen wesentlich flotter voran als bei uns. Nachdem wir aber ein Kotbrett angebracht hatten, wurden von Jahr zu Jahr weniger Nester genutzt. Nun haben wir leider keine Mehlschwalben mehr. Die Rauchschwalben bekommen aber kein Kotbrett, weil ich Angst habe, sie dann auch zu vergrämen.
Liebe Grüße Helga

 

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