Helgas Garten

Echsen und Schlangen

1. Mai 2011 | Autor: Helga | Kategorie: Allgemein

Wer einen Teich im Garten hat, wird vielleicht außer Fröschen und Kröten auch noch andere Tiere beobachten können. Besonders die Ringelnattern lieben das Wasser. Als wir einen Teich hatten, hielt sich auch eine Ringelnatter in unserem Garten auf. Wir haben sie öfter am Teich beobachten können. Zweimal fand ich eine Schlangenhaut, ein so genanntes Natternhemd, auf dem Komposthaufen. Wenn die Schlange wächst, muss sie sich von der zu klein gewordenen Haut trennen. Das ist so, als wenn einem plötzlich ein Kleidungsstück nicht mehr passt. Die Schlange kriecht dann zum Beispiel durch den Komposthaufen um an Zweigen und anderem groben Material die aufgeplatzte Haut abzustreifen.

Die Ringelnatter erkennt man ganz einfach an ihrem einheitlich grau gefärbten Körper und den hellen halbmondförmigen Flecken zu beiden Seiten des Kopfes.

Heute habe ich zum ersten Mal eine Kreuzotter in der freien Natur gesehen. Auch sie ist ganz einfach zu identifizieren. Sie hat ein Zick-Zack-Muster auf dem gesamten Körper und ein Kreuz auf dem Kopf. Diesem hat sie ihren Namen zu verdanken. Die Kreuzotter ist die einzige bei uns heimische Giftschlange. Wenn man sie in Ruhe lässt, passiert natürlich nichts. Vermutlich würde sie beißen, wenn sie sich bedroht fühlt oder wenn man versehentlich drauftritt.

Ein ähnlich aussehendes Tier, das aber nicht mal eine Schlange ist, ist die Blindschleiche. Sie ist biologisch mit den Eidechsen verwandt.

Blindschleichen haben eine glatte braune Haut. Sie liegen genau wie die Schlangen sehr gern in der Sonne und wärmen sich dabei richtig auf, da sie alle wechselwarme Tiere sind. Bei Gefahr kann die Blindschleiche ihren Schwanz abwerfen und sich damit meist retten. Der verloren gegangene Schwanz wächst wieder nach.

Zum Schluss noch ein Foto mit zwei Zauneidechsen.

Alle Tiere habe ich selbst fotografiert.

20 Personen haben einen Kommentar hinterlassen

Ute geschrieben am 1. Mai 2011, 21:22:

Schlangen jagen mir leider immer einen Schauer über den Rücken und alle Fluchtinstinkte sind sofort mobilisiert. Ich bewundere jeden, der dann die Ruhe hat, so perfekte Fotos zu schießen. Gratuliere!

 

Kathrin geschrieben am 1. Mai 2011, 21:48:

Liebe Helga! Die Fotos sehen klasse aus. Blindschleichen haben wir auch immer wieder im Garten und manchmal sogar Schlangen, diese Sonnen sich gerne in der Nähe des Komposthaufens. Eigentlich bin ich sehr froh, dass es in Mitteleuropa nicht wirklich giftige, heimische Schlangen gibt.

lg kathrin

 

Klaus geschrieben am 2. Mai 2011, 06:18:

Auch ich habe in meinem Garten mindestens eine Ringelnatter, die jedes Jahr Junge bringt. Die meiste Zeit hält sie sich im Teich auf und liebt als Speise meine Goldfische. Aber auch Kröten und Wühlmäuse werden von ihr vertilgt. Sie hat von uns den Namen „Paula“ erhalten und bestimmt teilweise den Ablauf der Pflegearbeiten.
Vor dem Schneiden der Ligusterhecke wird erst mal Radau gemacht, da sich die Große mit 80cm Länge und auch ihr Nachwuchs gern auf der Hecke sonnen. Den Komposthaufen setze ich erst im Herbst um, da sie dort ihre Jungen zur Welt bringt und überwintern tut sie in einem großen Steinhaufen in Nachbars Garten. Wenn sie jetzt noch die braunen Nacktschnecken fressen würde, dann würde ich sie knuddeln. Wenn sie sich im Teich aufhält, dann sieht man nur ihr niedliches Frätzel. Kreuzottern gibt es bei uns auch,aber nur in bestimmten Gebieten mit steinigem Untergrund. Sie sind sehr scheu und flüchten bei der Annäherung von Menschen. Ich kann mich nicht erinnern von einem Kreuzotterbiss gehört zu haben. Schilder wie „Vorsicht Kreuzottern“ dienen meist nur dazu ein bestimmtes Gebiet vor unliebsamen Besuchern zu schützen.

