Helgas Garten

Wetterkapriolen schaden den Brutvögeln

2. August 2017 | Autor: Helga | Kategorie: Allgemein

Anfang August schlüpft normalerweise die zweite Schwalbenbrut. In fünf Wochen sind dann die Jungen kräftig genug, dass sie sich mit auf den Flug gen Süden begeben können. In diesem jahr ist es aber mal wieder sehr schwierig für die Altvögel. Wenn es einen ganzen Tag ununterbrochen regnet, können sie kaum Insekten jagen. Die frisch geschlüpften Jungen brauchen aber ständig Nahrung. So passiert es an Regentagen immer wieder, dass die Kleinen verhungern. Wenn dann wieder von einem Tag auf den nächsten die Temperaturen über dreißig Grad steigen, ist das ebenso fatal. Bei mir befindet sich ein Nest unter einem Vordach aus Kunststoff. Wenn den halben Tag lang die Sonne darauf scheint, erhitzt sich das stark. Deshalb habe ich direkt über dem Nest eine Matratze auf das Vordach gelegt und gieße notfalls auch noch Wasser darauf. So scheint es zu klappen. Im Stall ist das Nest unter einem Holzdach mit Teerpappe. Da kann ich leider gar nichts machen. So lagen heute nacheinander drei Jungtiere tot auf dem Fußboden. Hoffentlich hat wenigstens noch ein Küken überlebt. Es waren schließlich vier Eier im Nest. Besser geht es den Mehlschwalben. Sie haben ihr Nest unter dem Hausdach gebaut. Dort wird es nicht so extrem heiß.

Das ist eine frisch geschlüpfte Rauchschwalbe, leider tot.

4 Personen haben einen Kommentar hinterlassen

Klaus geschrieben am 5. August 2017, 17:50:

Die Amseln und anderen Drosseln haben keinen Schaden genommen. Zwei Bruten ohne Verluste machen sich im Garten bemerkbar. In keinem Jahr waren die Verluste an Beeren so hoch wie in diesem und das nicht nur bei mir. Selbst die Japanischen Himbeeren hatten kaum eine Chance so richtig reif zu werden. Inzwischen habe ich über die Blaubeeren und Japanischen Himbeeren Schutznetze gespannt,da silberne Folie keinerlei Erfolg gezeigt hat.
Als Futter für diese Vielfrasse habe ich ja noch den großen Baum voller Edelebereschen. Für mich bleiben ja noch, s.G.w., die Nashi und die Kiwi-Berrys. An die Tomaten und Paprika gehen sie auch noch nicht.
LG Klaus

 

Helga geschrieben am 6. August 2017, 07:12:

Hallo Klaus,
über die Beerensträucher spannt man am besten Netze, denn den Vögeln schmecken unsere Beeren ebenfalls. Ich habe mich in diesem Jahr gewundert, dass meine Rote Bete einfach nicht aufgehen wollte. Schließlich stellte ich fest, dass sie doch aufgegangen war, aber Spatzen und Amseln sofort die zarten Blättchen abzupften. Inzwischen sind die Pflanzen nun doch noch gewachsen und die Vögel haben ihr Interesse daran verloren.
Hier haben die Brutvögel oft auch unter Krähen und Elstern zu leiden. Neulich haben die Krähen zu zweit mal wieder eine fast flügge Ringeltaube aus dem Nest geholt. Ein paar Tage konnte ich sie bei ihren Attacken noch verjagen, aber schließlich haben sie es doch geschafft. Die Federn rieselten tagelang vom Ahornbaum.
Liebe Grüße Helga

 

Klaus geschrieben am 6. August 2017, 16:56:

Das eigentliche Problem liegt darin dass zu viel Nachwuchs durchgekommen ist. Mit den Netzen habe ich es auch versucht aber die hochintelligenten Drosseln kriechen unten durch, fressen sich voll, wettern gegen mich und sind verschwunden.
Über die Blaubeeren habe ich jetzt Folienschläuche, die für die Tomaten genutzt werden, gespannt,oben und unten zugebunden. Bisher hat es gut funktioniert und ich kann auch wieder vollreife Japanische Himbeeren ernten.
Außerdem werden in meiner Nachbarschaft fast keine Beeren mehr angebaut. Es ist doch einfacher so lange zu jammern bis ich einen Teil meiner Ernte abgebe. Manchmal wird sogar Danke gesagt.
Ich habe nicht nur die Vögel mit meinem Garten verwöhnt!
LG Klaus

 

Klaus geschrieben am 14. August 2017, 06:55:

Ich will ja nicht die Vögel aus meinem Garten verjagen aber ich möchte auch etwas für mich ernten. Kaum bin ich in meinem Garten dann kommt ein Rotkehlchen und wartet darauf dass ich irgendwo die Erde umbreche. Ich muss sogar aufpassen dass ich es nicht zertrete. Problematisch ist der Einsatz von Netzen über den Japanischen Weinbeeren durch die Stacheln. Sie halten dann nicht lange.
Die vom Handel angebotenen technischen Hilfsmittel sind meist ohne Bewertungen. Vielleicht kann mir jemand von euch bei der Auswahl mit seinen Erfahrungen helfen. Im voraus herzlichen Dank.
LG Klaus

 

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