Helgas Garten

Japanische Weinbeeren

16. Februar 2011 | Autor: Helga | Kategorie: Allgemein

 

Von Klaus erhielt ich einen Beitrag über bisher recht unbekannte Pflanzen
Japanische Weinbeere
Sie ist eine äußerst schmackhafte Beere, die völlig winterhart und leider noch zu wenig bekannt ist. Für die Kenner, und das werden immer mehr, ist dies nicht nachvollziehbar. Sie erreichen ungefähr die halbe Größe wie eine Himbeere, sind aber knackig und würzig im Geschmack. Außerdem ist die Beere frei von Ungeziefer, wie z.B. diesen kleinen Maden.
Der Ertrag liegt, je nach Pflege, bei 3 – 5 kg pro Pflanze und die Erntezeit Ende September geht über einen Zeitraum von 3-4 Wochen. Also genügend Zeit für die Ernte und die Konservierung. Eingefroren sind sie bis ins späte Frühjahr noch sehr knackig und lassen sich sehr gut auch für Obsttorten verwenden. Meist sind sie jedoch sehr bald gegessen.
Die Beeren in Büscheln lassen sich, trotz Dornen, ohne Verletzungen ernten.
Zur besseren Beurteilung des Platzbedarfes zeige ich das Bild vom Winter.
Die zweijährigen Ruten habe ich an einen Pfahl gebunden um besser ernten zu können.
In Kopfhöhe, bzw. in Höhe der ausgestreckten Arme schneide ich die Ruten ab, damit ich ohne Leiter ernten kann. Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte 1m bis 1,5m betragen.
Nach der Ernte werden die abgetragenen Triebe entfernt. Die Kraft soll in die neuen Triebe gehen.

Dieses Bild zeigt den frischen Austrieb Anfang Mai. Der Ertrag ist Jahr für Jahr sehr gut.
Jetzt ist der Zeitpunkt für Korrekturschnitte. Die Triebspitzen frieren manchmal etwas zurück.

Auf diesem Bild sieht man, wie dicht die Pflanzen wachsen und es zeigt sich auch sehr gut,dass diese Pflanzen einen sehr dichten Sichtschutz ergeben. Durch die Dornen ist es auch ein hervorragender Schutz gegen unwillkommene Besucher.
Aus jeder Blattachsel wächst ein fruchtender Trieb mit ca. 20 Beeren. Herabfallende Beeren bringen dann neue Pflanzen zur Verjüngung des Bestandes und für nette Nachbarn und Freunde. Innerhalb von 2 Jahren hat man dann fruchtenden Nachwuchs.

Dies ist ein Beispiel wie man z.B. eine Party etwas aufpeppen kann. Schokolade auf etwa 38 Grad erwärmen und die Früchte schokolieren. Mit einer Gabel geht das sehr gut. Aber Vorsicht ! Es kann passieren, dass man selbst nichts abbekommt. Die schokolierten Beeren schmecken vorzüglich. Dazu sollte man am besten frische Beeren nehmen.
Wenn ihr jetzt Appetit bekommen habt, dann könnt ihr euch Pflanzen beim Versandhandel bestellen. Ich habe in diesem Jahr nur wenige Pflanzen für den „Tag des Offenen Gartens“ und auch nur zum Verschenken. Für Fragen stehe ich euch gern zur Verfügung ! Noch ein Hinweis zur Konservierung. Versucht es auch mal mit kandieren!

165 Personen haben einen Kommentar hinterlassen

Helga geschrieben am 16. Februar 2011, 20:07:

Klaus ist Hobbygärtner und öffnet seinen Garten seit ein paar Jahren zum „Tag des offenen Gartens“ für interessierte Besucher. Er hat sich angeboten, in meinem Blog ein paar Beiträge zu erstellen.
Liebe Grüße Helga

 

Manuela geschrieben am 18. Februar 2011, 14:54:

Von der Japanischen Weinbeere habe ich noch nie gehört, aber interessiert mich nun sehr. Mir gefällt besonders der dichte Wuchs und hübsch sieht sie zudem aus. Danke für diesen Beitrag…bei den schokolierten Früchten läuft einem glatt das Wasser im Munde zusammen! 🙂

 

Klaus geschrieben am 18. Februar 2011, 16:06:

Hallo Manuela !
Im vergangenen Jahr hatte ich mir eine blickdichte Hecke zum Nachbarn gepflanzt und dann kam der „Tag des Offenen Gartens“. Und es waren nur noch vier Pflanzen übrig. Die Nachfrage war zu groß und mein Herz zu weit. Irgendwie bin ich noch nicht in der Marktwirtschaft angekommen. Versuch es doch einmal mit diesen Beeren und du wirst mir zustimmen. Gärtner Pötschke hat die Pflanzen im Sortiment. Da ich keine Pflanzen verkaufen will und auch keinem Versandhandel verpflichtet bin, kannst du mir auch glauben. U.U. kannst du dann in diesem Jahr schon die ersten Beeren verkosten. Spätestens im kommenden Jahr. Da ich von den Jap. Weinbeeren und der Amurstachelbeere (Kiwi) im Überfluß hatte, hing ich zur Erntezeit einen Zettel ans Tor. Kostenlose Verkostung von … Die Vorbeigehenden sagten, wer weiss was der uns verkaufen will und liefen weiter zum Wisentgehege. Beachte bitte bei der Planung einen Abstand zwischen den Pflanzen von mindestens 1m. Dann hast du es genau so dicht wie auf dem Foto.
Gruß Klaus

 

Einheimische Gartenpflanzen geschrieben am 21. Februar 2011, 16:49:

Klingt ja gut und sieht auch gut aus, danke für diesen Tipp!

 

Wenke Richter geschrieben am 22. Februar 2011, 16:30:

Die japanische Weinbeere kenne ich schon von klein auf. Der große Vorteil gegenüber den normalen Himbeeren ist, daß sie nicht von Maden befallen werden!
Die Weinbeeren sollten jedes Jahr verschnitten werden, um die Kraft für die Beeren zu erhalten. Struppige Sträucher erbringen weniger Beeren.
Zum Konservieren: die Beeren kann man nach dem Waschen einfrieren und so haltbar machen.

 

Helga geschrieben am 22. Februar 2011, 20:27:

Hallo Wenke, Klaus hatte ja schon in seinem Beitrag geschrieben, dass ein jährlicher Schnitt den Ertrag positiv beeinflusst und dass man die Beeren gut einfrieren kann. Auch dass sie im Gegensatz zu Himbeeren nicht madig sein sollen, hatte er im Text erwähnt. Ich werde mich demnächst bestimmt mal mit diesen Früchten befassen. Liebe Grüße Helga

 

rrhase geschrieben am 22. Februar 2011, 22:25:

Verstehe ich das richtig? Die Triebe bleiben das ganze Jahr ueber angebunden? Dann muesste das ja aehnlich wie bei Brombeeren sein. Ein Jahr Trieb wachsen lassen, ein Jahr ernten und dann abschneiden? Nur bei Brombeeren werden die Triebe doch zur Seite abgeleitet woraus sich ein weiterer Pflanzabstand ergibt. Gibt es bei der Weinbeeren keine Seitentriebe an den Haupttrieben?

Gruss RR

 

Klaus geschrieben am 23. Februar 2011, 08:12:

Ich bin sehr erfreut über die große Resonanz für die Japanischen Weinbeere. Obwohl ich diese Beere bereits seit vielen Jahren im Garten habe, bin ich offen für alle Erfahrungen. Die J.W. zählt zur gleichen Familie wie die Himbeere und auch die Brombeere und wächst auch wie diese mit Ruten. Diese können mehrere Meter lang werden. Ich habe die vorgestellte Form gewählt da diese m.E die günstigste für die Ernte ist. Abgetragene Ruten werden nach der Ernte entfernt da sie im kommenden Jahr nicht mehr fruchten. Auch die J.W. haben Seitentriebe, die ich jedoch einkürze um besser ernten zu können. Die Wuchsform richtet sich ganz nach dem vorhandenen Platz und dem Zweck der Pflanzung. Nur Ernte oder vorrangig Sichtschutz. Die J.W. verträgt auch einen starken Schnitt. Ihr habt alle drei recht. Zur Erntezeit fahre ich nicht mit dem Auto zum Garten, sondern laufe. Meist habe ich zu Hause dann nur noch die Hälfte der Beeren im Korb. Das gleiche passiert mir bei der Kiwi-Ernte. Dazu werde ich jedoch erst später berichten.

 

Margit geschrieben am 23. Februar 2011, 13:52:

Verführung pur…
Ich liebe Beerenobst, aber was ich weniger liebe, ist das jährliche Schneiden und das Bauen von Rankgerüsten zum Festmachen der Triebe. Auf den Bildern sieht es so aus, als ginge bei der Weinbeere das auch, in dem man alle Triebe einfach an einem Pfosten festbindet? Das scheint mir praktikabel und arbeitssparend. Funktioniert denn das Ernten dann noch in diesem dichten Buschwerk? Ich kann mir das einfach nur schwer vorstellen. Schön wär’s aber! Gerade ist ein Plätzchen frei geworden…
Liebe Grüße, Margit

 

Klaus geschrieben am 23. Februar 2011, 17:01:

Hallo Margit !
Die Beeren sind tatsächlich eine Verführung und in der Pflege ganz einfach. Bei der Kultur der Beeren habe ich in den vergangenen Jahren viele Experimente gemacht und das Vorgestellte ist m.E. das Zweckmäßigste. Die Fruchttriebe wachsen von der Rute immer nach außen und die Beeren lassen sich dadurch auch ohne Mühe und Verletzungen ernten. Hülse in den Boden schlagen, Pfahl rein, Srick um die Ruten und wie auf dem Foto dicht an den Pfahl binden. In Höhe der ausgestreckten Hände abschneiden und fertig. Vorher natürlich die abgetragenen Ruten dicht über dem Boden abschneiden. Im Busch selbst sind nur ganz wenig Fruchtstände. Zum Beschneiden Handschuhe anziehen. Bei der Ernte ist dies nicht erforderlich. Abstand zwischen den Pflanzen, nach Möglichkeit, etwa 1,5m, da die Fruchttriebe 40-50 cm lang werden. Vermehrung nur durch Samen.
LG Klaus

 

Margit geschrieben am 24. Februar 2011, 11:48:

Hallo Klaus, danke für deine Antwort!
Das klingt wirklich einfach und nach nicht allzuviel Pflegearbeit. Sollte mir eine Pflanze davon über den Weg laufen, kann ich wahrscheinlich nicht nein zu ihr sagen;-)
Liebe Grüße, Margit

 

Klaus geschrieben am 25. Februar 2011, 08:22:

Hallo Margit !
Wenn du noch etwas Platz in deinem Garten hast, dann kann ich dir noch einen weiteren meiner Favoriten empfehlen. Derzeitig bereite ich einen Beitrag über Kiwi vor. Diese sind in der Pflege noch einfacher als die J.W. und bringen einen noch höheren Ertrag, sofern man die richtigen Sorten hat. Aber wenn ich aus dem Fenster sehe und die Sonne scheint mir ins Gesicht dann ist mir nicht nach PC zumute.
LG Klaus

 

sonja geschrieben am 13. April 2011, 10:12:

Vielen Dank für diesen eintrag. Ich dachte, dass ich alle Beeren kennen würde und auch die, die wir mögen angepflanzt hätte. doch vor ca. zwei wochen wurde mir von dieser beere erzählt und ich muß zugeben, dass ich sie nicht kannte. Ich möchte sie aber unbedingt auch pflanzen, deshalb besonderen dank für die Bilder und Hinweise.

 

Margit geschrieben am 20. April 2011, 08:29:

So, nun hab ich sie!
Gefunden, gekauft, gepflanzt. Jetzt heißt es warten und Geduld haben.
Danke für den Tipp für das einfache Verwenden eines Pfostens zum Anbinden. So habe ich es jetzt auch gemacht und hoffe, das klappt.
Liebe Grüße, Margit

 

Klaus geschrieben am 20. April 2011, 14:09:

Hallo Margit !
Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen und bin sicher du wirst die Beeren nicht mehr missen wollen. Wenn du in Thüringen wohnen würdest, dann könntest du dir meinen Garten zum „Tag des Offenen Gartens“ am 29.05.11 ansehen.
Jetzt zu einem etwas anderen Thema. Es geht um die Vitalbeere, die in den Angeboten stark umworben wird. Sie ist, trotz gesundheitlich topp, etwas säuerlich. Wenn diese Beere jedoch kandiert wird, dann schmeckt sie richtig lecker. Dies als Info für diejenigen die diese Pflanze entsorgen wollen. Nicht so schnell aufgeben ! Die Japan. Weinbeere schmeckt schokoliert auch besser als frisch vom Strauch. Meine Meinung !
Wer hat schon Erfahrungen mit der Japan. Wollmispel ???
Meine hat den Winter im Freiland nicht überstanden.