 

Helga geschrieben am 2. Mai 2011, 06:49:

Hallo ihr Lieben, ich freue mich, dass euch meine Fotos gefallen.
Die Schlangen und die Blindschleiche habe ich auf Radwegen fotografiert. Die dunkle Asphaltdecke wärmt sich natürlich besonders schnell auf und lockt deshalb die Reptilien an. Dadurch sind diese aber auch stark gefährdet, da sie leicht übersehen werden. Ich habe schon öfter totgefahrene Tiere auf Radwegen gesehen.
Bei der Kreuzotter gestern beruhte wohl die Faszination auf Gegenseitigkeit: Ich habe mich gefreut, dass ich endlich mal eine vor der Kamera hatte und sie guckte eine längere Zeit auf das Geschehen, ehe sie kehrt machte und im Gras verschwand.
Liebe Grüße Helga

 

Klaus geschrieben am 2. Mai 2011, 08:19:

Hallo Helga !
Ganz schön mutig von dir ! Ich bin ehrlich und muss gestehen ich wäre ausgerissen. Oder zumindest auf Distanz gegangen.

 

Klaus geschrieben am 2. Mai 2011, 16:00:

Sollten sich auch Thüringer auf diesem Blog tummeln, dann möchte ich auf zwei Termine aufmerksam machen, die sich lohnen. Am 07.05. findet in Remschütz (Ortsteil von Saalfeld) eine Pflanzenbörse statt. Ich bin dort mit u.a. Tabakpflanzen (Tabak arabica) und Afrikanischen Riesenkalebassen vertreten. Selbst wenn man nur Besucher ist, hat die Börse ein besonderes Flair und es lohnt sich der Besuch für jeden Pflanzenliebhaber.
Der zweite Termin ist am 22.05.2011 der „Tag des Offenen Gartens“ in Remschütz. Der Kleingartenverein hat sich wieder etwas Besonderes einfallen lassen.
Vielleicht sehen wir uns. Ich würde mich freuen.

 

Klaus geschrieben am 14. Mai 2011, 13:50:

Gestern habe ich in meinem Garten die Ligusterhecke geschnitten und vorher habe ich mit einem Stock auf die Hecke eingeprügelt. Mein Nachbar hat sicher gedacht ich bin durchgeknallt. Dabei wollte ich nur die Ringelnattern verscheuchen, die sehr gern obenauf liegen und Sonne tanken.
Im vergangenen Jahr habe ich eine Junge aus Versehen zerschnitten. Das hat mir sehr leid getan. So langsam geht es auf den „Tag des Offenen Gartens“ zu, der am 29.05.11 bei uns stattfindet. Dies ist dann der Höhepunkt des Gartenjahres und ich erwarte wieder sehr viele Besucher.
Das Foto von „Paula“ zeige ich nicht wieder, denn viele Menschen haben Angst vor Schlangen jeglicher Art. Heute haben wir erstmal 15 RM Holz aus dem Wald geholt. Mit zunehmendem Alter merkt man jeden Tag. Jetzt geht es in den Garten zum Pikieren von Japanischen Weinbeeren.
LG aus Thüringen.

 

Helga geschrieben am 14. Mai 2011, 18:30:

Hallo Klaus, da weißt du heute Abend sicher, was du getan hast. Ich habe heute auch die letzten Samen und Pflanzen an Ort und Stelle gebracht. Mein Mann hat in zwei Räumen Tapeten abgerissen, denn Montag soll noch mal der Maler kommen. Dann ist das Renovieren aber auch für die nächsten Jahre erledigt.
Wir haben es schon ein paar Mal verschoben, aber es musste sein. Man wird ja nicht jünger.
Allen ein schönes Wochenende und liebe Grüße Helga

 

Klaus geschrieben am 15. Mai 2011, 06:27:

Hallo Helga !
Ich habe GsD den Maler und Tapezierer, in Form eines Schwiegersohnes, im Haus. Mit den Pflanzen an Ort und Stelle werde ich nie fertig. Immer wieder fällt mir was Neues ein. Um die Behausung für die Ringelnattern brauche ich mich nicht zu kümmern,das macht mein Nachbar. Vermutlich will er mal Steinreich werden, denn er hat mehrere Steinhaufen im Garten liegen. Das passiert dann wenn man einen Archäologen als Nachbarn hat. Aber auch sein Garten hat einen gewissen Reiz. Er ist einfach anders als der Meinige. Und jeder sollte seinen Garten so gestalten, dass er einem selbst gefällt und man sich darin wohlfühlt. In seiner Laube hat er auch die Behausung für einen Steinmarder. Und das ist gut so, denn der Marder räubert nicht in der Nähe seines Baues.

 

Klaus geschrieben am 22. Juni 2011, 13:58:

Die Wanderung der jungen Kröten hat begonnen. Als ich heute aus dem Garten nach Hause ging, waren sehr viele kleine Kröten auf der Straße. Schade darum ! Nachher werde ich einige einsammeln und in meinen Garten bringen. Nachdem der Laichteich der Kröten abgelassen wurde, hatte ich schon jede Hoffnung auf Nachwuchs verloren. Irgendwie verhilft sich die Natur immer wieder zu seinem Recht und kämpft erfolgreich ums Überleben.

