Helgas Garten

Pilze konservieren

12. September 2010 | Autor: Helga | Kategorie: Rezepte und Hausmittel

Auch bei uns hat es in der letzten Zeit mehrmals geregnet. Es hat gereicht, um die Pilze wachsen zu lassen. Vor ein paar Tagen hatte ich bereits eine Handvoll Pfifferlinge im gegenüberliegenden Wald gefunden. So haben wir uns gestern gezielt auf die Suche begeben. Suche ist nicht die richtige Bezeichnung. In unserem altbewährten Revier hatten wir im Nu unsere Gefäße gefüllt. Es gibt hauptsächlich Maronenröhrlinge, einige Steinpilze, manchmal eine Ziegenlippe und wenige Pfifferlinge. Man soll wirklich nur die Pilze sammeln, die man sicher kennt. Man schneidet sie mit einem Messer ab und legt sie in ein flaches Gefäß, am besten in einen Korb. Von den Röhrenpilzen entfernt man den „Schwamm“ auf der Hutunterseite. Ebenso werden Schneckenfraßstellen und Madengänge herausgeschnitten. Die Pilze sind in diesem Jahr sehr madig. Zu Hause werden sie nur ganz kurz abgespült. Am besten schmecken Pilze frisch zubereitet.

Gebratene Waldpilze mit Zwiebeln und Speck:

In der Pfanne durchwachsenen Speck (klein gewürfelt) und zwei große Zwiebeln (in Ringe geschnitten) anbraten. Ist der Speck glasig, fügt man die geputzten kleingeschnittenen Pilze hinzu und gart sie gut durch. Gewürzt wird mit Salz und Pfeffer. Vor dem Essen gibt man noch frische Petersilie dazu.

Hat man mehr Pilze gefunden als man zu einer Mahlzeit braucht, kann man sie gut einfrieren, trocknen oder einkochen.

Einkochen:

Pilze sind eiweißreich und relativ empfindlich. Die Pilze werden kurz in kochendes Salzwasser gegeben, damit sie zusammenfallen. Dann füllt man sie in die Konservengläser und gibt das Salzwasser darauf. Man muss die Weckgläser mit den Pilzen eine ganze Stunde bei hundert Grad sterilisieren. Das lohnt sich also nur, wenn man eine große Menge auf einmal zu verarbeiten hat.

Trocknen:

Einzelne dicke Steinpilze kann man sehr gut trocknen. Sie werden nach dem Sammeln nicht abgespült, sondern nur mit einem trockenen Tuch abgerieben. Dann schneidet man sie in sehr dünne Scheiben, breitet sie auf einem Backblech aus und lässt sie bei ganz geringer Temperatur im Backofen für eine halbe Stunde vortrocknen. Dann lässt man sie bei Zimmertemperatur einige Tage trocknen, bis sie richtig brüchig werden. Dabei sollte man sie von Zeit zu Zeit mal wenden. Die trockenen Pilze werden in einem Schraubglas aufbewahrt. Sie geben Soßen, Gulasch oder Fleischgerichten einen tollen Geschmack.

Einfrieren:

Steinpilze und Maronen sind zum Einfrieren sehr gut geeignet. Nach dem Putzen werden sie kleingeschnitten, kurz blanchiert (in kochendes Wasser gegeben), kalt abgespült und in Gefrierbeutel gefüllt. Im Gefrierschrank sind sie mehrere Monate haltbar. Sie können unaufgetaut kurz vor dem Ende der Garzeit dem Gulasch oder Braten zugefügt werden.

Steinpilz

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Maronenröhrlinge

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Wir hatten übers Wochenende einen Siebenjährigen zu Besuch. Gestern war er beim Sammeln an meiner Seite und hat so manchen Pilz entdeckt. Kein Wunder, schließlich war er ja mit den Augen näher am Boden als ich. Heute bekam er selbst ein Sammelgefäß und ein Messer, was er mit sichtlichem Stolz registrierte. Zu mir sagte er: „Ich sammle nur die braunen Pilze. Du kannst ja auch die gelben nehmen, weil du die Peperoni (aus Maronen und Pfifferlingen entstanden) genau kennst.“

3 Personen haben einen Kommentar hinterlassen

kira geschrieben am 12. September 2010, 22:05:

hallo, warum entfernst du den schwamm an der unterseite der pilze? haben wir noch nie gemacht, und ich reibe die pilze auch nur mit einem sauberen tuch ab, spüle sie nie mit wasser ab…lg von kira

 

Helga geschrieben am 13. September 2010, 18:45:

Hallo Kira, die Schwämme der Maronen sind schnell matschig, haben keinen Geschmack und enthalten oft Ungeziefer. Das Abreiben mit einem Tuch reicht bei ihnen nicht aus. Die Schwämme würden sich beim Abspülen mit Wasser vollsaugen. Dadurch wäre das Braten der Pilze praktisch unmöglich. Bei jungen Steinpilzen lasse ich sie allerdings auch mal dran. Liebe Grüße Helga

 

Andersreisender geschrieben am 28. September 2010, 06:04:

Mah…da läuft mir das Wasser im Munde zusammen! Also ein bisschen gehen mir die kulinarischen Köstlichkeiten, die der Herbst in Mitteleuropa bietet, schon ab. In der Ferne sieht man erst vieles klar, was man zu Hause als Selbstverständlichkeit hinnimmt.

Gutes Gelingen mit den Schwammerln und liebe Grüße aus Shanghai!

 

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