Helgas Garten

Vorräte anlegen

20. September 2018 | Autor: Helga | Kategorie: Allgemein

Es ist schon verrückt: Im vergangenen Jahr gab es bei uns so gut wie kein Obst, weil wir Anfang Mai mehrere Nachtfröste hatten und damit die meisten Blüten oder Fruchtansätze erfroren waren. Ich hatte immer wieder Ausschau gehalten, ob ich nicht wenigstens ein paar Früchte ergattern könnte. In diesem Jahr gibt es trotz der Dürre massenhaft Obst. Die Früchte sind meist kleiner, aber viel süßer als gewöhnlich. Und es bückt sich kein Mensch nach den Äpfeln oder Birnen am Straßenrand. Gut, sie sind durch den Absturz meist ein bisschen beschädigt oder haben ein paar Fraßgänge von Maden. Aber das kann man ja wegschneiden und es beweist, dass hier kein Gift gespritzt worden ist. Waren im letzten Jahr bei mir sämtliche Vorräte an Saft verbraucht, so habe ich das schon lange wieder aufgefüllt. Es fing an mit Johannis- und Jochelbeeren, ging weiter mit Massen an Mirabellen. Oft habe ich noch ein paar Brombeeren zugegeben beim Entsaften, weil ich auch schon viele Gläser Konfitüre gekocht hatte. Leider ist die Himbeerernte total ausgefallen. Die Himbeeren, die sich inzwischen im Wald vor unserer Haustür so schön vermehrt haben, hatten super geblüht. Allerdings hat die Trockenheit dann den Fruchtansatz verhindert.

In den letzten Wochen habe ich fast jeden Tag ein oder zwei Dampfentsafter mit Äpfeln aufgestellt. Neben ein paar Flaschen Saft ergibt das jedes Mal einige Gläser Apfelmus. Die Birnen habe ich nach dem Ausschneiden mit wenig Wasser aufgekocht und in Twist-off-Gläser gefüllt. Da haben wir Kompott für das ganze Jahr. Äpfel und Birnen habe ich wegen des hohen Fruchtzuckergehalts ganz ohne zusätzlichen Zucker eingekocht. Und unser Pfirsichbaum hat uns wohl ungefähr zehn Eimer kleiner grüner Pfirsiche geschenkt. Diese habe ich halbiert, die Pelle abgezogen und ebenfalls in Schraubgläsern eingekocht und zum Teil auch zu Konfitüre und Saft verarbeitet. Leider ist uns noch der halbe Baum abgebrochen unter der Last der Früchte. Wir hätten einen Teil doch schon vorher abpflücken müssen. Letztes Wochenende konnten wir Holunderbeeren ernten. Daraus sind Saft und Gelee entstanden. Nach einiger Suche sind wir auch bei Pflaumen fündig geworden. Pflaumenmus ist bei unseren Kindern besonders beliebt.

Inzwischen werden auch bei mir die leeren Gläser und Flaschen knapp. Ich bewahre ja grundsätzlich alle brauchbaren Gefäße auf. Da Bekannte aber immer schön aufgeräumte Keller haben, hatte ich schon zu Beginn der Einkochzeit Nachfragen, ob ich nicht ein paar Gläser oder Flaschen übrig hätte. Nun kann ich damit nicht mehr dienen.

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