 

Klaus geschrieben am 27. Juni 2011, 13:00:

Heute musste ich mir selbst eine eingeschränkte Gartennutzung verordnen. Hunderte von winzigen Kröten haben meinen Garten gefunden und ich habe Angst sie zu zertreten. Einmal sind sie einer der effektivsten und kostengünstigsten Ungeziefervernichter und zum anderen sind sie für meine Ringelnatter und ihren Nachwuchs gefragtes Futter. Die Natur hat wieder einmal gesiegt !!!
Der Rasenmäher hat jetzt erst einmal eine längere Pause.

 

Helga geschrieben am 27. Juni 2011, 14:57:

Oh, wie schön! Ich möchte auch ein paar davon haben. Vielleicht nehmen dann mal die Ameisennester ab.
Liebe Grüße Helga

 

Klaus geschrieben am 27. Juni 2011, 17:18:

Hallo Helga !
Ich wußte garnicht was die Kröten fressen. Vielleicht räumen sie dann bei mir im Garten mit Ameisen und wenns gut geht auch mit den braunen Schnecken auf.

 

Klaus geschrieben am 23. Juli 2011, 10:35:

Vielerlei Getier tummelt sich im Garten. Ich würde sagen mein Garten ist naturnah. Zum Marder, den Ringelnattern, Kröten usw. haben sich jetzt auch noch zwei putzige Tierchen gesellt. Ich habe sie heute zum ersten Mal gesehen und da das nur ein Augenblick war kann ich nicht sagen ob es zwei Hermeline oder Mauswiesel waren. Ich tippe auf letzteres. Mit Fotos war garnix. Beide sind mir gleichermaßen recht, da sie Wühl- oder Schermäuse vertilgen.
Sie haben so ein niedliches Frätzel.

 

Helga geschrieben am 26. Juli 2011, 12:16:

Hallo Klaus, Hermeline sind ja auch nur die weiße Form des Wiesels. Jetzt im Sommer wirst du wahrscheinlich Wiesel gesehen haben. Meine Katze Gerda hat mir vor ein paar Tagen von einem ihrer nächtlichen Streifzüge eine dicke Wühlmaus mitgebracht und vor die Haustür gelegt. Mein Mann wäre fast draufgetreten, als er früh die Zeitung reinholen wollte.
Liebe Grüße Helga

 

Klaus geschrieben am 26. Juli 2011, 13:16:

Nach der Größe zu urteilen waren es Mauswiesel. Zum Glück bringen mir diese ihre gefangenen Wühlmäuse nicht als Trophäen angeschleppt. Ob nun Ringelnatter oder Wiesel die Wühlmäuse fangen, ist mir gleich. Die Hauptsache sie werden gefangen und nach Möglichkeit ausser Sichtweite verspeist. Auf jeden Fall klappt es in meinem Garten. Wenn die Mäuse alle sind, dann verschwinden auch die Wiesel wieder. Und sie sind doch so niedlich! Eigentlich schade.

 

Klaus geschrieben am 14. Mai 2015, 17:16:

Und ich wollte die Hecke schneiden!
Nur gut dass ich in das Ausgleichbecken schaute und eine meiner Ringelnattern entdeckte. Ist es nun eine Mutter oder ein großes Kind das sich im Wasser aufhielt. Ca. 70-80 cm groß ist schon eine Größe die Wühlmäuse vertilgen kann. Sie war sicher auf Futtersuche und die Ringelnattern liegen auch gern auf der Ligusterhecke um sich aufzuwärmen.

 

Klaus geschrieben am 12. August 2015, 13:56:

Inzwischen habe ich in meinem Garten drei Ringelnattern lokalisiert.Eine davon ist eine Mutter. So kräftig wie sie aussieht!Ich weis nicht wer mehr erschrocken war. Die Schlange oder ich. Entdeckt habe ich sie beim Umsetzen des Komposthaufens. Ich machte erst mal eine Pause bis sie sich entfernt hatte. Es würde mich mal interessieren wie viele Wühlmäuse sie verzehrt haben um so groß zu werden.

 

Helga geschrieben am 12. August 2015, 14:21:

Ach wie schön! Als wir einen Teich im Garten hatten, hielt sich auch eine Ringelnatter bei uns auf. Ich hatte manchmal ein Natternhemd gefunden. Nun ist es den Tieren hier wohl zu trocken. Ich bin froh, dass wenigstens wieder ein Igel in der Nähe ist. Gesehen habe ich ihn noch nicht, aber es gibt eindeutige Spuren.

 

Klaus geschrieben am 12. August 2015, 19:25:

Igel gibt es zum Glück auch in unserer Gartenanlage. Nach den Geräuschen zu urteilen haben sie die braunen Nacktschnecken als neue Nahrungsgrundlage entdeckt. Das wäre naturlich fantastisch wenn diese Eindringlinge aus Spanien natürliche Freßfeinde gefunden hätten.

 

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Ein kleiner Tipp

Alle Fotos lassen sich durch Anklicken vergrößern.

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