Helgas Garten

Tiere unterstützen

27. Mai 2018 | Autor: Helga | Kategorie: Allgemein

Wer öfter meine Beiträge liest, weiß, dass ich fast alle Tiere im Garten oder am Haus dulde oder sogar fördere. So dürfen die Rauchschwalben direkt neben der Haustür unter dem Vordach ihre Jungen ausbrüten. Das ist natürlich mit etwas Schmutz verbunden. Aber irgendwo müssen die Tiere schließlich leben dürfen. Und sie sind ja leider nur ein knappes halbes Jahr hier. Bei der augenblicklich herrschenden Hitze wird es unter dem Vordach wieder sehr warm. Die Sonne scheint den ganzen Vormittag direkt darauf. Also habe ich mal wieder einen alten Läufer direkt über dem Nest auf dem Vordach platziert. Das sieht nicht so toll aus, spendet nun aber Schatten.

Ein zweites Nest war am anderen Ende der Überdachung gebaut worden. Das hat allerdings vor ein paar Jahren eine Elster zersört. Ein weiteres Nest befindet sich im Stall. Das wird auch schon seit vielen Jahren genutzt. Dieses Mal kam aber dieses Rauchschwalbenpaar erst sehr spät hier an. Deshalb sind auch noch keine Jungen im Nest. Zum Ausruhen sitzen die Schwalben sehr gern auf den Henkeln der Körbe.

Gleich daneben baut unter dem Stalldach mal wieder eine Hornisse ihr Nest. Ich hatte bereits ausführlich über Hornissen und ihre Aktivitäten berichtet.

Und noch jemand hat sich dort hinten im Stall eine Kinderstube geschaffen. Ich hatte immer ein Paar alte Handschuhe im Fahrradkorb für den Fall, dass ich mal bei Kälte mit dem Rad unterwegs wäre. Sonst hätte ich sie wohl meist vergessen. Vor kurzem wollte ich diese Handschuhe ins Haus mitnehmen zum Waschen. Denn nun brauchte ich sie ja wirklich nicht mehr. Als ich sie anfasste, summte es darin. Also vorsichtig nachgeschaut und festgestellt, dass eine Hummel sich die Handschuhe als idealen Platz für ihren Nachwuchs ausgesucht hatte. Na bitte, von mir aus. Bis zum nächsten Spätherbst werden sie wohl wieder frei sein. Und wenn nicht, so habe ich noch Ersatz.

Außerdem hatte ich in diesem Jahr endlich die rettende Idee für Nachbars Bienen. Sie kommen in jedem Jahr, um aus meinem Regenwasserfass Wasser zu holen. Ich habe schon immer darauf geachtet, dass dieses Fass bis zum Überlauf gefüllt ist, damit die Bienen gefahrlos „tanken“ konnten. Trotzdem wurden bei böigem Wind immer wieder Tiere ins Wasser geweht. Wenn ich sie rechtzeitig entdeckt habe, habe ich sie wieder rausgefischt. Ich habe ja keine Probleme damit, die Tiere in die Hand zu nehmen. Aber oft waren sie schon ertrunken. Auch Zweige im Fass waren nicht so hilfreich wie erhofft. Wiederholt haben Krähen die Zweige aus dem Fass geworfen. Deshalb habe ich vor ein paar Tagen einen leeren Kartoffelsack genommen, am oberen und am unteren Rand Bindegarn von Strohballen durchgefädelt und am oberen Rand des Fasses zugebunden. Nun habe ich praktisch eine Matte auf dem Wasserfass. Die Bienen nehmen jetzt nicht nur aus dem Überlauf Wasser auf. Sie setzen sich direkt auf den Sack und können durch die Löcher Wasser aufnehmen ohne hineinzufallen. Da sowohl der Sack als auch das Bindegarn aus unverrottbarem Kunststoff bestehen, wird wohl diese Konstruktion den Sommer über halten.

2 Personen haben einen Kommentar hinterlassen

Biggi geschrieben am 29. Mai 2018, 13:55:

Kleiner Tipp für deinen Wassereimer: zerschneide ein paar Korken aus Weinflaschen usw.). Die Stücke schwimmen auf dem Wasser und bieten Bienen und anderen Insekten einen sicheren Landeplatz.
Das war der Tipp eines Imkers.

 

Helga geschrieben am 29. Mai 2018, 15:17:

Hallo Biggi,
danke für den Tipp. Ich habe mit den Zweigen und den Krähen schlechte Erfahrungen gesammmelt. Deshalb denke ich, dass sie die Korkstückchen auch wieder rauswerfen würden. Im Augenblick meiden die Krähen sogar das Fass. Der Kartoffelsack scheint ihnen unheimlich zu sein. So können die Bienen ungestört Wasser holen. Ich fülle mehrmals am Tag ein paar Liter nach. Es ist heiß und wir hatten seit Wochen keinen Regen.
Liebe Grüße
Helga

 

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