Helgas Garten

Aller guten Dinge sind drei

27. August 2017 | Autor: Helga | Kategorie: Allgemein

Nun habe ich seit vorgestern ein drittes Katzentier – Carlos. Carlos ist erst ein Jahr alt. Ein junger Mann hatte ihn damals in/vor einer Mülltonne als kleines hilfloses Wesen gefunden. Er gab ihn in einem Tierheim ab und erklärte sich bereit, das Tierchen an sich zu nehmen, sobald es allein fressen könnte. Also zog meine Schwester es mit einer Flasche auf. Das macht sie jährlich mit mehreren Findelkindern. Nach fast einem Jahr bei seinem Besitzer stand dieser nun vor dem Problem, dass er Carlos aus Zeitmangel und wegen familiärer Veränderungen nicht mehr behalten konnte. Meine Schwester nahm ihn erst mal zurück, bis eine andere Unterbringungsmöglichkeit gefunden wäre. Vorgestern waren wir bei meiner Schwester zu Besuch. Mir gefiel der schmucke Carlos vom ersten Augenblick, sodass ich ihn gern mitnehmen wollte.

Das fand Carlos nun überhaupt nicht toll. Er muss mitbekommen haben, dass von ihm die Rede war. Deshalb verzog er sich zum Mittagsschlaf erst mal auf das Luzernefeld. Das hatte die Mausi im vergangenen Jahr übrigens auch so gemacht, als wir Muttis Haus geräumt haben. Nachdem wir Carlos gefunden hatten, wehrte er sich „mit Händen und Füßen“ gegen die Transportbox. Und auch auf der fast 200 km langen Fahrt protestierte er lautstark und rüttelte immer mal wieder am Gitter der Box. Nach der ersten Nacht bei uns kam er gestern früh gleich mit nach draußen. Eigentlich lasse ich ein neues Tier lieber erst zwei oder drei Nächte im Haus, damit es sich langsam eingewöhnen kann. Aber Carlos drägte sich gleichzeitig mit mir durch die Tür. Eine fremde Katze erkundet  dann normalerweise erst mal ganz langsam und vorsichtig ihr neues Revier. Aber Carlos macht eben nichts, was andere normalerweise tun. (Oder hatte er sich in der Nacht schon durch die verschlossene Tür mit Nilo und Mausi unterhalten?) Jedenfalls ging Carlos schnurstracks zur Straße und marschierte auf dem Gehweg davon. Da konnte ich rufen wie ich wollte, es interessierte ihn nicht. Als ich hinterhergehen wollte, lief er nur noch schneller. Na gut, das war es dann wohl. Das war ja nun schiefgelaufen. Ich rief ihn zwischendurch immer noch mal. Es passierte nichts. Nach etwa einer Stunde stand plötzlich Carlos wieder auf dem Hof, als wäre er nie weg gewesen. Und heute liegt er nun ganz entspannt im Heu unter der Treppe und hat sich wohl mit seinem Schicksal abgefunden.

Carlos im Heu

Nilo

Mausi

Erstes gemeinsames Abendessen

1 Person hat einen Kommentar hinterlassen

Ngrid geschrieben am 27. August 2017, 21:05:

Hallo Helga,
Sowas kenne ich,für unsere Ninja wollten wir eine zweite Katze holen und kamen mit zwei nach hause.Leider sind Ninja und Maja verstorben.Jetzt haben wir noch unseren Hobbes,ein roter Kater.

Lb.Grüsse
Ingrid

 

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