Gegen vieles ist ein Kraut gewachsen
In keinem Garten sollte eine Kräuterecke fehlen. Verschiedene Kräuter geben dem Essen erst die richtige Würze. Ganz egal, ob es der erste zarte Schnittlauch im Frühling ist, der das Rührei besonders appetitlich macht, Dill für den Fisch oder Petersilie im Mischgemüse. Wer nicht auf Fertigprodukte zurückgreift, wird schnell merken, dass man mit Kräutern “zaubern” kann. Aber nicht nur für das Essen sind sie unentbehrlich. Gegen viele Beschwerden gibt es wirksame Hausmittel mit Kräutern, die uns oft den Griff zu teuren Medikamenten ersparen und uns gleichzeitig vor unliebsamen Nebenwirkungen schützen. Unsere Großmütter kannten sich da noch viel besser aus. Wer nicht gleich bei jedem Wehwehchen mit scharfen Geschützen auffährt, bei dem schlagen dann im Ernstfall auch Medikamente besser an.
Bei Schnupfen und Husten kann man sehr gut Kräuterdämpfe inhalieren. Man übergießt dazu eine Mischung aus einigen Kamillenblüten, ein paar Stielen Salbei und Thymian mit einem Liter kochendem Wasser. Über den Kopf legt man ein Handtuch und hält das Gesicht über die heißen Dämpfe. Schnell wird man spüren, dass die Nase frei wird und der Hustenreiz nachlässt. Diesen abgekühlten Aufguss muss man noch nicht wegschütten. Er eignet sich noch bestens als Zusatz zum Wasch- oder Badewasser (natürlich durch ein Sieb gegossen) oder für kalte Umschläge bei Fieber oder Entzündungen.
Einige Kräuter sollte man im Verlaufe des Jahres sammeln und trocknen. Andere kann man als Gartenbesitzer bedenkenlos im Garten stehen lassen und dann bei Bedarf ernten. Zu den letztgenannten gehören Salbei und Thymian.
Salbei wirkt desinfizierend und entzündungshemmend. Er wird als Tee bei Magen- und Halsbeschwerden getrunken oder zum Gurgeln bei Entzündungen im Mund oder Rachenraum verwendet. Einige Blättchen Salbei kann man gut dem Kräuteröl zufügen. Darauf werde ich später noch hinweisen.
Thymian ist ein Universalgenie unter den Kräutern. Er wirkt entzündungshemmend, appetitanregend und verdauungsfördernd. Man verwendet ihn sowohl als Teezusatz als auch für Fleischgerichte, deftige Eintöpfe, bei selbstgemachtem Schmalz, in Kräuteröl oder in Salaten.
Wer eine Kräuterecke im Garten hat, wird außerdem zahlreiche Insekten beobachten können. Auch damit erzielt man eine positive Anregung für das Gemüt.
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