 

Klaus geschrieben am 15. Juni 2011, 08:46:

In etwa 14 Tagen sind die ersten Japanischen Weinbeere reif und es gibt auch wieder eine Verkostung. Auch Pflanzen stehen wieder bereit. Wenn ihr euch diese Beere zulegen wollt, dann achtet bitte darauf daß ihr die arctica und nicht die phoenicia nehmt. Erstere ist völlig winterhart und bringt regelmäßig hohen Ertrag. Für den „Tag des Offenen Gartens“ im nächsten Jahr muß ich auch wieder Beeren eingefrieren. Die Verkostung an diesem Tag kam wieder gut an, doch leider hatte ich zu dem Zeitpunkt noch keine Jungpflanzen.

 

Klaus geschrieben am 14. Juli 2011, 09:40:

Jetzt ist es wieder soweit, denn die Japanischen Weinbeeren werden reif und Jungpflanzen habe ich auch genug. Die Ernte dauert 2-3 Wochen ab kommendem Wochenende. Wenn mich also jemand, bei schönem Wetter, besuchen möchte ! Herzlich willkommen !

 

Margit geschrieben am 14. Juli 2011, 09:43:

Hallo Klaus,
Besuch hinfällig (und leider sowieso zu weit weg), kann selber bereits ernten! Zwar nicht viele, aber zum täglichen Naschen eine Zeit lang reicht’s. Köstlich, so schön säuerlich, das lieben wir besonders. Völlig schädlingsfrei und leicht zu ernten. Das ideale Beerenobst für uns.
Danke für die Anregung!
Hab schon überlegt, Stecklinge zu machen. Müsste doch einfach funktionieren jetzt, oder?
Liebe Grüße, Margit

 

Klaus geschrieben am 14. Juli 2011, 13:21:

Hallo Margit !
Gern geschehen!
Mit Stecklingen hat es bei mir nicht geklappt, aber mit Samen geht es sehr gut. Wenn du es über dich bringst dann von 1-2 Beeren die Samen in die Erde und im Frühjahr hast du dann deine Pflänzchen, die im Jahr darauf bereits fruchten. Vermutlich brauchen die Samen den Frost um zu keimen. Bei mir samen die Sträucher selbst aus.Und die Vögel tun ihr übriges. Man erwischt ja nicht immer alle Beeren. Ich wünsche dir viel Erfolg !

 

Martin geschrieben am 15. Juli 2011, 12:57:

Super, eine Fangemeinde der japanischen Weinbeere! Ich liebe diese Früchte und habe auch einige Pflanzen im Garten stehen. Lateinisch heißt die Art ja rubus phoenicolasius. Ein Eintrag hat mich stutzig gemacht:

„…dann achtet bitte darauf daß ihr die arctica und nicht die phoenicia nehmt.“ Meine Pflanzen müsste der Sorte artica zuzuordnen sein, da sie schon mehrere strenge Winter überstanden hat. Aber woran unterscheidet man die Pflanzen, wenn man sie kauft? Im Handel gibt es „nur“ rubus phoenicolasius, wird aber als winterhart angepriesen!? Müsste es dann nicht rubus arctica heißen? Mag es spitzfinderich klingen, interessiert mich aber brennend. Viel Literatur gibt es zu den leckeren Beerenplanzen ja leider nicht.
Und noch ne Frage, die mich interessiert: was könnte dagegen sprechen, die Pflanze im großen Stil auf Feldern anzubauen (ähnlich wie bei Himbeerfeldern). Ist es der Pflegeaufwand? Der Ertrag? Die Haltbarkeit der Früchte? (Die ist ja von Himbeeren auch recht gering, sollte ja daher kein Grund sein…) Viele Grüße von Martin, der sich freut, dass die Saison gestartet hat!

 

Klaus geschrieben am 15. Juli 2011, 16:44:

Hallo Martin !
Herzlich Willkommen im Kreis der Genießer. Die Japanische Weinbeere hat ihren Ursprung in der Arktis (arctica) und wurde in Japan und arabischen Ländern modifiziert (phoenicolasius). Die im Handel erhältlichen Pflanzen verkaufen sich unter dem Namen phoenicolasius besser. Meine ursprünglichen Pflanzen habe ich noch unter dem Namen arctica gekauft. Die Frage nach dem Namen habe ich auch dem Lieferanten gestellt und er gab mir diese Antwort. Es ist die gleiche Problematik mit der Japanischen Birne Nashi und dem japanischen Apfel Kumoi. Der Apfel wird im Handel als Nashi-Birne angeboten, da er sich als solcher besser verkauft. Ich habe beide im Garten und kann sehr gut vergleichen. Zum Anbau in Plantagen ! Wahrscheinlich hatte noch niemand die Idee oder die Stacheln verhindern die Ernte durch Streichelhändchen.

 

Klaus geschrieben am 15. Juli 2011, 18:10:

Hallo Martin !
Ich habe mich, ich bin nun mal Perfektionist, anhand der Literatur schlau gemacht und möchte noch ergänzen. In der Fachliteratur gibt es nur die Rubus arcticus mit der Heimat Skandinavien. Sie wird ürsprünglich „Aakerbeere“ genannt und „die würzigen Früchte werden als die wohlschmeckensten der ganzen Gattung gepriesen“. Zur Gattung gehören ja u.a. die Brom- und Himbeeren. Vielleicht versuchst du mal meine Kreation (s.o.) mit dem schokolieren. Den maßgeblichen Personen eines Schokoladenproduzenten hat sie sehr gut gemundet und sie bedauern daß die Beeren nicht auf dem Markt sind. Wenn ich nur nicht schon Rentner wäre.

 

Klaus geschrieben am 21. Juli 2011, 13:46:

Das erste halbe Kilo Jap. Weinbeeren wurde heute geerntet. Mir scheint als ob in diesem Jahr alles 14 Tage früher reif wird. Trotz fehlender Sonne! Auch die Apfelbeere (Aronia) braucht nur noch eine Woche bis zur Reife. Jetzt geht es richtig zur Sache. Ich frage mich nur noch ob ich wieder ein Schild ans Gartentor mache „Japanische Weinbeeren zum Verkosten“. Mal sehen ! Zusammen mit den Tabakpflanzen bildet die neu angelegte Hecke einen blickdichten Zaun zum Nachbarn. Ein neues Moorbeet habe ich auch angelegt, da mich die Cranberry reizen. Nichts mit Langeweile !

 

Martin geschrieben am 22. Juli 2011, 13:42:

Danke für die schnelle und ausführliche Antwort, Klaus! Gerne würde ich ja einmal vorbei kommen und die Beeren genießen bzw. an der Pflanze bewundern. Leider ist der Weg etwas weit… Daher aber vielleicht einige Fragen, die mir so durch den Kopf schießen und die ich nicht beantworten kann, weil mir Erfahrungen und Vergleiche fehlen!?

Wie groß werden die Früchte bei Dir? Bei mir auf relativ schlechtem Boden (Hanglage in der Nordeifel, kaum Humusschicht, Boden relativ schnell trocken in Trockenperioden) ca 0,5 bis 0,75 cm im Durchmesser und ähnlich in der Höhe. Also deutlich kleiner als Himbeeren, die auf gleichem Boden deutlich üppiger wachsen (dafür aber -obwohl sie sehr lecker sind- nicht im Geschmack mit jap. Weinbeeren konkurrieren können). Wieviel Kilo Früchte kann man pro Pflanze erwarten?

Ich habe 24 Pflanzen in der „Kultur“… Sie sind teilweise recht unterschiedlich… Kann natürlich auch auf unterschiedliche Bodengüte auf engstem Raum zurückgeführt werden. Eine Pflanze jedoch trägt zu meiner Freude besonders schöne und schmackhafte Beeren. Ich würde die Pflanze mit diesen Eigenschaften gerne vermehren. Wenn ich jedoch eine Beere in die Erde lege, entsteht -soweit ich das richtig überblicke- eine Pflanze mit zufälligen Eigenschaften. Daher muss die Mutterpflanze „kopiert“ werden. Ich habe gelesen, dass Seitentriebe, die den Boden berühren nach einer gewissen Zeit und unter den richtigen Bedingungen, dort Wurzeln schlagen. So neu geschaffene Pflanzen sollten ja dann die Eigenschaften übernommen haben. Was ist mit der Möglichkeit, die Mutterpflanze auszugraben, ein Teil des Wurzelwerks abzutrennen und die Wurzelstücke (ohne Blattgrün) zu neunen Pflanzen heran zu ziehen? Ist das möglich? Und wenn ja, wie große sollte das Wurzelstück mindestens sein? Vielen Dank für eventuelle Antworten im Voraus, schönen Start ins Wochenende, viele Grüße, Martin.

 

Martin geschrieben am 22. Juli 2011, 13:45:

Sorry, wer lesen kann ist klar im Vorteil: 3-5 kg pro Pflanze. Damit wäre eine Frage schon einmal beantwortet… Das ist echt wahnsinnig viel! Herzlichen Glückwunsch und toller grüner Daumen!

 

Klaus geschrieben am 22. Juli 2011, 14:42:

Hallo Martin !
Da hast du ja mehr Pflanzen als ich in der Kultur. Versuche mit „klonen“, nichts anderes ist die Stecklingsvermehrung und die Vermehrung mit Ausläufern, habe ich noch nicht versucht. Meine Pflanzen stehen an drei verschiedenen Orten im Garten. Relativ weit auseinander. So kann ich eine fast sichere Auswahl treffen. Für das „Klonen“ habe ich keinen Platz und muß mit Dünger, Blaukorn und gelegentlich Mist, dem Wuchs etwas nachhelfen. Auch gelegentliche Wassergaben bei Trockenheit haben positive Auswirkungen. Pflanzen mit geringem Ertrag werden einfach „abgewickelt“. Bisher war ich dazu jedoch noch nicht gezwungen. Dank deiner Anregung werde ich es mal mit Stecklingen versuchen. Auch mit dem Ablegen werde ich es versuchen. Wir hören voneinander ! Meines Erachtens hängt der Ertrag von der Sorte und dem Nährstoffangebot ab. Mehr kann ich dir z.Zt. nicht helfen. Meine Beeren, der Sorte „Arctica“,haben einen Durchmesser zwischen 0,7 und 1 cm. Je nach Standort.

 

Martin geschrieben am 22. Juli 2011, 15:01:

Hallo Klaus,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Ja, gedüngt habe ich nicht. Dafür bin ich zu selten an dem Ort, an dem die Beeren wachsen… Aber generell ist es ja nicht schlecht zu wissen, was die Natur auf ungünstigen Böden ohne Nachhilfe an Früchten zu schaffen vermag. Besser geht es dann immer noch. Ich werde nächstes Jahr einen Teil der Pflanzen mit Blaukorn versorgen und einen Teil nicht und dann bei der Ernte 2013 gucken, welchen Erfolg das hatte!

Viele Grüße, Martin.

 

Klaus geschrieben am 23. Juli 2011, 06:27:

Hallo Martin !
Auch ich bin nur ein Hobbygärtner und nicht allwissend! Mein Wissen über die Pflanzen sind Erfahrungswerte und leider schmore ich zu viel im eigenen Saft. Für das kommende Wochenende hat mir ein Profi seine Hilfe zugesagt und dafür bin ich dankbar. Aber wie zum „Tag des Offenen Gartens“ erhalte ich solch eine Fülle an Informationen daß ich diese nicht alle verarbeiten kann. Schade ! So hatte ich in meinem Garten Jap. Weinbeere ohne Stacheln und habe diese aus Unkenntnis entsorgt. Hier hat der Zufall mitgespielt wie bei der Logan-Beere (Tayberry) in den USA. Sollte der Zufall mir nochmals unter die Arme greifen, dann bin ich schlauer. Vermutlich eine Kreuzung zwischen Jap. Weinbeere und Himbeere. Die knackigen Früchte der Weinbeere und ohne Stacheln von der Himbeere. Ich bin eben nur ein blutiger Laie!

 

Hiltrud geschrieben am 1. August 2011, 13:50:

Hallo Klaus,
ich habe selbst seit Jahren japanische Weinbeeren und bin begeistert. Nun interessiere ich mich sehr für Kiwis – Sorte, Anbau, Standort, Schnitt. Kannst du mir einen Tipp geben?

 

Klaus geschrieben am 2. August 2011, 06:47:

Hallo Hiltrud !
Ich habe seit etwa 30 Jahren Kiwis in meinem Garten und dabei unterschiedliche Erfahrungen gesammelt. Meine ersten Pflanzen stammen aus dem Gebiet des Amur und wurden in die DDR, trotz strengem Verbot, geschmuggelt. Beide Pflanzen waren männlich und ich habe eine davon, durch strangulieren, zu einer weiblichen umfunktioniert. Es hört sich abenteuerlich an, aber es hat geklappt. Ich unterscheide grundsätzlich in behaarte „Großfrüchtige“ und die unbehaarten „Kleinfrüchtigen“ wie die Arguta und Kolomikta. Die kleinfrüchtigen haben den Vorteil, daß sie am Strauch ausreifen und die großfrüchtigen müssen nachgereift werden und sind dadurch denen aus dem Supermarkt, im Geschmack, gleich. Bei der Vermehrung, die mittels Steckholz erfolgt sollte man darauf achten, daß beide Geschlechter weit getrennt anwachsen. Es besteht die Gefahr der Dominanz der männlichen Pflanzen. Die Ernte der „Amurstachelbeere“ beginnt in etwa 14 Tagen bis 3 Wochen. Zur kostenlosen Verkostung öffne ich meinen Garten für jeden Interessierten. Bei einem Ertrag von 40-50 Kg von 4 Pflanzen kann ich mir das leisten. Auch in diesem Jahr habe ich wieder einige Pflanzen beider Sorten gezogen und gebe diese für einen symbolischen kleinen Preis ab. Die beiden von mir favorisierten Sorten Arguta (Bayern-Kiwi) und Kolomikta (bisher noch selten) stellen an Temperatur und Standort nur geringe Ansprüche. Beschneiden radikal durch Entfernen ganzer Triebe um die Qualität der Früchte hoch zu halten. Am günstigsten an einem frostfreifen Tag im Februar.

