Helgas Garten

Schädlinge an Zimmerpflanzen

11. Februar 2015 | Autor: Helga | Kategorie: Allgemein,Gewusst wie

Vor einiger Zeit hat Bine uns verraten, zu welchem Mittel sie gegriffen hat, um Schädlinge an ihren Zimmerpflanzen zu bekämpfen:

Ich möchte hier einen Tipp gegen Wollläuse geben.
Ich habe mir vor ein paar Wochen eine neue Orchidee gekauft und mir dadurch Wollläuse eingeschleppt. Trotz sofortiger Behandlung mit Spülmittel, Alkohol, mehrmaligen besprühen mit Glasreiniger (Spiritus) und sonstigen Tipps, bin ich die Biester nicht losgeworden. Die Läuse bevorzugen ja besonders die unzugänglichen Blattritzen und Blüten, die mit betupfen und abwischen nur schlecht oder gar nicht erreicht werden. Daraufhin habe ich ganz radikal eingegriffen und die Blüten (schweren Herzens) abgeschnitten. Die Pflanzen habe ich aus dem Substrat genommen und dieses mit kochendem Wasser überbrüht. Die Orchideen selbst habe ich ca. 15 Minuten in einen Eimer Wasser, dem ich eine gehörige Portion DAN Klorix beigefügt habe, getaucht und alle wieder eingetopft.
Dies ist jetzt über eine Woche her und bis jetzt sind meine Pflanzen frei von Läusen. Das Tauchbad hat den Orchideen nicht geschadet. DAN Klorix beseitigt Bakterien und Viren lt. Angabe zu 99,9 %. Deshalb schien mir die Aktion als letzter Ausweg vor dem Gang in die Tonne. Mit Erfolg, wie ich festgestellt habe.

Ich hatte bisher wenig Probleme mit meinen Zimmerpflanzen. Im letzten Sommer haben aber meine Myrten im Freien Schildläuse bekommen. Diese Viecher lassen sich an großblättrigen Pflanzen noch ganz gut bekämpfen, wenn man ständig die Schilder absammelt und vernichtet. Bei Myrten ist dieses Vorhaben allerdings aussichtslos. Deshalb hatte ich mir ein Mittel gekauft, das bei saugenden Schädlingen gut wirken soll.

2015-02-10 20.14.00

Diese Stäbchen werden genauso angewendet wie Düngestäbchen. Je nach Topfgröße und Befall steckt man einige dieser Stäbchen in die Erde. Dann wird normal gegossen.

Myrte

Schon nach wenigen Tagen lagen die ersten toten Schädlinge auf dem Fensterbrett. Nun habe ich in Abständen immer wieder die Fensterbretter gründlich abgewischt und bin mit dem Erfolg sehr zufrieden.

So kann jeder für sich selbst entscheiden, mit welchem Mittel er sein Ungeziefer bekämpft. Bines Mittel ist auf jeden Fall billiger. Meins hat gut gewirkt und war für mich mit wenig Aufwand verbunden.

Hier noch ein Foto von den Gelbstickern, die von verschiedenen Herstellern angeboten werden. Sie sind frei von Gift und locken nur durch ihre Farbe fliegende Insekten an, die sich darauf setzen und dann kleben bleiben.

2015-02-13 17.27.09

Ich hatte vor zwei oder drei Jahren mal meinem Sohn und meiner Schwiegertochter geholfen ihre großen Zimmerpflanzen umzutopfen. Nach kurzer Zeit schwirrten bei ihnen Trauermücken und andere Insekten in der Wohnung umher. Vermutlich waren ein paar Larven in der Blumenerde. Die Gelbtafeln haben dann schnell für Abhilfe gesorgt.

