Helgas Garten

Beerensträucher vermehren oder verjüngen

26. März 2011 | Autor: Helga | Kategorie: Gewusst wie

Beerensträucher lassen sich problemlos durch Absenker verjüngen oder vermehren. Wir hatten in unserem vorigen Garten eine weiße Johannisbeere. Als wir dann mit dem Hausbau fertig waren, habe ich diese Johannisbeere ausgebuddelt und im neuen Garten wieder eingepflanzt. Leider habe ich die Pflanzabstände zur Hecke und zum Weihnachtsbaum nicht berücksichtigt. Wenn man einen Garten neu anlegt, hat man immer sooo viel Platz. Jedenfalls stand die arme Johannisbeere genau zwischen Hecke und Fichte und wurde von Jahr zu Jahr mehr eingeengt. Da sie inzwischen etliche Jahre alt war, habe ich sie einfach aufgegeben. Ich glaubte, ein nochmaliges Verpflanzen würde sie sowieso nicht überstehen. Als wir dann vor fast zwei Jahren die Fichte gefällt hatten, trieb im vergangenen Sommer der klägliche Rest der Johannisbeere neu aus. Diese Chance musste ich einfach nutzen!

Gleich zu Beginn der Vegetationsperiode bog ich den sehr elastischen Zweig zum Boden und beschwerte ihn mit einem Stein. In dieser Stellung blieb die Pflanze ein ganzes Jahr.

Nun habe ich den Stein weggenommen und festgestellt, dass mehrere Zweige Wurzeln ausgebildet haben.

Ich habe sie ausgegraben und einzeln wieder eingepflanzt. Und weil sich die ursprüngliche Pflanze trotz aller Bedrängnis so stark behauptet hat, durfte sie an ihrem alten Platz stehen bleiben. Sie bekommt noch eine Pfahl als Stütze und dann werden wir mal sehen, ob sie uns noch ein paar Jährchen mit Johannisbeeren beliefert.

Wenn schwarze Johannisbeeren zu lange Zweige haben, biegen sich diese bei reichlichem Fruchtansatz schon von selbst auf den Boden und bewurzeln dann sehr leicht.

7 Personen haben einen Kommentar hinterlassen

Helga Abendrot geschrieben am 3. Juni 2016, 23:05:

Liebe Forumsmitglieder!

Ich vermehrte bisher erfolgreich meine Johannis-/Stachelbeeren durch Herbststecklinge. Immer, wenn ich regelmäßig von meinen Sträuchern das alte Holz von unten her abschnitt,
verwendete ich noch den oberen und helleren Jungholzaustrieb für neue Stecklinge, die ich etwa 10 cm tief in vorgebohrte Löcher leicht schräg nach außen geneigt, einsetzte. Das tägliche Gießen ist dann notwendig.
Meistens gehen an, was im Frühjahr ersichtlich wird.
Die alten Sträucher bedanken sich für den Schnitt mit neuen Trieben von unten heraus, welche im 2. Jahr für höheren Strauchertrag sorgen.
Jährlich etwas Hasenmist, ergibt dickere Früchte.

Gutes Gelingen!
Eure Helga A.

 

Klaus geschrieben am 4. Juni 2016, 07:16:

Ich werde deine Erfahrungen bei der Nachzucht von Kiwi und Maibeeren nutzen. Bisher habe ich es fast immer mit Steckhölzern versucht und hatte auch manchmal Erfolg. Man lernt eben niemals aus!
LG

 

Klaus geschrieben am 21. Oktober 2017, 17:09:

Jetzt habe ich noch eine effektive Methode der Vermehrung durch Steckhölzer im Net gefunden. Ein kleines Loch in eine Kartoffel bohren und das Steckholz hineinstecken, so dass es nicht wackelt, das Ganze in einen Blumentopf und mit Erde auffüllen. Feucht halten und bei mir sind nach ca. 3 Wochen die ersten Wurzeln zu sehen. Mal sehen wie es weitergeht, denn ich brauche noch Nachkommen der, in Russland geklauten, Amurstachelbeeren (Kiwi-Berry).
LG Klaus

 

Helga geschrieben am 22. Oktober 2017, 16:32:

Hallo Klaus,
das hört sich ja richtig interessant an. Einen Versuch ist das auf jeden Fall wert.
Liebe Grüße
Helga

 

Klaus geschrieben am 23. Oktober 2017, 07:39:

Diese Experimente machen die Gartenarbeit erst so richtig interessant und spannend. Wurzeln sind bereits bei einigen Ansätzen zu sehen. Ob diese nun von den Kartoffeln oder von den Steckhölzern sind ist noch nicht zu erkennen. Der Kauf von Wurzeltreibmitteln geht mit der Zeit ganz schön ins Geld. Und jedes ist das Aller, Allerbeste.
LG Klaus

 

Bine geschrieben am 23. Oktober 2017, 13:16:

Hallo Klaus,

das mit der Kartoffel probiere ich gerade mit Rosenstecklingen aus. Bisher treibt aber nur die Kartoffel gewaltig in die Höhe und ich musste sie schon mehrfach ausbrechen. Dann habe ich ein Steckling in normaler Anzuchterde und dieser hat schon ein paar neue Blätter bekommen.
Demnach überzeugt mich der Trick mit der Kartoffel nicht.

Viele Grüße Bine

 

Klaus geschrieben am 23. Oktober 2017, 14:43:

Hallo Bine!
Allzuviel Hoffnung habe ich auch nicht aber bei diesem Wetter sucht man sich eben noch etwas andere Beschäftigungen. Für die Nachzucht habe ich mir Kokosanzuchterde schicken lassen. Diese macht einen guten Eindruck. Bis zum Frühjahr ist ja noch einige Zeit um Einiges zu testen. Da mein Hund Bella zur Zeit unter starkem Husten leidet komme ich nicht so oft in den Garten und mache „Hausarbeit“.
LG Klaus

 

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