 

Klaus geschrieben am 2. August 2011, 06:56:

Hallo Hiltrud !
Für Fotos meiner beiden Favoriten klicke doch einfach auf „Kiwi selber anbauen“ hier bei Helga. Für weitere Fragen stehe ich gern zur Verfügung.

 

Klaus geschrieben am 9. August 2011, 14:21:

So langsam geht die Ernte der Japanischen Weinbeere dem Ende zu. Der Ertrag war wieder gut und nach einer Bodenverbesserung wird sie im kommenden Jahr noch oder wieder besser. Ausreichend für den „Tag des Offenen Gartens“ wurden eingefroren. Auch einige Besucher waren in meinem Garten.
Seit gestern ist auch wieder Action in meinem Garten. Wir haben uns aus dem Tierheim einen Hund, mit sehr trauriger Vergangenheit, geholt. Er muß viel Schlimmes erlebt haben und hat große Angst vor Menschen, insbesondere männlichen. Sie,es ist eine Dame im wahrsten Sinne des Wortes, ist es wert ihr ein besseres Dasein zu ermöglichen.
Wenn ich nun noch wüßte ob Helga meine beiden Mails erhalten hat wäre ich selig!

 

Klaus geschrieben am 18. August 2011, 15:00:

Helga hat meine beiden Mails erhalten und auch schon veröffentlicht. Danke!
Jetzt geht es mit der Ernte der Jap. Weinbeeren dem Ende zu und in der kommenden Woche werden die abgetragenen Ruten herausgeschnitten und die frischen Ruten an den Pfählen festgebunden. Das ist fasst die einzige Zeit im Garten in der ich Handschuhe trage.Dann ist bis zum Frühjahr erst mal mit diesen Pflanzen Pause. Nach wie vor ist die Nachfrage nach Pflanzen sehr groß.

 

Klaus geschrieben am 22. August 2011, 14:03:

Die Ernte der Jap. Weinbeeren ist abgeschlossen und die abgetragenen Ruten wurden herausgeschnitten. Wie in den vergangenen Jahren habe ich auch in diesem Jahr wieder keine Handschuhe angezogen. Ich kann einfach nicht mit Handschuhen arbeiten! Die Ruten wurden mit dem Rasenmäher gehäckselt, da mein Notstromaggregat nur bis 2 KW geht.
Durch die feuchte Witterung in diesem Jahr haben sich, für die Ernte im kommenden Jahr, mehr Ruten entwickelt und die Ernte 2012 ist gut vorbereitet. Bei uns ist es so drückend schwül dass man nur früh und am späten Nachmittag etwas im Garten machen kann. Dabei habe ich noch einiges am Tabak zu tun. Langeweile kommt nicht auf!

 

Klaus geschrieben am 11. September 2011, 16:58:

Gestern zur Pflanzentauschbörse war es wieder sehr lehrreich.Zwar waren es nicht allzuviele Teilnehmer aber es wurde viel diskutiert. So eine Börse ist immer ein Erlebnis und die Pößnecker hatten sich viel Mühe gegeben.
Da die ersten Kiwis reif sind habe ich meinen Garten heute zur Verkostung geöffnet. Noch immer herrscht die Meinung vor, daß die Kiwis bei uns nicht wachsen. Voller innerer Freude konnte ich zahlreichen Besuchern das Gegenteil beweisen und auch einige Pflanzen gingen weg. Insbesondere Jap. Weinbeeren und Kiwis. Einige Besucher berichteten von Erfolgen mit von mir erhaltenen Pflanzen. Da kommt wahre Freude auf und man ist etwas stolz, daß die Arbeit und die Idee des Offenen Gartens nicht umsonst waren. Am kommenden Wochenende, wenn Petrus mitspielt, werde ich das wiederholen.

 

Helga geschrieben am 11. September 2011, 19:56:

Hallo Klaus, ich freue mich, dass du wieder Leute von deiner erfolgreichen Zucht überzeugen konntest. Hast du bzw deine Frau inzwischen mal Konfitüre von den Kiwis gekocht?
Liebe Grüße Helga

 

Klaus geschrieben am 12. September 2011, 07:26:

Noch habe ich nicht ausreichend Früchte zur Verfügung.Sobald wir den Versuch gestartet haben werde ich berichten.Jetzt geht es erst mal zur Kontrolle in den Garten,denn in der Nacht hat es bei uns ergiebig geregnet.Es gab bei uns jedoch kein Unwetter.

 

Ingeborg geschrieben am 8. Februar 2012, 17:55:

Hallo Klaus,

soeben lese ich den langen, langen Beitrag zur Weinbeere. Da habe ich auch eine Pflanze, auch vom Gärtner Pötschke. Hat letztes Jahr getragen, aber schön nacheinander, nur praktisch zum Naschen.

Ich müßte eine Hecke ziehen, wie bei den Himbeeren und den Brombeeren, dass sich ein nennenswerter Ertrag ergäbe. Also mindestens 6 Pflanzen.
Aber ich bin dankbar für deine Erläuterung, denn ich habe sie wild und lang wachsen lassen und die Pflanze hatte 3 m lange Triebe. Ich dachte, ich müsse sie an einem Spalier entlangziehen. Gut dass ich Deinen Thread gefunden habe.

Ich löchere Dich bestimmt noch mit Fragen. Die Maibeeren Lonicera kamtschatka oder so ähnlich tragen gut, aber die Früchte fallen leicht auf den Boden, wenn man nicht täglich erntet.

Gruß, Ingeborg

 

Klaus geschrieben am 9. Februar 2012, 07:58:

Hallo Ingeborg !
Immer her mit den Fragen, denn ich bin gern bereit sie zu beantworten !
So schlimm ist es nicht wenn einzelne Beeren auf die Erde fallen. Daraus kannst du wieder neue Pflanzen ziehen. Also bitte nicht alles als Unkraut rausziehen was sich unter den Pflanzen entwickelt. Freunde und Bekannte freuen sich sicher über Pflanzen dieser köstlichen Frucht. Ich habe meine Pflanzen schon länger als sie Gärtner Pötschke im Angebot hat.
Auch bei der Mai- oder auch Lenzbeere ist es normal, daß reife Früchte abfallen. Hier kommt es aber kaum zur Vermehrung durch Samen, da die Amseln regelrecht heiß darauf sind. Zumindest bei mir ist es so. In diesem Winter hängen wieder sehr viele Blüten an meinen Sträuchern. Im kommenden Jahr will ich es noch einmal mit der Samenvermehrung versuchen. Da ich zur Verhinderung der Austrocknung des Bodens eine Schicht Sägespäne aufgebracht habe, kann man herabgefallene Früchte ohne Bedenken aufsammeln und essen. Außerdem sieht man die Früchte auf den Spänen besser als auf Erde. Derzeit versuche ich den „Kumoi“(Japanischer Apfel) mit Steckhölzern, geimpft mit Tabaksamen, zu vermehren.

 

marianne geschrieben am 31. März 2012, 08:44:

Diese feinen Winebeeren kann man als kugelige Büsche wachsen lassen, denn wir hatten eine lange, niedrige,kugelige Hecke, ca 120 cm hoch, besonders für Kinder super zum Naschen. Herrliche Insektenfreie Früchte!

 

inge geschrieben am 11. April 2012, 08:29:

http://www.pflanzmich.de/produkt/21810/japanische-weinbeere.html

Danke für den Tipp!

 

Klaus geschrieben am 11. April 2012, 16:57:

Wie können einem Meister solche gravierenden Fehler unterlaufen oder will er zur Diskussion herausfordern.
Die „Japanische Weinbeere“ ist keine Kreuzung zwischen Brombeere und Himbeere, dies ist die „Taybeere“, sondern eine eigenständige Art die mit Brom- und Himbeeren verwandt ist.
Desweiteren ist die „Nashi“ eine Birne und keine Kreuzung zwischen Apfel und Birne. Sie hat lediglich die Form eines Apfels. Vom „Japanischen Apfel“ wird in Mitteleuropa die Sorte „Kumoi“ angebaut. Am ertragreichsten ist die Nashi-Sorte „Nijseiki“ die wie der Apfel beide bei uns frosthart sind. Ich habe beide Sorten in meinem Garten und bin mit Geschmack und Ertrag sehr zufrieden. Auch meine Besucher! Ein Obsthändler sagte mir ,daß sich die Nashi als Kreuzung besser verkauft und oft wird auch der „Kumoi“ als „Nashi“ verkauft, da er besser lagerfähig ist.
Am Baum sonnengereift schmecken beide viel besser als nachgereifte Früchte aus dem Supermarkt !!!
Tut mir leid Inge aber es ist nun mal so!

 

Ralf geschrieben am 25. April 2012, 19:49:

Ich habe eine Frage zur japanischen Weinbeere. Diese habe auch ich im Garten, nur frieren meine jedes Jahr total zurück um dann von unten völlig neu auszutreiben. Beim schneiden bemerkt man das die Triebe wirklich trocken sind und das bis hinunter zur Wurzel
Bei meinem Nachbarn, von dem ich die habe, passiert das nicht. Weiß jemand woran das liegt?

Nochetwas zur Vermehrung.
Biegt man eine Rute zur Erde und bedeckt diese damit, wurzelt die im gleichen Jahr noch an und es entsteht eine neue Pflanze die im darauffolgenden Jahr bereits etwas trägt.

 

Klaus geschrieben am 26. April 2012, 17:13:

Hallo Ralf !
Deine Jap. Weinbeere erfrieren nicht, sondern sie vertrocknen. Du solltest im Spätherbst auf feuchten Boden achten und notfalls wässern. Schon wenige Meter entfernt kann das Wasserhaltevermögen ganz anders sein und auch der Zeitpunkt des Austriebes ist verschieden. Auch ich mußte meine Sträucher im Frühjahr wässern. Aber jetzt treiben alle. Ich ziehe meinen Nachwuchs aus Samen, das ist nicht so aufwändig. Ich hoffe dir etwas geholfen zu haben.
LG aus Thüringen

 

Lars geschrieben am 29. Mai 2012, 13:42:

Hallo Inge,

hier sind auch noch ein paar kurze Infos:

http://www.baumschule-horstmann.de/shop/exec/product/65/8230/Japanische-Weinbeere-Rotborstige-Himbeere.html

 

Helga A geschrieben am 4. Juni 2012, 13:12:

Bisher scheiterten alle Versuche, speziell die winterharte Japanische Weinbeere

Rubus artica

zu kaufen oder zu bestellen. Nur die einfache Sorte ist in Baumschulen oder im Netz erhältlich.

Wer kann mir eine Bestelladresse liefern?

Danke,
Helga

 

Helga A geschrieben am 4. Juni 2012, 13:50:

Richtigstellung:

Der Name ist: Rubus arctica

Hierfür suche ich einen Lieferanten.

Bei allen hier angegebenen Lieferadressen gibts nur
Rubus phoenicolasius

Es grüßt
Helga

 

Klaus geschrieben am 4. Juni 2012, 17:57:

Hallo Helga A !
Wo wohnst du? Ich hatte das Glück die Rubus arctica zu bekommen und vermehre von dieser Sorte. Sie ist widerstandsfähiger als die phoenicolasius.

 

Klaus geschrieben am 6. Juni 2012, 14:33:

Hallo Helga A !
Nach deiner Anfrage habe ich mich mit „Rubus arcticus“ etwas intensiver beschäftigt. Es ist ein großes Verwirrspiel um diesen Begriff. Auch die „Jap. Weinbeere“ wird teilweise als R. arcticus bezeichnet. Anbieter der vermutlich von dir gesuchten „Schwedischen Himbeere“ findest du unter den Bezeichnungen „Aakerbeere“, „Ackerbeere“ oder auch „Allackerbeere“ bei Google. Verwechselt wird diese Beere auch oft mit der „Moltebeere“ Rubus chamaemorus. Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen. Frage – Warum stehst du so auf diese Beere?

 

Helga Abendrot geschrieben am 8. Juni 2012, 23:35:

Hallo Klaus,

Nein, die Ackerbeere war es nicht, sondern die Jap. Weinbeere, die ich im Urlaub kostete.

Binnen drei Tagen wurde sie mir vom Artländer Pflanzenhof gut verpackt geliefert. Ich setzte sie auf
Kompost, und sie steht wie eine Eins da.