7 Personen haben einen Kommentar hinterlassen

Helga A geschrieben am 12. Februar 2015, 22:53:

DAN Klorix zu verwenden, ist eine echt klevere Idee und gefällt mir.
Dieses Mittel verwendete ich bisher nur, um am Fußboden in der Dusche Pilze ect. zu beseitigen, natürlich bei geöffnetem Fenster, wegen der Reizstoffe.
Oder ich verwendete es bei vergilbter Wäsche, um sie wieder reinweiß zu kriegen. Dazu wenig Wasser nehmen und einen guten Schluck beifügen, nur soviel Flüssigkeit, daß sie über der Kleidung steht. Dafür mal mit einem separaten Kochlöffel durchrühren, damit alle Falten das Mittel abkriegen und aber wegen der Schärfe nicht zu lang in der Brühe lassen.
Ich hätte nicht geglaubt, daß Blumen dieses agressive Klormittel vertragen können, das sogar den Händen schadet, wenn man keine Handschuhe nimmt.
Leider traue ich mich nicht, es bei Blattläusen und weißen Fliegen an meinem Enzianbäumchen, welches dem Winter über im Bad steht, anzuwenden.
Hat jemand außer Gift sonst noch eine gute Idee für mich?

Eure
Helga A.

 

Helga geschrieben am 13. Februar 2015, 15:31:

Hallo Helga A.,
Bei fliegenden Schädlingen kann man sehr gut auf Klebefallen (Gelbsticker) zurückgreifen. Durch die gelbe Farbe und wohl auch den Duft werden die Schädlinge angelockt und bleiben dann auf dem Leim kleben. Damit habe ich sehr gute Erfahrungen gesammelt.
Liebe Grüße Helga

 

Bine geschrieben am 13. Februar 2015, 17:13:

Hallo Helga A,

als agressiv und reinen Giftstoff kann ich Klorix nicht einstufen. Da ich es stets verdünnt verwende, habe ich bisher nur positive Erfahrungen damit gemacht. Der unangenehme Geruch verzieht sich mit der Zeit von allein. Chlor wird ja auch im Schwimmbad ins Wasser versetzt und niemanden schadet es, wenn er nicht gerade eine Allergie dagegen entwickelt hat. Verdünntes Klorix fässt sich sehr weich an und löst bei den Wollläusen den Wachspanzer auf. Selbst Schnittblumen (besonders Gerberas) halten mit einigen Tropfen Klorix im Giesswasser wesentlich länger.
Die von Helga hier vorgestelleten Stäbchen habe ich ebenfalls erfolgreich bei meinem Zimmerefeu verwendet, welches von Blattläusen befallen war.
Ist also eine Alternative zur Schädlingsbekämpfung.

Viele Grüße
Bine

 

Helga Abendrot geschrieben am 13. Februar 2015, 23:41:

Hallo Helga und Bine,

besten Dank für den Gelbsticker-Tipp. Leider habe ich damit noch keine Erfahrung. Ich nehme an, man kriegt Sticker wie Stäbchen in der Drogerie.
Haben die Stäbchen einen bestimmten Namen?

Liebe Grüße
Helga A.

 

Klaus geschrieben am 14. Februar 2015, 09:50:

Hallo Helga A.
Ich habe die besten Erfahrungen mit „Gelb-Sticker“ von Neudorff
gemacht. Sie sind frei von Giftstoffen und mit den 10 Stück/Packung kommt man sehr weit.

 

Helga geschrieben am 14. Februar 2015, 13:06:

Hallo Helga A,
klick mal bitte das Foto mit den „Giftstäbchen“ an, dann wird es vergrößert und du kannst den Namen lesen. Du musst in der Drogerie oder im Gartenmarkt sowieso danach fragen. Sie sind nicht in Selbstbedienung zu haben, sondern lagern im Giftschrank unter Verschluss.
Die Gelbsticker gibt es manchmal sogar im Discounter im Angebot. Wie Klaus schon geschrieben hat, sind sie sehr ergiebig. Oft sind 10 solcher Sticker in einer Packung. Man braucht eigentlich nur eins pro Fenster, weil die Insekten ja hinfliegen. Und es dauert lange, bis der Leim eingetrocknet ist und die Insekten nicht mehr festkleben.
Liebe Grüße Helga

 

Helga Abendrot geschrieben am 16. Februar 2015, 14:56:

Hallo Klaus,

Ich danke Dir für diesen Hinweis. Ich denke, bei der Firma Neudorf werde ich im Kornhaus fündig werden.

Schöne Grüße
Helga A.

 

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