Helgas Garten

Säfte selber machen

22. September 2013 | Autor: Helga | Kategorie: Allgemein

Jeden Tag schleppen Schulkinder literweise Wasser mit Zucker und Geschmacksstoffen zur Schule. Sie sind ganz stolz auf ihr „gesundes“ Getränk. Ich zeige ihnen dann das möglicherweise vorhandene Kleingedruckte und sage ihnen, dass es wesentlich billiger, bequemer und gesünder sei, die Flasche am Wasserhahn mit frischem Leitungswasser zu füllen. Das Erstaunen ist dann auf jeden Fall erst mal groß. Leider kann ich in der Schule augenblicklich keinen Herd benutzen. Aber ich werde auf jeden Fall in der kommenden Woche mal die Saftzentrifuge mitnehmen und den Kindern zeigen, wie man wirklich Saft herstellen kann. Dann können sie selbst den Unterschied zwischen Apfelsaft und Wasser mir Apfelaroma testen.

Ich habe gestern einen Entsafter voll Holunderbeeren entsaftet. Nachdem der Vorgang beendet war, habe ich den Entsafter über Nacht noch nachtropfen lassen. Inzwischen hatte ich einen anderen Entsafter (praktischerweise besitze ich zwei) mit Äpfeln, Birnen und Pfirsichen aufgesetzt. Birnen können wir jetzt wieder jeden Tag an einer Straße in zwei Kilometern Entfernung aufsammeln. Die Pfirsiche habe ich im Garten. In diesem Jahr hat der Baum aber kaum getragen. Aus dem Obstgemisch habe ich zwei Flaschen Saft gewonnen und die Früchte durch ein Sieb gerührt. Mit etwas Zucker gibt das ein leckeres Mus. Den Saft habe ich heute früh mit dem über Nacht zusammengetropften restlichen Holunderbeersaft gemischt. Nach dem Erhitzen habe ich Zucker zugegeben und alles heiß in leere Ketchupflaschen gefüllt und sofort verschlossen. Der Saft schmeckt ganz lecker. So kann man mit dem Dampfentsafter praktisch aus jeder Frucht Saft gewinnen. Leider vergammelt immer noch zu viel Obst am Straßenrand.

7 Personen haben einen Kommentar hinterlassen

rrhase geschrieben am 22. September 2013, 10:25:

Wir versuchen auch unsere Kinder auf diesen Geschmack zu bringen. Ist aber nicht leicht. So ein Tetrapack Apfelsaft ist sehr verlockend. Ist ein langwieriger Prozess 🙂

 

Helga geschrieben am 22. September 2013, 15:01:

Hallo Ralf, diese Tetrapacks enthalten wenigstens noch teilweise Fruchtsäfte. Wenn ich aber klare Flüssigkeit in der durchsichtigen Flasche sehe und den Leuten wird suggeriert, dass Erdbeersäfte beteiligt seien, dann frage ich mich, wie dumm man sein muss um sowas zu glauben.
Liebe Grüße Helga

 

Sisah geschrieben am 22. September 2013, 16:05:

Die Ernährungserziehung fängt bereits ganz früh im Elternhaus an…alle späteren Versuche versprechen wenig Erfolge.
Die Einflüsterungsarbeit der Werbung leistet ‚hervorragende‘ Arbeit, wie will man da bei Halbwüchsigen mit selbst hergestelltem Saft gegen Cola antreten?
Mein Sohn ist inzwischen dreißig, hat als Säugling nur Muttermilch, Wasser und selbst hergestelltem Fencheltee , als Kleinkind niemals industriell gefertigte Limonaden oder irgendwelche dubiosen Fruchtnektare kennengelernt und hatte dementsprechend bis zur Pubertät ein kariesfreies Gebiss.
Was ist nach der Pubertät davon geblieben? Er trinkt Cola und hat Karies….aber wenigstens trinkt er, wenn er durstig ist wirklich nur Wasser.
Abgesehen von der gesundheitsschädlichen Wirkung der industriell gefertigte Zuckersäfte, prägen diese natürlich auch durch dubiose naturidentische Aromastoffe frühzeitig den Geschmackssinn der Heranwachsenden. Und der ist dann hinüber, ich sage mal ganz kulturpessimistisch… für immer.
LG
Sisah

 

Bine geschrieben am 24. September 2013, 09:47:

Liebe Helga,

ich möchte gern Salbeibonbons selbst herstellen. Gibt es hierfür eine Alternative für den benötigten Zucker? Und wenn nein, könnte man sicher auch Karamelzucker verwenden, der ja schon eine braune Farbe hat.

LG
Bine

 

Helga geschrieben am 24. September 2013, 10:56:

Hallo Bine, einen Teil des Zuckers kannst du sicher durch Bienenhonig ersetzen. Dafür nimmst du am besten eine Sorte wie Rapshonig, die ja von Natur aus schnell fest wird. Karamellzucker sollte gut geeignet sein.
Liebe Grüße Helga

 

Bine geschrieben am 24. September 2013, 14:00:

Lieben Dank für die schnelle Antwort. Ich habe im Frühjahr Löwenzahnblütenhonig gemacht, der ja vom Geschmack kaum vom richtigen Honig zu unterscheiden ist. Den werde ich mit dazu nehmen.

Liebe Grüße
Bine

 

Fugenkratzer geschrieben am 28. September 2013, 15:57:

Ich habe auch das Problem, dass meine Kinder zu viel von diesen süßen Säften trinken. Es dauert seine Zeit bis man sie von anderen Säften überzeugen kann.

 

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