Beste Grüße
Helga

 

Klaus geschrieben am 9. Juni 2012, 06:19:

Hallo Helga A !
Da du mit Sicherheit von der Japan. Weinbeere begeistert sein wirst, wird die Frage der Vermehrung akut werden. Die besten Erfahrungen habe ich mit Sämlingen gemacht. Mit Stecklingen und Ablegern hatte ich keinen Erfolg. Bei mir,ich bin vielleicht etwas liederlich bei der Ernte, kommen die Pflänzchen von allein. Solltest du Samen ernten um Pflanzen zu ziehen, dann das Stratifizieren (mehrere Tage im Gefrierfach) nicht vergessen. In diesem Jahr werde ich die Beeren in Stevia-Sud legen. Mal sehen was dabei rauskommt. Ich ziehe jetzt schon die Pflanzen für den „Tag des Offenen Gartens“ im kommenden Jahr. Du wirst viele Jahre Freude an der Beere haben. Wenn wir bei der deutschen Bezeichnung bleiben dann blamieren wir uns auf jeden Fall nicht! Mein Gewächshaus ist schon wieder voll und dabei geht es mir mehr um das Werden und nicht um das Sein. Vom Artländer Pflanzenhof habe ich auch schon Pflanzen bezogen und war sehr zufrieden!

 

Klaus geschrieben am 4. Juli 2012, 17:07:

Nicht mehr lange, etwa 14 Tage, dauert es noch bis zur Ernte. Trotz widriger Witterung wird sie wieder gut ausfallen. In diesem Jahr steht die Beere im Wettstreit mit der Litschi-Tomate. Beide sind zur gleichen Zeit, die Ersten, reif und die Litschi-Tomate wird beim Verursachen von Aua wahrscheinlich siegen. Wer schimpft auf die Dornen der Rosen? Man erfreut sich einfach am Duft und an der Schönheit. So auch bei den Beiden am Geschmack.

 

Klaus geschrieben am 23. Juli 2012, 06:55:

Trotz widriger Witterungsverhältnisse hat sich die Japan. Weinbeere wieder als zuverlässiger Beerenlieferant gezeigt.Die ersten Beeren sind jetzt erntereif. Nur die Litschi-Tomaten lassen noch mit der Reife auf sich warten. Aber es sollen ja ein paar schöne warme Tage kommen.

 

Klaus geschrieben am 26. Juli 2012, 16:43:

Die ersten 250 Gramm Weinbeere wurden heute geerntet. Ich habe sie extra vollreif werden lassen. Sie schmecken dann besser. Die Amseln gehen nicht dran, da sie Angst vor den Stacheln haben. Mein Glück!

 

Ute geschrieben am 5. August 2012, 19:38:

Ich habe Eure Diskussion mit Interessen verfolgt, ich habe seit ueber 20 Jahren Jap. Weinbeeren, die meistens nur genug zum Naschen getragen haben. Dieses Jahr ist die Ernte aussergewoehnlich gut, aber wegen unseres komplett ausgefallenen Sommers hier in England sind die Beeren einfach zu sauer zum so essen (bei den Erdbeeren war das genau so: dick und saftig aber ohne Geschmack). Da suchte ich nach Rezepten und kam so auf diese Seite. hat jemand Erfahrung mit Marmelade oder Gelee? Zunaechst werde ich sie also erstmal einfrieren, bis mir jemand zu Hilfe kommt.

 

Klaus geschrieben am 6. August 2012, 19:55:

Hallo Ute !
Meine Jap. Weinbeeren sind noch nicht so alt wie deine. Mit dem Ertrag war ich immer sehr zufrieden. Außer in diesem Jahr als die große Ernte, wegen langanhaltenter Trockenheit, etwas mager ausfiel. Obwohl ich, normalerweise mehrere Kilo ernte, reichen sie immer nur für den Frischverzehr und etwas einfrieren für das kommende Jahr. Für Marmelade hat es noch nie gereicht. Wenn du etwas Zucker drüberstreust und sie über Nacht stehen lässt dann werden sie etwas süßer. Auch das Schokolieren, überziehen mit Schokolade, verfeinert den Geschmack. Ich mache dies mit Bitterschokolade aber wenn sie etwas säuerlich sind dann ist Vollmilch besser. Mehr kann ich dir leider nicht helfen.
Liebe Grüße aus Thüringen

 

Peter und Marianne geschrieben am 7. August 2012, 19:29:

Das ist aber schade! Ihr seid wohl zu nördlich, wegen den Beeren! Wir sind doch in der Voralpen-Region und ernten täglich dicke feine Brummer! Vielleicht drücken die Euro-Schatten zu viel Wärme weg?

Man sollte Rotweinreste immer einfrieren, dann kann man sie beim Einkochen von Obst und Beeren gut brauchen….den nötigen Zucker dazu und Agar-Agar darin aufkochen ( nicht Gelatine,,,löst Akne aus, da vom Schwein!) und in eine hübsche Form geben, erkalten lassen und dann auf eine Platte stürzen und als Dessert servieren…mit oder ohne Rahm oder auch Eiskugeln! Sieht noch mächtig gut aus mit den Farben!

Mit herzlichen Grüssen
Peter und Marianne

 

Klaus geschrieben am 8. August 2012, 05:54:

@ Peter und Marianne
Sonne haben wir hier ausreichend, aber der Regen fehlt. Bei euch sieht das Verhältnis, laut Wetterbericht, viel besser aus. Insbesondere der warme Wind trocknet die Triebe aus und mit gießen kann man das nicht ausgleichen. Die Aussichten für das nächste Gartenjahr sehen jedoch gut aus.Kaum haben sich Krähen und Co. auf das Nahrungsangebot an spanischen Nacktschnecken eingestellt verschwinden diese durch die lange Trockenheit und das Getier frisst wieder vorrangig Beeren. An Weinbeere und Litschi-Tomaten gehen sie jedoch nicht.

 

Marion geschrieben am 11. August 2012, 22:57:

Hallo, ich würde soooo gern zwei kleine Weinbeerkinder in meinen Garten aufnehmen. Hat jemand welche zum Schicken? 🙂

 

Klaus geschrieben am 12. August 2012, 17:02:

@ Marion
Ich würde dir gern zwei Pflanzen abgeben, aber ich müsste sie zum Versand zu stark einkürzen. Besser wäre du hast jemanden der mal nach Thüringen kommt und sie abholen kann.

In wenigen Tagen ist die Ernte, die in diesem Jahr geringer als sonst war, abgeschlossen und es beginnt das Unangenehmste an den Beeren. Herausschneiden der abgetragenen Ruten. Und ich kann mich nicht an die Arbeit mit Handschuhen gewöhnen.

 

Marion geschrieben am 15. August 2012, 02:22:

Lieber Klaus, du schreibst „besser wäre“…. leider werde weder ich noch jemand in meinem Bekanntenkreis demnächst nach Thüringen fahren…. aber vielleicht kennst du jemanden, der mit den Pflänzchen nach Brandenburg an der Havel fahren möchte… (also wenn es auf dem Weg liegt meine ich)… oder du schickst sie doch?

Übrigens mache ich auch fast alles ohne Handschuhe… das macht zwar keine „sexy“ Hände, aber ich kann so besser fühlen, was ich mache 🙂

 

Klaus geschrieben am 15. August 2012, 06:49:

Hallo Marion !
Mein Vorschlag !
Du schickst deine Anschrift an Helga und sie leitet diese an mich weiter. Helga wird sicher so nett sein. Denke bitte daran dass je größer der Abstand zwischen den Pflanzen desto leichter lässt es sich ernten.
LG aus Thüringen

 

Marion geschrieben am 28. August 2012, 11:41:

Hallo Klaus,

ist denn meine Adresse bei dir angekommen???

Liebe Grüße,
Marion

 

Klaus geschrieben am 28. August 2012, 16:46:

@ Marion !
Nichts dergleichen. Und ich hatte schon alles versandfertig gemacht und fühlte mich veralbert !

 

Ingeborg geschrieben am 28. August 2012, 18:15:

Hallo Klaus und Helga,

beneide Euch um die Beeren. Bei mir tragen sie nicht. Der Busch wäre zwar groß genug, aber nichts da….!
Was muss ich dann im Herbst rausschneiden? Und weiß jemand Bescheid, ob man Maibeeren schneiden muss?

Lieben Gruß, Ingeborg

 

Klaus geschrieben am 29. August 2012, 06:11:

@ Marion !
Das Paket geht auf die Reise !!!

@ Ingeborg !
Eine Ferndiagnose ist immer schwierig, aber ich werde es versuchen. Bei der J.W. werden die Triebe vom vergangenen Jahr herausgeschnitten und die diesjährigen gelassen. In der Regel sind es die abgetragenen Triebe die herausgeschnitten werden. Den Boden lieber etwas mager halten. Zu fetter Boden bringt nur Kraut und keine Beeren. Für weitere Fragen bin ich immer offen.
Die Maibeeren unmittelbar nach Abschluß der Ernte, wenn ein dichterer Wuchs erreicht werden soll, zurückschneiden. Jetzt ist es zu spät, also im nächsten Jahr. Ansonsten ist ein Schnitt nicht erforderlich. Jetzt werden bereits die Fruchtknospen für nächstes Jahr gebildet.

 

Marion geschrieben am 29. August 2012, 22:03:

Supiiiiiiiiiiii 🙂

DANKE!

 

katrin geschrieben am 24. März 2013, 14:33:

Ich habe nun auch eine Frage zur Jap. Weinbeere. Wir haben im sommer eine Pflanze gekauft und eingepflanzt und bisher habe ich mir nicht getraut die beiden längeren Triebe, an denen schon ein paar Früchte waren, vom Vorjahr anzuschneiden, weil nur ein einziger micktriger (40 cm lang) frischer Trieb übrig bleiben würde. Oder ist im Frühjahr noch mit mehr jungen Trieben zu rechnen?
Lässt man die Pflanze vielleicht erst mal ein Jahr in Ruhe, um dann diesen Sommer die alten Triebe zu schneiden? In meiner Gärtnerei hier hatte ich das Gefühl, dass sie selber nicht so sicher waren. Und hier scheinen ja Profis zu diskutieren?

Ich danke für einen Tipp,

Katrin

 

Klaus geschrieben am 25. März 2013, 07:56:

Hallo Katrin !
Ich schneide die abgetragenen Triebe unmittelbar nach der Ernte ab, damit die gesamte Kraft in den frischen Trieb gehen kann. Je nach Zustand der gekauften Pflanze beim Kauf kann es schon mal 2-3 Jahre bis zur vollen Ernte dauern. Für etwas Humus oder Langzeitdünger ist die Pflanze sehr dankbar. Der Neuaustrieb beginnt bereits im Frühjahr und sollte mit etwas Dünger unterstützt werden. Für den Rückschnitt ist es noch nicht zu spät.

 

katrin geschrieben am 7. April 2013, 13:34:

Hallo Klaus,
danke für die Antwort. Habe ich dich richtig verstanden, dass ich besser bis zur ersten „richtigen“ Ernte warten soll, bis ich danach Zweige runter schneide? Oder doch jetzt schon, selbst wenn dann kaum noch was übrig bleibt?
– Zum Düngen haben wir übrigens einen wunderbaren komposthaufen.

Ich wünsche dir gutes Gartenwetter, damit du wieder loslegen kannst…

Katrin

 

Klaus geschrieben am 7. April 2013, 16:13:

Hallo Katrin !
Nur die Triebe vom vergangenen Jahr bringen Früchte. Die Triebe vom Jahr davor sind einfach nur noch totes Holz und können herausgeschnitten werden. Wenn du noch etwas wartest dann siehst du welche Triebe austreiben und diese lässt du stehen. Nur keine Hektik! Solltest du aus irgend einem Grund nicht zum ausschneiden kommen dann eben erst im Herbst nach der Ernte. Nur nicht den frischen Austrieb abbrechen. Viel Glück !

 

katrin geschrieben am 9. April 2013, 21:08:

Ok Klaus, dann trau ich mich jetzt mal. Die alten Triebe erkennt man jetzt schön gut, weil noch die alten Fruchtkapseln vom letzten Jahr dran hängen. – Hoffentlich kommt was nach…

Nochmal danke! Katrin

 

Klaus geschrieben am 10. April 2013, 06:15:

Gern geschehen !
Wenn du noch etwas Dünger übrig hast, dann zeigen sich die Pflanzen dankbar dafür. Am besten Langzeitdünger. Ich helfe gern mal mit Pferdemist nach. Jetzt wird der Mist entfernt und für den Kartoffelanbau genutzt. Irgendwie finde ich immer Arbeit im Garten. Die jetzt mitleidig lächelnd am Garten vorbeigehen werden dann zur Erntezeit blass.

 

Marion geschrieben am 1. Juni 2013, 09:13:

Hallo Klaus,

möchte mal kurz feedback geben… also die Pflänzchen haben den Winter gut überstanden und treiben nun ein wenig, aber sind erst ungefähr 30 cm hoch. Ich habe eben gelesen, dass ich sie düngen sollte. Kann ich dafür die selbst angesetzte Brennesseljauche nehmen? Den Kompost habe ich nämlich schon im ganzen Garten verteilt.

