Rote-Bete-Salat
Rote Bete ist eine anspruchslose Gemüsepflanze. Sie ist eng verwandt mit Mangold, Zuckerrübe und Futterrübe. Sie dient uns als Nahrungsmittel, wird aber auch sehr gern von Kaninchen und Meerschweinchen gefressen. In meiner Kindheit wurde sie in den Dörfern sehr häufig angebaut, weil sie mehrere Monate lagerfähig ist und damit den Vitaminbedarf der Menschen sichern half. Dann geriet sie fast in Vergessenheit. Meine Eltern hatten immer Tiere (Enten, Hühner, ein Schwein), für die kleine oder beschädigte Kartoffeln in einem Kartoffeldämpfer gekocht wurden. Im Herbst steckte meine Mutti dann immer ein paar Rote Beten mit Schale zu den Kartoffeln in diesen Dämpfer. Waren sie gar, pellten wir Kinder sie wie Pellkartoffeln und aßen sie mit wenig Salz.
Ich hatte auch fast jedes Jahr Rote Bete im Garten. Meine Kinder liebten sie, weil sie beim Essen so schöne rote Zungen bekamen. In den letzten beiden Jahren hatte ich Saatgut von LIDL, ich glaube die Rote Bete heißt Rote Walze. Sie gefällt mir gut, da sie intensiv rot gefärbt ist. Ich hatte schon bei der Aussaat auf Abstände geachtet, sodass ich nicht mehr vereinzeln musste.

Mit zunehmender Größe wächst sie aus dem Boden heraus. Rote Bete erntet man vor dem Frost und lagert sie am besten wie Möhren in trockenem Sand ein.
Rote-Bete-Salat:
Kleine Knollen kann man wie Pellkartoffeln kochen, dann schälen und in Scheiben schneiden. Da man im Garten oft Knollen unterschiedlicher Größe hat oder sehr große, schält man sie besser roh und schneidet sie in gleichmäßig dicke Scheiben. Diese kocht man bissfest in Salzwasser mit Kümmel und einem Schuss Essig. Nach dem Erkalten schneidet man noch eine Zwiebel in Ringe und fügt sie dem Salat zu.

Rote-Bete-Saft:
Rote Bete kann man mit gleichen Teilen Apfel und Birne in einer Saftzentrifuge roh entsaften, eventuell noch ein Stück Ingwerwurzel oder eine Scheibe Sellerie in die Zentrifuge geben. Schon hat man einen sehr leckeren Vitamincocktail.

8 Personen haben einen Kommentar hinterlassen
Sisah geschrieben am 27. Oktober 2009, 08:43:
Den rote Beete Saft mit Ingwer (plus Apfelsaft) ist der absolute Knaller, leider kann ich den immer nur in der Saftbar Tegeler Markthallen trinken, weil ich keine vernünftige Frischsaftpresse habe.
Rote Bete waren mir in meiner Kindheit immer verhasst, weil es die von Muttern immer sauer eingelegt gab. Seit ich sie als Salat mit Essig, Olivenöl, Knoblauch und viel frisch gemahlenem Pfeffer zubereite, ist die gesamte Famile ein Fan davon. Mit Kümmel, wie Du es beschreibst esse ich rote Bete auch gerne, nur der Rest der Familie verweigert es dann.
Das Gemüse ist so vielfältig zuzubereiten und wegen der darin enthaltenen Anthozyane so gesund!
LG
Sisah
Helga geschrieben am 27. Oktober 2009, 08:57:
Es ist wie bei vielen Dingen so, dass die Menschen oft mit Vorurteilen an irgendwelche Dinge herangehen. Ich habe augenblicklich mal wieder viel mit benachteiligten Kindern zu tun. Im Schulgarten war Rote Bete angebaut worden. Fast jeder der Erwachsenen tat das als sinnlos ab: “Sowas essen die Kinder nicht.” Da die Kinder eigentlich immer hungrig sind, habe ich einen Topf voll gekocht (nur in Salzwasser) und habe sie zur großen Pause mit auf den Schulhof genommen. Es kann sich niemand vorstellen, wie schnell die Rote Bete aufgegessen war.
Margit geschrieben am 27. Oktober 2009, 14:38:
Brrr, da schüttelt’s mich noch immer. Rote Bete war mir als Kind verhasst – und ich kann’s bis heute nicht essen. Eines der ganz wenigen Gemüse, das ich einfach nicht mag.
Trotzdem hatte ich sie vor ein paar Jahren mal im Garten: Ich liebe den Geschmack der Rote-Bete-Blätter in Salaten. Mit den eigentlichen Knollen konnte ich dann aber gar nichts anfangen. Also lasse ich den Anbau seither.
Liebe Grüße, Margit
Helga geschrieben am 27. Oktober 2009, 18:44:
Hallo Margit, es ist eben alles Geschmackssache. Zum Glück sind die Geschmäcker verschieden. Gesund ist die Rote Bete auf jeden Fall. Und Kinder lehnen sie vielleicht ab, weil die fertig gekauften Konserven meist viel zu sauer sind. Kinder lehnen gerade Saures oft ab. Ich werde demnächst mal ein paar Rezepte für Kinder veröffentlichen, mit denen ich bis jetzt immer gut angekommen bin. Liebe Grüße Helga
Karin geschrieben am 28. Oktober 2009, 15:06:
Ich baue ebenfalls Rote Bete in meinem Gartenshop an. In meiner Familie ist sie sehr beliebt und es gibt zahlreiche Rezepte diese auch für die Kinder interessant zu machen.
Gerry geschrieben am 8. November 2009, 20:05:
Ich habe Rote Beete (oder wie sie bei uns heißt: Rote Rüben oder Rohnen) vor 2-3 Jahren in der Küche wieder entdeckt. Nicht nur als Salat sondern auch in Würfel geschnitten mit Rotweinessig, Salz und Sauerrahm noch warm angerichtet. Ein Gedicht. Weitere Idee ist, einen Ruccola, Prosciutto und Parmesan dazuzugeben.
Für mich ein absolut geniales Essen. Einzig beim rohen Saft – wie von Dir beschrieben – schnürt es mir die Kehle zu. Das sind eher grauslige Kindheitserinnerungen *würg*
Llewella geschrieben am 27. November 2009, 09:04:
Ugh – ich bin nun auch kein Freund der roten Bete. Aber mein sieben Monate alter Sohn isst sie mit Begeisterung. Allerdings braucht Mama dann beim Füttern eine Rüstung und man sollte Rote Bete auch nie füttern, wenn man gerade frische Klamotten angezogen hat (also sich selber und dem Junior)
Manuela geschrieben am 3. Dezember 2009, 18:58:
Bis jetzt hab ich mir rote Beete Knollen immer aus der Ferne angesehen. Jetzt werde ich mich mal trauen und rote Beete nach obiger Anleitung für einen Salat kochen. Bin gespannt wie das schmeckt.
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