Lebkuchen (Pfefferkuchen, Honigkuchen) selber backen
Hier gibt es von mir ein Lebkuchenrezept, nach dem meine aus Ostpreußen stammende Mutti immer unsere Weihnachtskuchen gebacken hat. Nun backe ich selbst schon seit fast vierzig Jahren diese leckeren Lebkuchen. Den Teig dafür kann man schon ein paar Wochen vor dem Backen ansetzen. Dann kann er in Ruhe reifen und wird besonders schmackhaft. Die Zeit reicht aber auch noch, um sich für das diesjährige Weihnachtsfest an die Arbeit zu machen. Das sollte dann aber unverzüglich geschehen.
Zutaten:
250 g Schweineschmalz, 500 g Bienenhonig, 500 g brauner Zuckerrübensirup, 1 kg Mehl (möglichst dunkles Weizenmehl), 3 Eier, 1/2 TL Salz, 3 Tüten Lebkuchengewürz (Neunerlei), 1 TL Hirschhornsalz, 1 TL Pottasche, etwas Milch
eventuell 4 EL Kakaopulver oder Rosinen oder Mandeln oder Zitronat und Orangeat
Die letztgenannten Zutaten waren früher für die einfachen Leute unerschwinglich und können getrost weggelassen werden. Es kann anstelle von Schmalz selbstverständlich mit Margarine gebacken werden, aber man schmeckt das Schmalz garantiert nicht heraus und es sorgt dafür, dass die Lebkuchen besonders lange weich bleiben.
Zubereitung:
Schmalz und Honig werden in einem Topf gut erhitzt bis alles geschmolzen ist. Dann nimmt man den Topf von der Feuerstelle und lässt unter Rühren den Rübensirup einlaufen. Ist alles nur noch lauwarm, werden nacheinander Eier, Salz, Mehl und Gewürze untergerührt. Zum Schluss löst man die Triebmittel Pottasche und Hirschhornsalz getrennt voneinander in wenig Milch auf (ich mache das in den Honig- bzw. Sirupgläsern und spüle sie damit gleich noch aus). Hirschhornsalz und Pottasche werden nacheinander in den Teig eingearbeitet. Diesen gibt man nun in einen Steintopf. Besitz man keinen, kann man auch gleich einen relativ großen Emaillekochtopf (ca. 5 Liter) für das Erwärmen benutzen und dann darin den Teig zubereiten. Der Teig sollte mindestens eine Nacht kühl ruhen vor dem Backen, besser wären mehrere Wochen.

Backen:
Den Teig auf ein gefettetes oder mit Backpapier belegtes Blech streichen (reicht für zwei Backbleche). Je nach Beschaffenheit des Mehls oder Zimmertemperatur ist der Teig manchmal etwas klebrig. Dann ist est gut, wenn man die Hände in sehr kaltes Wasser taucht, um ihn auf das Blech zu streichen oder man benutzt ein sehr kaltes Messer dafür.
Will man Figuren ausstechen, muss man bei dieser Teigmenge noch etwa 300 g bis 500 g Mehl zusätzlich unterkneten. Erst dann ist er ausrollbar.

Man kann den Teig vor dem Backen mit halbierten Mandeln belegen. Gebacken wird er bei etwa 200°C. Sofort nach dem Backen schneidet man ihn mit einem scharfen Messer in Stücke. Hat man die Lebkuchen nicht mit Mandeln belegt, kann man sie nach dem Abkühlen auch mit Schokolade oder Zuckerguss überziehen.


Aufbewahrung:
Die gebackenen Lebkuchen bewahrt man am besten in einem kühlen Raum in einem Steintopf auf. Sie werden unter diesen Bedingungen nicht hart. Ist der Raum zu warm und zu trocken, können auch die Lebkuchen austrocknen. Dann schafft ein über das Gefäß gehängtes feuchtes Tuch schnell Abhilfe.
3 Personen haben einen Kommentar hinterlassen
Sisah geschrieben am 12. Dezember 2009, 22:32:
Meine ostpreußische Mama pflegt nur eine Mandel auf ein Stückchen zu kleben…. aber so wie auf Deinem Lebkuchen sieht es eigentlich noch schöner aus. Ich habe diesen Blechlebkuchen immer geliebt, je länger er lag, desto besser schmeckt er !
Meine Mamma ist übrigens aus Masuren, woher kommt die Deine?
LG
Sisah
Helga geschrieben am 13. Dezember 2009, 09:32:
Hallo Sisah,das mit der Reife bei längerem Liegen stimmt. Als die Kinder noch zu Hause waren, wurde bei uns allerdings kein Lebkuchen besonders alt. Und mein Sohn, bei dem wir Weihnachten verbringen werden, hat auch schon gesagt, wir brauchen nichts weiter mitzubringen außer selbstgebackenen Lebkuchen.
Meine Eltern stammen beide aus der Nähe von Braunsberg.
Liebe Grüße und einen schönen dritten Advent Helga
Marco geschrieben am 2. Juli 2010, 13:39:
Hallo, ich weiss es ist Sommer und evtl. passt der Lebkuchen doch besser in die Winterzeit. Naja, da meine Mum Lebkuchen über alles liebt dachte ich, ich probiers mal aus und es hatte sehr gut geschmeckt. Alles was ich verändert hatte war etwas mehr Honig statt Zucker zu nehmen
Noch was als kleiner Tip: Ich hatte mir die Seite als Rezept ausgedruckt und es war leider sehr schwer leserlich wegen der dunklen schrift auf dunklem Hintergrund
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