Lieben Gruß,
Marion

 

Klaus geschrieben am 1. Juni 2013, 17:54:

30 cm Neuaustrieb sind bis Anfang Juni normal. Gib nicht zuviel Dünger aber Brennnesseljauche ist ok. Früchte hast du nur am vorjährigen Austrieb. Bei uns saufen die Gärten derzeit reihenweise ab. Nix mit „Tag des Offenen Gartens “ u.a. im Saaletal.

 

Marion geschrieben am 7. Juni 2013, 11:37:

Lieber Klaus,

danke für die Info! Das mit dem Hochwasser ist wirklich schade. Hoffentlich überstehen Pflanzen und Tiere das viele Nass. Der Fluss hinter „meinem Haus“ ist auch ganz voll, aber zum Glück macht er nur Morast… kein Hochwasser. Ist aber auch nicht sehr schön. Vor allem die vielen Mücken stören!

Liebe Grüße und Kopf über Wasser halten!
Marion

 

Klaus geschrieben am 7. Juni 2013, 13:10:

Wir in unserer Stadt haben das Glück dass das Wasser abläuft. Unsere Nachbarn in den Tälern haben dieses Glück nicht und so mancher Garten wurde zum Wassergrundstück.

 

tinchen geschrieben am 22. Juni 2013, 15:54:

Hallo Klaus,

meine Weinbeeren sehen ein wenig mitgenommen aus die Blätter sind gelblich anstatt grün 🙁 Habe so eben auch die plötzlich trockenen Triebe abgeschnitten an einem habe ich dieses Jahr dann schon mal keine Ernte. Hast du eine Ahnung woher das kommen kann? Gedüngt habe ich auch schon vor ca. 2 Monaten.

LG, Christin

 

Klaus geschrieben am 23. Juni 2013, 07:55:

Auch bei mir überwiegt in diesem Jahr der Gelbton an den Weinbeeren. M.E. liegt das an der diesjährig „durchwachsenen“ Witterung. Und dies ist nicht nur bei diesen Beeren in diesem Jahr so. Eine Ferndiagnose ist schlecht möglich aber auch mit Ausfällen muß man rechnen, leider!

 

tinchen geschrieben am 23. Juni 2013, 19:08:

Dann bin ich beruhigt das es nicht nur bei mir so ist 🙂 Ich werde die Tage mal mit Brennessel düngen.

LG und danke für deine Antwort 🙂

 

Gabriela geschrieben am 30. Juni 2013, 03:00:

Hallo Klaus, jetzt habe ich mich gerade durch die Kommentare 2011/2012 gelesen, war eigentlich auf der Suche nach einer Idee für ein Himbeer-Spalier, und bin jetzt ganz wild auf die so oft beschriebene arctica Weinbeere. Ich habe meinen kleinen Garten seit 1 1/2 Jahren und hauptsächlich Beerensträucher gepflanzt: Rote und grüne Stachelbeere, rote und schwarze Johannisbeere, Jostabeere, Thaibeere, Gojibeere, und die dicken Himbeeren und Brombeeren. Ach ja, und Cranberry habe ich gerade auch noch gepflanzt. Ich hoffe, ich habe ihr die Erde richtig aufbereitet. Ich hatte so viel unterschiedliche Informationen über die Bodenbeschaffenheit gefunden, dass ich am Ende hauptsächlich verwirrt war. Was meinen Beerengarten angeht, bin ich noch in der Experimentierphase. Die Gojibeere macht mir etwas Sorgen. Hast Du vielleicht Erfahrungen damit? Und wie bekomme ich jetzt Deine tolle Weinbeere in meinen Garten? Für den Fall, dass Du noch kleine Pflänzchen ziehst, und auch verschickst, würde ich mich sehr freuen, wenn ich zwei von diesen bekommen könnte. Das Porto übernehme ich natürlich.

Schöne Grüße,
Gabriela

 

Klaus geschrieben am 30. Juni 2013, 18:47:

Hallo Gabriela !
Bei den Goji-Beeren kann ich dir leider nicht helfen, da ich selbst keine erfolgreichen Erfahrungen machen konnte. Sie treiben und treiben und bringen so gut wie keine Früchte.
Die Japanischen Weinbeere sind beim einzigen deutschen Anbieter wieder einmal ausverkauft und in diesem Jahr nicht mehr lieferbar. Ansonsten ist Gärtner Pötschke sehr zuverlässig an Qualität und Lieferung.
Die wenigen Pflanzen die ich noch zur Verfügung habe gebe ich nur noch an Selbstabholer ab. Vielleicht hast du Verbindung nach Thüringen.

 

Klaus geschrieben am 30. Juni 2013, 18:51:

Hallo Gabriela!
Die Baumschule Horstmann bietet noch Pflanzen an.
Viel Glück!

 

Gabriela geschrieben am 1. Juli 2013, 01:21:

Hallo Klaus, Danke für die schnelle Antwort!
Thüringen, eine schöne Ecke! Ich war als Kind oft im Eichsfeld. Eine Deiner Pflanzen abzuholen wird leider nicht klappen, zu weit, kein Auto! Aber, wie der Zufall so spielt, habe ich heute gesehen, dass ein Discounter hier in Köln demnächst Beeren, unter anderem die Weinbeere, verkauft. Es ist die Rubus phoenicolasius, die auch die Baumschule Horstmann anbietet. Ich hätte gerne die arctica, mit der Du so gute Erfahrungen gemacht hast! Aber vielleicht sollte ich es mit der Discounter Weinbeere einfach mal versuchen?

 

Klaus geschrieben am 1. Juli 2013, 07:00:

Hallo Gabriela !
Wenn sich im Pflanzenhandel die Bezeichnung phoenicolasius besser verkauft, dann heist sie so. Genug Beispiele gibt es dafür. So wird z.B. der Jap. Apfel „Kumoi“ als Nashi (Birne) verkauft da dies besser klingt und der Apfel besser lager- und transportfähig ist als die Birne.
Versuch es doch einfach mal!

 

Jürgen geschrieben am 2. Juli 2013, 12:03:

Ich habe mir letztes Jahr eine japan. Weinbeere bei der Baumschule Horstmann bestellt. Sie hat im ersten Jahr schon einige Früchte getragen und den Winter (südwestl. von München, 700 m über Meeresspiegel) problemlos überstanden. Nur ein paar cm der neuen Triebspitzen sind erfroren, aber das liegt daran dass die Triebe quasi bis zum Frost munter gewachsen sind.

Heuer haben sich schon zahllose Blütenstände gebildet und die Blüten müssten in den nächsten Tagen nach und nach aufgehen. Zwei neue kräftige Triebe für’s nächste Jahr wachsen auch schon.

Auch bei mir sind die Blätter eher gelbgrün als grün, aber das scheint bei der japan. Weinbeere wohl öfters vorzukommen.

 

Klaus geschrieben am 3. Juli 2013, 06:36:

Bei der Beurteilung und Beschreibung der Japan. Weinbeere schmore ich meist im eigenen Saft und freue mich über jede Beschreibung aus anderen Teilen der Republik.
In diesem Jahr werde ich zielgerichtet die Vermehrung über Samen versuchen. Nicht weil ich sie brauche, sondern aus reinem Wissensdurst. Aussaat durch Vögel klappt ja schon sehr gut aber immer dort wo ich sie nicht haben will.

 

Martin geschrieben am 21. Juli 2013, 19:23:

Hallo zusammen.
Ich bin durch meine Recherche auf diese Seite gekommen. Doch bei mir war es umgekehrt. Wir habe auf dem Hof meiner Eltern seit mehreren Generationen (wohl über 80 Jahren) diese Beeren, und niemand musst, was dies eigentlich für Beeren seien. Scheinbar war dies ja fast eine Pionierleistung. 🙂 Als mein Bruder den Hof übernommen hat er die Beerenkultur drastisch reduziert, und es blieben nur noch ein paar Triebe im Wald über. Also „rettete“ ich die Pflanzen und ziehe sie jetzt in einem grossen Pflanzentopf auf meinem Gartenplatz. Wegen des schlechten Frühlings hier in der Schweiz sind die Beeren noch nicht reif und Blüten habe – trotz zahlreicher Knospen – nur wenige gesehen. Doch ich kann schon sagen, dass der neue 1-Jährige Trieb wie wahnsinnig wächst. Er hat ca. 5 Seitentriebe gebildet und ist weit über 2 Meter hoch. Auch konnte ich aus meinem „geretteten“ trieb schon zwei Ableger ziehen und plötzlich habe ich gesehen, dass noch ein ganz kleiner dritter Trieb in einem weiteren Pflanzentopf wächst. Keine Ahnung, wie der entstanden ist. 🙂 Also, man sieht wirklich, wie einfach sich die Pflanzen vermehren lassen. Im nächsten Frühjahr muss ich mir sicherlich schon mal etwas mehr Platz für diese Pflanze besorgen.

 

Helga geschrieben am 21. Juli 2013, 20:51:

Hallo Martin, schön für die Japanischen Weinbeeren, dass du eine Rettungdaktion gestartet hast. Ich wünsche dir viel Erfolg mit deinen Pflanzen.
Liebe Grüße Helga

 

Klaus geschrieben am 22. Juli 2013, 07:11:

Hallo Martin!
Es gibt Jahre in denen es gebietsweise wenige Beeren zu ernten gibt. Bei mir ist in diesem Jahr wieder eine große Ernte zu erwarten, sofern es in der nächsten Zeit zu einem ergiebigen Regen kommt.
Mit der Vermehrung brauche ich mir keine großen Sorgen zu machen denn dafür sorgen die gefiederten Freunde.
Wenige vergessene Beeren sorgen für ausreichend Nachwuchs für mich und für Nachbarn.
Vermutlich ist die Stratifizierung (Kältebehandlung durch natürlichen Frost) für die Vermehrung wichtig und die Pflänzchen gehen im ganzen Garten auf. Keine Angst vor Wurzelausläufern denn nach meiner Erfahrung erfolgt die Vermehrung ausschließlich über Samen. Die Blüten sind unscheinbar und du kannst davon ausgehen dass jede Knospe eine Beere bringt.
Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Wiederbelebung der so dankbaren Jap. Weinbeere.
LG aus Thüringen

 

Klaus geschrieben am 28. Juli 2013, 17:03:

Noch 2 Tage und dann ist es wieder so weit zur Ernte. In diesem Jahr fällt diese außergewöhnlich reichlich aus und die gelegentlichen Wassergaben zahlen sich aus. Ohne geht in diesem Jahr garnichts. Ab Mitte der Woche muß ich das Wasser zum gießen aus der Leitung nehmen und dann in den Garten transportieren. Petrus sorgt schon dafür dass es mir nicht zu gut geht.

 

Klaus geschrieben am 29. Juli 2013, 16:30:

Ich hätte eher über die Wetterplanung von Petrus meckern sollen. Seit gestern Abend ca. 15 Liter/qm. 1mal richtig gegossen und es regnet weiter. Für die Fruchtentwicklung ist der Regen sehr gut. Bei den Kiwis fehlt einiges an Größe. Aber ich bin optimistisch.

 

Helga geschrieben am 29. Juli 2013, 18:56:

Hallo Klaus, bei mir hilft manchmal Fensterputzen. Wenn es wochenlang nicht geregnet hat, gibt es meist ein paar Tropfen, wenn ich gerade mit den Fenstern fertig bin.
Liebe Grüße Helga

 

Klaus geschrieben am 30. Juli 2013, 07:04:

Hallo Helga !
Nicht nur dir geht es so, dass man denkt Petrus sitzt auf seiner Wolke und wartet nur darauf uns ärgern zu können. Nachdem ich nun ausgiebig Wasser gefahren habe bereite ich nun die Schilder „Jap. Weinbeeren zur Verkostung-gratis“ vor und erfreue mich wieder an den oft kuriosen Kommentaren der Spaziergänger die vorbeigehen.

 

Klaus geschrieben am 10. August 2013, 18:39:

Und wieder geht es ins Neuland. Heute habe ich Samen der Japan. Weinbeere geerntet. Wenn Mann keine Arbeit hat dann verschafft er sich selbst welche. Mal sehen ob ich mit der Samenanzucht Glück habe. Die „Wilde Anzucht“ klappt ja ganz gut aber ich will die Qualität der Pflanzen nach Möglichkeit selbst bestimmen.

