Helgas Garten

Vogelkinder

4. Juni 2012 | Autor: Helga | Kategorie: Allgemein

Auch in diesem Sommer sind wieder beide Rauchschwalbennester besetzt. In das Nest über der Treppe kann ich nicht einsehen. Da sehe ich die Jungen nur, wenn sie sich weit über den Nestrand beugen und den Schnabel aufsperren, um gefüttert zu werden. Im Nest unter dem Stalldach sind, wie ich erst auf dem Foto sehen konnte, dieses Mal sogar fünf Junge ausgeschlüpft. Normalerweise haben die Schwalben Vierlinge pro Brut.

So guckten heute früh um sieben alle über den Nestrand.

Am Nachmittag sah es dann so aus, als ob die ersten bereits startklar waren:

Und hier noch eine letztes Foto von „meinem“ Kuckuck. Am nächsten Morgen hat ihn die Elster geholt.

Schade, ich hätte gern gewusst, ob ihn als flugfähiges Tier die Kuckuckseltern abgeholt hätten.

2 Personen haben einen Kommentar hinterlassen

Helga Abendrot geschrieben am 4. Juni 2012, 19:11:

Hallo Helga,

Du hast Dein Vogelerlebnis so wunderbar dokumentiert. Danke!

Um Dir und vielen anderen eine Freude zu bereiten, möchte ich hier passend eines meiner Gedichte preisgeben:

Einer flog über’s Kuckucksnest

Sind schon alle Vögel da? Ja!
Zwitschern, tirilieren laut?
Ist’s Chorgesang von Fink und Star?
Doch Buchfink, der vom Firste schaut?

Weckgesang am frühen Morgen,
Hochzeitsputz vom Federkleid,
Moos zum Nestbau noch besorgen,
trällern laut, zur Paarungszeit.

Tsi-tsi-tsi-tilltilltill-tiwizio,
flötet er ein Liebeslied,
Tsi-tsi-tsi-tilltilltill-tiwizio –
und verteidigt sein Gebiet.

Brautschau dann beim Weidenkätzchen,
Turtelflug und Bau vom Nest
im Blattdach, dem trock’nen Plätzchen,
feiern sie ihr Hochzeitsfest.

Eier folgen, die gewärmet,
sechs Stück war’n es, welche Qual!
Kurz war`n sie mal ausgeschwärmet –
Wer tauscht eins aus von der Zahl?

Nach zwölf Tagen ausgebrütet,
piepst ein Vogel dann: “Kuckuck!“
Adoptiv wird er behütet –
schafft sich Platz – das geht ruckzuck.

Kurzerhand rollt er die Eier
über’n Nestrand in die Tief’,
schlemmt sich kugelrund, der Schreier –
Buchfinkbrut ging diesmal schief.

Ganz mischugg’ nach 20 Tagen,
schwingt er Flügel schnell zum Test,
soll tsi-tsi-tsi-tilltilltill-tiwizio sagen,
nimmt Reißaus vom engen Nest.

Und denkt: „Zum Kuckuck mit Euch!“
Und sieht: Auf einem Baum ein’ Kuckuck.
Doch dann: Kuckuck, Kuckuck, ruft’s aus dem Wald

 

Helga geschrieben am 4. Juni 2012, 19:19:

Danke, liebe Helga, für dieses Gedicht.
Liebe Grüße Helga

 

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