 

Marianne geschrieben am 17. August 2013, 12:27:

Hallo Klaus
Ich habe eine Frage zur japanischen Weinbeere.und zwar hat mein Mann eine Pflanze zum Geburtstag bekommen aber bei uns im bergischen Land ist der Boden ziemlich steinig und sohaben wir diese in einen grossen alten Einkochkessel gepflanzt.
Nun meine Frage kann sie dort bleiben und brauchen wir noch eine zweite Pflanze und wie ist das über Winter mit Eis und Schnee.
Ich würde mich über einen Rat von dir freuen
Danke Gruss Marianne

 

Klaus geschrieben am 17. August 2013, 18:09:

Hallo Marianne !
Die Idee mit dem Kessel ist nicht unbedingt die Beste. Besser wäre das Freiland auch wenn der Boden nicht ideal ist. In dem Kessel kann die Pflanze über Winter vertrocknen.
Nicht die Kälte sondern die gefriergetrocknete Erde ist Gift für die Pflanze. Bei einer Pflanzung im Freiland sind Eis und Schnee kein Problem. Im ersten Jahr kann man ja etwas Frostschutz im Wurzelbereich geben. Eine zweite Pflanze, zur Befruchtung, ist nicht erforderlich. Nach der ersten Ernte wirst du jedoch nach einer weiteren Pflanze verlangen.
Für dieses Jahr ist die Ernte so gut wie abgeschlossen und Ende der kommenden Woche werden die abgetragenen Triebe herausgeschnitten damit sich die Fruchttriebe für das kommende Jahr richtig entwickeln können. In diesem Jahr war es wieder eine sehr reichliche Ernte und die Nächste wird dann etwas geringer ausfallen. Ich hoffe dir etwas geholfen zu haben.
LG aus Thüringen

 

Marianne geschrieben am 18. August 2013, 13:16:

Hallo Klaus.
Danke für deinen Tip wir werden uns mit Hacke und Spaten bewaffnen und versuchen die Beeren einzugraben.
Nochmals dankeschön und Grüsse.
Marianne

 

Michael Thiel geschrieben am 2. September 2013, 20:36:

Habe ebenfals eine Pflanze bekommen, die sich selbst vermehrt hat.Möchte die Pflanzen, die momentan verstreut stehen, zusammensetzen ( 1m Abstand). Wann wäre die beste Zeit für dieses Vorhaben?

 

Klaus geschrieben am 3. September 2013, 17:19:

Hallo Michael !
Die Pflanzen kannst du jederzeit umsetzen. Sollte es die Größe deines Gartens hergeben dann würde ich dir einen größeren Abstand empfehlen. Dann kannst du beim pflücken die Pflanzen umkreisen und die Verletzungsgefahr ist auch nicht so groß. Günstig wären ca. 2 m. Dies sind Erfahrungswerte!

 

Michael Thiel geschrieben am 3. September 2013, 19:17:

Hallo Klaus, vielen Dank für den Tipp, werde es beherzigen.Übrigens, die Beeren schmecken super.

 

Klaus geschrieben am 4. September 2013, 06:58:

In diesem Jahr fiel die Ernte besonders hoch aus und wir haben Einiges eingefroren. Die Ernte erweckt den Anschein als ob Ertrag und Wachstum sich in der Intensität abwechseln.
Beim Studium der aktuellen Kataloge fiel mir auf, dass die JW nicht mehr, warum auch immer, im Sortiment sind.
Jetzt konzentriere ich mich auf die Anzucht des „Roten Maulbeerbaumes“. Die Bäume sind seit der Aussaat im vergangenen Jahr sehr stark gewachsen und haben eine Höhe zwischen 1 und 2 Metern erreicht. Leider sind mir durch die Anwendung von Raupenleim einige junge Bäume eingegangen.
Nach der Beschreibung des Geschmackes der Beeren scheint die Kombination der JW und des RM eine gute Kombination für Leckermäulchen zu sein.

 

Japanische Weinbeere, oder spielen Sie lieber mit kleinen viereckigen Maennchen? (Video) | Neulich im Garten geschrieben am 21. Oktober 2013, 20:22:

[…] des Vorjahres. In jedem Jahr bilden sich neue Triebe. Eigentlich wollte ich sie so kultivieren, wie Helgas Garten Blog schon beschrieben hat. Die Triebe ganz einfach am Pfahl nach oben binden. Das werden allerdings […]

 

hirtentrashel geschrieben am 22. Oktober 2013, 08:27:

Interessante Informationen! Habe dies Jahr auch eine Pflanze gesetzt und bin gespannt, wie es nach dem kommenden Winter weitergeht.
Heißt die Frucht übrigens so, weil irgenwo Wein daraus hergestellt wird? – Wäre dann vielleicht auch eine Konservierungsmöglichkeit bei großen Erträgen…

 

Klaus geschrieben am 22. Oktober 2013, 16:25:

Die Kultur der JW als Busch und nicht als Hecke hat sich aus der Erfahrung ergeben. So wie vorgestellt lassen sich die Beeren besser ernten. Selbstverständlich kann man die Ruten auch lang auswachsen lassen.
Aus den Beeren läßt sich sicher ein würziger Weinling herstellen. Den Versuch ist es wert. Leider habe ich nicht den erforderlichen Platz um ausreichend JW anzupflanzen. Ob sich daraus der Name ergibt ist mir nicht bekannt und es gibt auch keine Hinweise dazu.

 

Klaus geschrieben am 29. Oktober 2013, 17:25:

Zur Information !
Der Artländer Pflanzenhof hat auch die Japanischen Weinbeeren im Sortiment und mit deren Pflanzenqualität bin ich bisher sehr zufrieden.

 

Klaus geschrieben am 26. Juli 2014, 15:57:

Die Ernte der Jap. Weinbeeren ist bereits im vollen Gange. Wenn das mit der Verfrühung so weiter geht dann beginnt die Ernte in ein paar Jahren bereits im Februar. Mit dem Ertrag kann ich sehr zufrieden sein. Irgendwie war die Witterung für die Beeren günstig.
VG Klaus

 

Peter geschrieben am 29. August 2014, 18:18:

Hallo an alle
Ich habe heute die
Weinbeere gepflanzt und
gleich ein Spalier dazu
Jetzt warte ich aufs nächste Jahr und
Hoffe auf gute Ernte.Vielen Dank für
die vielen guten Beiträge.
Peter

 

Klaus geschrieben am 30. Dezember 2014, 10:33:

Da ich mit der Jap. Weinbeere so gute Erfolge hatte, habe ich mir auch noch die Russische Riesenbeere und die Jap. Mandelkirsche zugelegt. Vom Geschmack her ist die Riesenbeere mit der Jochelbeere zu vergleichen. Nur mit der Fruchtgröße bin ich nicht zufrieden. Sie ist eher ein Winzling. Es war jedoch die erste Ernte und ich bin recht optimistisch was die Entwicklung zur Riesenbeere anbelangt. Die Mandelkirsche ist geschmacklich sehr angenehm und von der Größe noch steigerungsfähig. Von der Optik her sehr interessant und u.U. als Hecke zu verwenden.
Allen ein frohes und gesundes „Neues Gartenjahr“!

 

Helga geschrieben am 30. Dezember 2014, 18:30:

Hallo Klaus,
Hast du eventuell Fotos von deinen neuen Pflanzen oder/und Früchten? Dann könnten wir sie ja in einem Beitrag vorstellen. Ansonsten sollten wir im Sommer an die entsprechenden Fotos denken und einen kleinen Betrag schreiben.
Danke für deine zahlreichen Hinweise und Kommentare.
Dir und deinen Lieben ebenfalls ein gutes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr.
Liebe Grüße Helga

 

Klaus geschrieben am 1. Januar 2015, 17:49:

Habe dir eine Mail über die Indianerbanane geschrieben. Im Verlaufe des Jahres werde ich dir über die Neuheit „Russische Riesenbeere“ schreiben.

 

jens geschrieben am 11. Juli 2015, 20:38:

Hallo Klaus und alle anderen! Ich habe heute alle eur auch Beiträge gelesen. Wie kam es dazu. War heute morgen bei Norma und habe eine kleine pflanze auf Gurkengläsern gesehen. Hatte wohl einer abgestellt der sie nicht mehr wollte. Es war die japanische Weinbeere. War die letzte und schon reduziert. Habe sie einfach mitgenommen und dann gegoogelt was das eigentlich ist. Fand ich wirklich interessant. Dann bin ich auch auf eure beiträge gekommen.ich habe auch ein so ein paar Raritäten.Bei mir wird aber das meiste zu wein verarbeitet. Bin Hobbywinzer mit leib und Seele. Nochmal an Klaus,ich wohne auch in Thüringen. Ist kein Problem wenn mal einer zum probieren kommt. Vielleicht bekomme Ich ja eine Antwort. Bis bald und gute Ernte

 

Helga geschrieben am 11. Juli 2015, 21:16:

Hallo Jens,
da hast du offenbar richtig Glück gehabt. Dann wünsche ich dir viel Erfolg mit deiner Pflanze.
Liebe Grüße Helga

 

Klaus geschrieben am 12. Juli 2015, 06:47:

Hallo Jens !
Ich schließe mich den Wünschen von Helga an und viel Erfolg bei der Herstellung von Weinlingen, denn Wein darf man das Getränk aus Obst ja nicht nennen.
In diesem Jahr habe ich wieder einmal eine gute Ernte zu erwarten und so langsam mache ich Platz im Gefrierschrank. Zum Tag des offenen Gartens werden dann einige Beeren aufgetaut und meinen Besuchern zur Verkostung angeboten. So lernen sie die Beere kennen und kaufen nicht die Katze im Sack. Für eine kleine Aufwandsentschädigung gebe ich gelegentlich Pflanzen ab. In wenigen Tagen ist wieder Erntezeit in Ranis.
Mein nächstes Projekt ist die Aufstellung eines Hummelhotels, da wir keine Honigbienen im Umfeld haben. Aber das ist garnicht so einfach.

 

jens geschrieben am 12. Juli 2015, 09:31:

Hallo Klaus! Ich melde mich morgen nochmal. Bin gerade auf einem kleinen gartenmarkt in Wertheim. Bis morgen LG Jens

 

Jens geschrieben am 12. Juli 2015, 23:11:

Hallo Helga,Hallo Klaus ! Danke für die Glückwünsche. Habe im Supermarkt noch nie eine Pflanze gekauft,also vorher. Ob da was gescheites rauskommt werde ich sehen, nochmals zum Thema Wein.man darf Obstwein schon Wein nennen es muß nur dringend der Name der Frucht davor. Ansonsten ist es sogar strafbar. Ich hatte gestern natürlich vergessen zu erwähnen,daß mein wichtigster Wein mein Rotwein Rebsorte Regent ist. Es ist eine richtige Weintraube keine Tafeltraube. Ich hatte schon über 90 öchsel. Das ist für den südharz nicht schlecht. Zu dem Bienenthema geb ich morgen meinen Senf dazu. Bin gerade von Wertheim wiedergekommen und muß langsam ins Bett. lG jens

 

Jens geschrieben am 13. Juli 2015, 15:19:

Hallo Klaus!
Hast du es schon einmal mit Wildbienen versucht? Die fliegen etwas später als die Hummeln aber auch früher als die Honigbiene. In meinem Insektenhotel haben sie sich gut vermehrt und sehr fleißig sind sie auch. Wahrscheinlich sind die meisten Mauerbienen. Ein Hummelhotel habe ich seit dem Frühling auch. Leider hat sich keine Königin angesiedelt, war wohl schon zu spät. Ich habe gelesen, dass man da auch ein bisschen nachhelfen kann. An Raritäten habe ich eine Germanische Mispel und eine schwarze Maulbeere (Morus alba-rubra). Das ist eine natürliche Kreuzung von weißer und roter Maulbeere. Die Früchte sind wirklich sehr lecker. Dann bis später. Liebe Grüße Jens

 

Klaus geschrieben am 13. Juli 2015, 17:32:

Für die Wildbienen habe ich, mit mäßigem Erfolg, vier große Baumscheiben aufgestellt. Dabei habe ich alles so gemacht wie allgemein beschrieben. Lochdurchmesser und Tiefe, Ausrichtung gen Süd-Ost. Ich kann mir nicht erklären was ich falsch gemacht habe. Vielleicht haben sie bessere Quartiere als die von mir angebotenen.
Von den Maulbeeren habe ich alle drei Sorten,Weiß,Rot und auch die Schwarze. Die Rote hat in diesem Jahr erstmalig geblüht aber noch keine Früchte ausgebildet. Wenn nur nicht immer diese Ungeduld wäre.
Ich habe mehr als 80 verschiedene fruchttragende winterharte Bäume und Sträucher. Darunter auch die Japanische Wollmispel. Mit Arbeit bin ich reichlich gesegnet.

 

jens geschrieben am 14. Juli 2015, 13:20:

Hallo Klaus!
Du hast ja eine ganz schöne Ranch. Ich habe leider nur schlappe 656 Quadratmeter und muss jetzt bei der jap. Weinbeere schon grübeln wo ich sie noch hinpflanze.
Sie ist auch sehr klein und zierlich. Ich überlege schon ob
Ich sie einen Winter in der Garage lasse damit sie etwas kräftiger wird und nicht gleich wegfriert. Bin mir über die Winterhärte nicht ganz sicher. Was meinst du dazu?
Mein Insktenhotel habe ich mal gekauft und ist von den Wildbienen fast komplett belegt.ich habe es dann noch erweitert und auch die Löcher genau maßgenommen. Leider hat es den Bienen auch nicht gefallen. Von ca. 200 Löchern sind dieses Jahr das erste Mal 3 Löcher genutzt. Ich habe auch keine Erklärung dafür. Das einzige was mir dazu einfällt ist,das es vielleicht die falsche Holzart ist. In meinem Fall ist es Pappelholz. Jedes Holz hat ja einen anderen Geruch. Deine jap. Wollmispel hast du aber nicht ausgepflanzt oder?
Meine Maulbeere hatte letztes Jahr ungefähr so 15 Früchte. Dieses Jahr schon grob geschätzt 150 meist dicke große Beeren. An der germ. Mispel ist das erste Mal eine einzige einsame Frucht. Die drei anderen sind abgefallen. Das ist aber bei jungen Bäumen glaube ich normal.
Ich bin übrigens kein Gärtner. War ja am Wochenende auf einem Gartenmarkt. Bin kleiner selbstständiger Kunsthandwerker im Holzbereich
Ich würde mich über deine Meinung freuen was das Auspflanzen der Weinbeere betrifft.
lG Jens

 

Klaus geschrieben am 14. Juli 2015, 16:33:

@ Jens !
Mein Garten hat auch nur 700 qm und ist auch voll belegt. Aber jeder gestaltet seinen Garten so wie er gefällt und nicht wie es dem Nachbarn zusagt. Dir soll er gefallen und du sollst dich dort wohlfühlen.
Die Japanische Weinbeere ist völlig winterhart und sie muß baldmöglichst in die Freiheit entlassen werden also ausgepflanzt. Wenn der Winter sehr trocken ist dann ist sie für einen Guss sehr dankbar. Wenn diese Pflanzen absterben dann liegt es nicht an der Kälte sondern an Trockenheit. Auf den Fotos siehst du wie ich meine Pflanzen gesetzt habe und dies ist m.E. die günstigste Variante. 2 Meter im Umkreis reicht, aber weniger sollte es auch nicht sein. Die Wollmispel habe ich ausgepflanzt und sie hat bereits den zweiten Winter überlebt Für Früchte ist sie noch zu jung. Die „Rote Maulbeere“ ist jetzt das 3.Jahr im Garten und auch sie wurde selbst aus Samen gezogen. Im kommenden Jahr „soll“ sie Früchte tragen. Toi,toi,toi.

 

Jens geschrieben am 14. Juli 2015, 21:42:

Hallo Klaus!
Ich wohne in einem kleinen Dorf namens Weilrode. Das liegt ca. 10 Kilometer südlich von Bad Lauterberg mitten im Wald. Hier leben ungefähr 70 Menschen und 100 Pferde. Es ist wirklich Idylle pur. Aber weil wir so schön abgelegen wohnen haben wir erst seit kurzem Internet. Was ich damit sagen will ist , daß ich auf diesem Terrain noch nicht so ganz fit bin. Und jetzt komme ich endlich zum Punkt. Wie kann ich mir die von dir beschriebenen Fotos anschauen und kann ich auch Fotos reinsetzen. Wenn ja dann wie?
Liebe Grüße Jens

 

Helga geschrieben am 15. Juli 2015, 06:20:

Hallo Jens,
Klaus meint, dass du dir oben in dem Beitrag die Fotos noch mal ansehen sollst. Er hat ja extra in verschiedenen Jahreszeiten Bilder gemacht, damit man die Pflanzen mal kahl und mal voll belaubt sehen kann.
Du kannst hier im Blog keine Fotos veröffentlichen. Dazu müsstest du mir eine Mail schicken und dein Foto anhängen. Das könnte ich dann in den Text einfügen.
Liebe Grüße Helga

 

Klaus geschrieben am 15. Juli 2015, 17:05:

Besser als Helga kann ich es auch nicht erklären. Auch wenn du jwd wohnst hast du den Vorteil dass du immer an Pferdemist rankommst und mit dem surfen im Net musste auch ich mich erst anfreunden und das als Rentner. Manchmal war es mir richtig peinlich wenn ich die Enkel fragen musste wie es geht aber ich habe es überlebt.

 

Jens geschrieben am 15. Juli 2015, 17:07:

Hallo Helga!
Danke für den Hinweis. Die Fotos habe ich natürlich schon gesehen. Wußte nur nicht das alle von Klaus sind. Aber wie ich schon sagte,muss halt noch bisschen was lernen.
Liebe Grüße Jens

 

Jens geschrieben am 16. Juli 2015, 12:49:

Hallo Klaus!
Ich denke ich werde es auch überleben. Bin auch nicht mehr der jüngste , aber trotzdem schon ganz schön weitergekommen.
Habe gestern die kleine Weinbeere eingepflanzt. Es Waren nur ganz wenige wurzeln dran. Mal schauen was daraus wird.
Was die Ungeduld angeht können wir uns die Hände reichen. Deshalb habe ich meine Bäumchen auch veredelt gekauft. Mit den Früchten klappts dann deutlich schneller als mit Sämlingen.
Wann hast du denn deine verkostungstage oder Tag der offenen Tür. Vielleicht machen wir mal einen Ausflug.
Liebe Grüße Jens

 

Klaus geschrieben am 16. Juli 2015, 17:39:

Der Tag des offenen Gartens war bereits Ende Mai und die Verkostung immer dann wenn etwas reif ist. Meist informiere ich darüber hier bei Helga und wer kommt der ist willkommen. In etwa 14 Tagen sind die Jap. Weinbeeren dran. Derzeit sind die Vierbeere und Russischen Riesenbeere so weit. Aber bitte mit Info hier im Net.

 

Klaus geschrieben am 19. Juli 2015, 07:31:

Die Info bezieht sich darauf, dass ich weiß wer wann kommt, da sich mein Garten außerhalb befindet.
Heute brauche ich vermutlich mal nicht zu gießen, da es etwas geregnet hat. Seit Herbst vergangenen Jahres hat es nicht einmal ergiebig geregnet.

 

Klaus geschrieben am 25. Juli 2015, 07:42:

Nachdem es in den letzten beiden Tagen sehr ergiebig geregnet hat sind die Weinbeeren vor der Reife noch einmal etwas gewachsen und besonders saftig geworden. Gestern fing nun die Ernte an. Die ca. 40 Liter Regen auf den qm waren wirklich ein Segen und vielleicht erholt sich auch meine Ligusterhecke wieder.
Auch die "Cera Santa" (eine Art der Mirabelle) ist jetzt erntereif. Es ist die erste Ernte seit der Pflanzung vor 4 Jahren.

 

Jana geschrieben am 1. August 2015, 21:40:

Hallo Klaus,

nachdem ich mir deinen tollen Beitrag und alle Kommentare durchgelesen habe, wüsste ich gerne, wie man die beiden Arten der Weinbeere unterscheiden kann.
Ich habe eine Jungpflanze geschenkt bekommen aber leider konnte mir niemand sagen, um welche Sorte es sich handelt.
Meine 2. Frage wäre, ob die Weinbeere mit einem lehmigen schweren, leicht sauren Boden zurecht kommt.

Liebe Grüße
Jana

 

Klaus geschrieben am 2. August 2015, 17:22:

Ich bin mir nicht sicher ob es zwei verschiedene Sorten gibt oder Unterschiede nur in den Bodenverhältnissen liegen. Auf die Sortennamen kann man nicht viel geben, da der Handel sich manchmal, zur Verkaufsförderung, neue Namen ausdenkt. Die Pflanzen die ich habe sind völlig winterhart, ertragssicher und resistent gegen die bekannten Pflanzenkrankheiten. Dies ist für mich wichtig. Nicht ob phönicia, kamtschatika oder japanisch.
Ich habe den gleichen Boden wie du und reichlich Ertrag. Nur Risse im Boden hat die Beere nicht gern und ist für Feuchtigkeit,auch im Winter, dankbar.

 

Tanja geschrieben am 10. August 2015, 20:16:

Hallöchen!

Vielleicht kann mir ja hier jemand helfen, ich würde meine Jap. Weinbeeren gerne über Samen züchten. So weit hab ich auch schon raus gelesen das es auch so funktioniert, aber so leicht verwirrt bin ich trotzdem, auf der einen Seite steht das sie ein Kalkeimer ist und ich die samen, auf einem feuchten Tuch für ca vier Wochen, in einer dichten Schüssel in den Kühlschrank stellen soll, auf einer anderen Seite steht das man sie für zwei Wochen in eine Wasserschüssel legen soll und danach für zwei bis vier Wochen in den Kühlschrank stehen sollen auch auf einem feuchten Tuch usw… hier lese ich jetzt das sie erstmal in den Gefrierschrank sollen… Kann mir jemand sagen wie es genau geht? Wäre echt dankbar dafür, den von allein zieht mir meine immer weniger neue Ableger.

Liebe Grüße Tanja

 

Klaus geschrieben am 11. August 2015, 16:24:

Wenn du ausreichend Zeit für die Vermehrung hast dann streue einfach ein paar Beeren auf ein Beet und warte auf die Pflänzchen im kommenden Frühjahr. Für meinen Bedarf reicht dies. Am wichtigsten ist das Stratifizieren der Samen. Also Frostbehandlung der Samen. Kühlschrank allein reicht nicht aus. Besser ist Gefrierschrank.

 

Klaus geschrieben am 16. August 2015, 15:25:

Die Ernte der Japanischen Weinbeeren ist so gut wie abgeschlossen und sie war wieder sehr reichlich. Die wenigen noch verbliebenen Beeren lasse ich für die Vögel. Unter diesen hat es sich bereits herumgesprochen dass es in meinem Garten immer etwas leckeres zu fressen gibt. In der kommenden Woche werden dann die abgetragenen Triebe herausgeschnitten und die Pflanze kann wieder Kraft für nächstes Jahr sammeln.

 

Lisa geschrieben am 29. April 2016, 14:21:

Hallo,

ich habe letztes Jahr ein Pflänzchen (Japanische Weinbeere) geschenkt bekommen und im Herbst noch eingepflanzt. Sie hat jetzt schon 1,5 m lange Ruten. Jetzt meine Frage: Soll ich sie jetzt im Frühjahr schon zurückschneiden oder erst im Herbst? Und falls nur im Herbst, auch dann, wenn sie diesen Sommer noch nicht getragen hat?

Vielen Dank für eine Antwort! Lisa

 

Helga geschrieben am 30. April 2016, 09:12:

Hallo Lisa, jetzt kannst du die Pflanze nicht schneiden. Wo soll sie dann blühen und Früchte tragen?
Klaus wir dir sicher noch ein paar Sätze dazu schreiben.
Liebe Grüße Helga

 

Lisa geschrieben am 30. April 2016, 16:14:

Hallo Helga,

vielen Dank für die schnelle Antwort!!
Mir ist noch eine Frage eingefallen. Im Netz findet man sehr widersprüchliche Aussagen zur Erde. Einmal steht sie mag leicht sauren Boden, dann liest man wieder sie braucht kalkhaltigen Boden. Was stimmt jetzt. Und reicht es ,wenn ich sie jetzt im Frühjahr mit ein bisschen biologischem Beerendünger „füttere“?

Herzlichst! Lisa

 

Klaus geschrieben am 30. April 2016, 16:42:

Wenn es sich um vorjährige Triebe handelt dann keinesfalls zurückschneiden. Wie auf dem zweiten Foto v.o. siehst du die Fruchttriebe als Seitentriebe an den Trieben vom vergangenen Jahr. Die frischen Triebe von diesem Jahr kannst du,nach Gutdünken, entspitzen um mehr Fruchtholz zu bilden. Wenn die Pflanze Triebe von 1,5 Meter Länge ausgebildet hat, ich vermute sofort nach der Pflanzung, dann stimmt die Bodenzusammensetzung und auch eine Düngung ist derzeit noch nicht erforderlich. Wenn du noch Fragen hast dann nur immerzu, denn ich antworte gern.
Viel Glück

 

Klaus geschrieben am 1. Mai 2016, 06:40:

Hallo Lisa !
Noch eine Ergänzung zur Frage Düngung! Zu starke Düngung kann u.U. zu Ertragsminderung oder Ertragsausfall führen. Lieber etwas kürzer treten! Der Artländer Pflanzenhof hat mich darauf aufmerksam gemacht. Von dort erhalte ich immer wieder hilfreiche Tipps per Mail.

 

Lisa geschrieben am 7. Mai 2016, 16:27:

Super, dass ich all meine Anfängerfragen loswerden kann!!
Meintest du mit Entspitzen die Seitentriebe der letztjährigen Triebe oder die neuen, die gerade aus dem Boden wachsen?
Danke! Lisa

 

Klaus geschrieben am 8. Mai 2016, 06:05:

Nicht nur die Seitentriebe der diesjährigen Triebe sondern auch die Haupttriebe kann man entspitzen um eine stärkere Verzweigung zu erreichen. Die vorjährigen Triebe lässt du am besten in Ruhe ihre Fruchtansätze auszubilden und erst wenn sie abgetragen haben dann kannst du mit der Schere hantieren. Jetzt ist auch die Zeit um im Winter abgestorbene Triebspitzen zu entfernen. Es sieht schöner aus wenn Alles grün ist.

 

Lisa geschrieben am 14. Mai 2016, 13:25:

jetzt hab ich es verstanden!

Herzlichen Dank! Lisa

 

Klaus geschrieben am 14. Mai 2016, 16:57:

Das freut mich sehr!
Derzeitig bin ich voll im Stress mit der Vorbereitung des „Tages des Offenen Gartens“ am 29.05. an dem ich aktiv teilnehme und meinen Garten für Jederman öffne.
LG aus Thüringen

 

Klaus geschrieben am 20. Juni 2016, 17:20:

In diesem Jahr wird es eine zeitige Ernte bei den Weinbeeren geben. Bereits jetzt öffnen sich die Blüten zur Bestäubung. Der Regen hat sich stark bemerkbar gemacht. Die von der Wühlmaus geschädigten Pflanzen haben sich gut erholt. Vermutlich dank der aktiven Ringelnattern die sich bereits gehäutet haben.

 

Klaus geschrieben am 24. Juni 2016, 07:44:

Die derzeitige starke Hitze und Trockenheit macht es erforderlich auch die Jap. Weinbeeren etwas zu gießen. Durch das in der jüngsten Vergangenheit in Wassertanks gesammelte Wasser tut dies auch nicht weh. Morgen soll ja schon wieder frisches Nass kommen. Hoffentlich ohne Unwetter!

 

Klaus geschrieben am 10. Juli 2016, 16:42:

Jetzt gibt es im Handel auch eine Japanische Himbeere die auch als Bodendecker genutzt werden kann. Sie ist nicht zu verwechseln mit der Japanischen Weinbeere. Ich bin auf den Geschmack gespannt. Leider hat die Pflanze noch mehr und stärkere Dornen wie die Weinbeere. Vielleicht macht sie dies mit einem guten Geschmack wieder wett. Der Neuzugang der Himbeere „Black Jewel“ hat uns durch einen sehr guten Geschmack, aromatisch süß, überrascht. Diese hat bei mir ein großes Zukunftspotential.

 

Klaus geschrieben am 21. Juli 2016, 07:01:

Jetzt beginnt wieder die Ernte bei den Japanischen Weinbeeren. In diesem Jahr sind sie besonders zahlreich und auch verhältnismäßig groß. Der heutige Regen ist sehr positiv für die Entwicklung der Beeren. Auch die großen Aktivitäten der Ringelnattern wirken sich positiv für den gesamten Garten aus.
LG Klaus

 

Ulrike geschrieben am 25. Juli 2016, 19:51:

Hallo,
ich bin dieses Jahr auch auf die Jap.Weinbeere gestoßen und total begeistert von dieser Beere. Jeden zweiten tag sitze ich neben den pflanzen und bin gleich in den Mund am ernten lecker? bis nachhause schaffen sie es nicht.
Kann man die auch im kübel halten ? Ich hätte sie auch gerne zuhause dort kann ich sie aber nicht in die Erde pflanzen ?
Und gibt es die nur in rot oder gibt es die vielleicht auch in dunkel und ich hab sie nur noch nicht gefunden ?
Ich kann gar nicht genug davon bekommen ?
danke

 

Klaus geschrieben am 26. Juli 2016, 15:15:

Hallo Ulrike!
Bei den Preisen für die Pflanzen kannst du es ruhig mal versuchen die Pflanzen im Kübel zu halten. Natürlich je größer der Topf desto größer und kräftiger die Pflanze und somit auch die Ernte. Die Japanische Weinbeere gibt es bisher nur in Rot. Eine Alternative zu ihr ist die „Schwarze Himbeere – Black Jewel“. Meine hat in diesem, dem 2.Jahr, erstmalig getragen und ich bin mit dem Ertrag und dem Geschmack sehr zufrieden. Auch hier kannst du es mit der Topfhaltung versuchen und uns dann informieren. Wir drücken dir ganz fest die „Grünen Daumen“.
LG Klaus

 

Olga Haffner geschrieben am 9. Juli 2017, 01:34:

Hallo Klaus,
gerne möchte ich bei Ihnen Samen von Japanische weinbeere
ARCTICA kaufen. Ich wäre Ihnen sehr dankbar für die Antwort.
Freundliche Grüße
Olga

 

Klaus Hölzer geschrieben am 10. Juli 2017, 07:00:

Hallo Olga!
Ich sammle keine Samen von den Japanischen Weinbeeren da die Vögel bei mir für eine ausreichende Vermehrung sorgen. Die Entfernung des Fruchtfleisches und die Stratifizierung übernimmt für mich die Natur. Solltest du Ende Juli in Thüringen unterwegs sein dann kannst du frische Beeren haben und dich gleich über die Haltung informieren. Mit dem Versand habe ich bisher nur „Nasse“ gemacht. Solltest du früher oder später in der Nähe sein dann kannst du auch gefrorene Früchte haben und sparst dir die Stratifizierung. Die Besichtigung und die Beeren kosten dich nichts und eine Tasse Kaffee ist auch noch drin. Sicher ist Helga so nett und leitet deine Info an mich weiter.
LG aus Thüringen

 

Helga geschrieben am 10. Juli 2017, 10:32:

Übrigens gab es vor zwei Wochen bei Norma verschiedene Beerenpflanzen zu kaufen, unter anderem auch Japanische Weinbeeren.
Liebe Grüße Helga

 

Maria Becker geschrieben am 11. Juli 2017, 13:40:

Danke für diesen tollen, informativen uns durch Bilder sehr anschaulichen Beitrag!!! Jetzt kann ich entscheiden, ob ich die mir angebotenen Pflanzen haben will.

 

Klaus geschrieben am 12. Juli 2017, 16:27:

Hallo Maria!
Meine Gäste zum „Tag des offenen Gartens“ haben natürlichen den Vorteil der möglichen Kostprobe (selbstverständlich kostenlos).
Im kommenden Jahr s.G.w. werde ich auch „schokolierte“ Japanische Weinbeeren anbieten. Noch habe ich es nicht mit aufgetauten Beeren versucht. Mal sehen. Mit frischen Beeren geht es hervorragend und sie sind nicht so zuckersüß wie z.B. Valparaiso, sondern angenehm würzig-süß. Neu im Handel sind die Japanischen Himbeeren.
Im Garten wird es nicht langweilig. Und danke für die Blumen!
LG aus Thüringen

 

Klaus geschrieben am 12. Juli 2017, 18:20:

Hallo Maria!
Nicht die Thematik eines Beitrages macht dessen besondere Würze aus sondern die Vielzahl und die Qualität der Diskussionsbeiträge. Erst wenn sich Viele mit unterschiedlichen Meinungen beteiligen dann macht es Freude seine Erfahrungen weiterzugeben und dies hat mich auch bewogen am „Tag des Offenen Gartens“ aktiv mitzuwirken. Für einen eigenen Blog fühle ich mich einfach zu alt.
LG aus Thüringen

 

Klaus geschrieben am 12. Juli 2017, 18:26:

Wer mehr von mir lesen möchte der geht hier im Blog einfach auf „Klaus Garten“ im Suchmodus.
LG

 

Olga geschrieben am 14. Juli 2017, 06:15:

Hallo Klaus,
Danke für die Einladung,aber Thüringen ist von mir 350 km entfernt und ich bin nicht mehr die jüngste.
Meine Jap. Weinbeere im Garten frieren über Winter die hälfte ab und sie sehen am Sommer ausgetrocknet aus obwohl viel gieße.
Ich hoffe ich finde die Arktica.Danke für die Information über Arktica.
Liebe Grüße
Olga

 

Luisa geschrieben am 14. Juli 2017, 15:45:

Hi Klaus, danke für den sehr interessanten Artikel. Ich habe auch eine japanische Weinbeere im Garten, aber so richtig möchte sie nicht. Die Zweige werden jedes Jahr (das 2.Standjahr) nur etwa einen halben Meter lang. Diese tragen dann zwar schön, aber mehr wäre bei dem Geschmack ja doch wünschenswert. Hast du Tips, sollte ich mal düngen? Habe auch schon überlegt sie zu versetzen, vielleicht taugt der Standort nicht, wann wäre denn da der ideale Zeitpunkt? Nach der Ernte?

 

Klaus geschrieben am 15. Juli 2017, 17:55:

Es ist immer sehr schwierig eine Ferndiagnose zu stellen. Wenn die Triebe im zweiten Jahr nur einen halben Meter lang werden und reichlich Früchte tragen dann sieht es ja gut aus. Es müssen sich ja erst richtig Wurzeln bilden. Ich dünge erst im Frühjahr und gebe gelegentlich, bei starker Trockenheit, auch mal eine Kanne Wasser. Nicht zu viel davon sonst hast du nur viel Laub.Von nichts kommt nichts. Nicht vergessen die abgetragenen Triebe nach der Ernte abzuschneiden. Ich bin kein Profi und kann nur meine Erfahrungen weitergeben aber das tue ich gern. In etwa 14 Tagen geht ja nun die Ernte los und diese wird in diesem Jahr trotz Dürre und zweimaligem Hagelschlag wieder reichlich ausfallen. Darauf musste ich auch etwa 3-4 Jahre warten. Ich habe 5 Pflanzen!
LG aus Thüringen

 

Klaus Hölzer geschrieben am 18. Juli 2017, 18:52:

Um Verwechslungen auszuschließen möchte ich darauf hinweisen dass es ca 700 verschiedene Rubusarten gibt. Am bekanntesten sind neben der Japan. Weinbeere die „Japanische Himbeere“ und auch die Ackerbeere (Rubus arcticus). Letztere habe ich mir nach einem Hinweis von Olga bei „Eggert Baumschule“ bestellt. Mal sehen ob ich auch hier, wie bei der Japan. Himbeere und Weinbeere einen grünen Daumen habe. Beide sind Bodendecker.
LG Klaus

 

Klaus geschrieben am 28. Juli 2017, 06:56:

Trotz starkem Regen lassen mich die Jap. Weinbeeren wieder einmal nicht im Stich. Inzwischen sind auch die Amseln und Drosseln auf den Geschmack gekommen. Für mich reicht es trotzdem noch. Durch Olga wurde ich wieder an die Ackerbeeren (Arktische Himbeere) erinnert und habe mir Pflanzen bestellt. Beide Sendungen, von „Eggert Baumschule“ und auch von „Bioland Hof“,waren in einem Topp Zustand.
Zu gegebener Zeit werde ich dann auch über meine neue „Baumscheibenbepflanzung“ berichten. Erst müssen sich die Pflanzen vermehren damit es gut aussieht. Den Bergmammutbaum wird es sicher nicht stören dass er jetzt Socken anhat.
LG Klaus

 

Lisa geschrieben am 15. August 2017, 09:07:

Hallo Klaus,
jetzt habe ich doch nochmal eine Frage zum Schneiden der Japanischen Weinbeere. Ich habe die abgeernteten Triebe bodennah abgeschnitten und es bleiben 3 kräftige Neutriebe, die allerdings schon mind. 3 Meter lang sind mit Seitentrieben teils über einem Meter. Darf ich die Neutriebe jetzt schon zurückschneiden und wenn ja wieweit und wie oft, da sie wahrscheinlich im Laufe des Herbstes und kommenden Frühjahrs weiter treiben werden?
Und wieweit und wann kürze ich die Seitentriebe??.

Herzlich! Lisa

 

Klaus geschrieben am 15. August 2017, 16:28:

Hallo Lisa !
Du hast alles richtig gemacht! Die Neutriebe kannst du fast zu jeder Zeit zurückschneiden. Ich beginne damit wenn mir die Triebe über den Kopf wachsen oder sonst irgendwo stören. Je mehr sich die Triebe verzweigen desto mehr Beeren erntest du. Im Frühjahr kommen nur noch die Fruchtstände und die schneidet man nicht weg. Jetzt sollte man den letzten Schnitt vornehmen. Die Triebe vom Oktober überleben den Winter eh nicht. Du hast eine sehr kräftige Pflanze oder es liegt an der guten Pflege. Meine Pflanzen kämpfen ganzjährig gegen die gefräßigen Wühlmäuse und Amseln.
LG Klaus

 

Lisa geschrieben am 19. August 2017, 10:14:

Hallo Klaus,

wie schön, dass ich hier meine Fragen loswerden kann und danke für die prompte Antwort.
Oje gegen Wühlmäuse ist es ein schweres Ankämpfen.
Die Vögel haben mir nur die Johannisbeeren weggefressen. Ich dachte die Weinbeere sei ihnen zu stachelig. Oder sie haben sie noch nicht entdeckt.

Herzlich! Lisa

 

Klaus geschrieben am 19. August 2017, 16:39:

Hallo Lisa!
Ich freue mich immer über jeden Dialog. Monologe sind so anstrengend und ermüdend langweilig.
Leider meiden meine Ringelnattern, als Wühlmausvernichter, Nachbars Garten da deren Hund u.a. auf sie abgerichtet wurde. Und so kommen diese Bösewichte ständig über die Grundstücksgrenze aus dieser Richtung.
Es ist natürlich auch möglich dass die Vögel an anderer Stelle bequemer an Futter kommen. Bei mir ernten die Amseln und Wacholderdrosseln sogar an den wehrhaften Japanischen Himbeeren.
Im kommenden Jahr werde ich Vogelschutznetze spannen. Betreffs der elektronischen Hilfsmittel kam bisher noch keine Rückmeldung.
Schade!
LG Klaus

 

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