Helgas Garten

Vogelschutz im Garten

14. Januar 2009 | Autor: Helga | Kategorie: Allgemein

Viele Naturfreunde füttern im Winter unsere heimischen Vögel. Das bietet natürlich einen interessanten Anblick, wenn man vom warmen Zimmer aus die gefiederten Gäste beobachten kann. Dabei muss man allerdings einige Grundregeln beachten, damit diese gut gemeinte Hilfe nicht ins Gegenteil umschlägt. Der Futterplatz sollte geschützt liegen, für Katzen unerreichbar sein und muss regelmäßig gesäubert werden. Nur so unterstützen wir die Vögel wirklich.

Neben Blaumeisen und Kohlmeisen haben wir jede Menge Spatzen, Grünfinken, mehrere Kleiber, Rotkehlchen und Buchfinken in unserer Nähe. Sobald Sonnenblumenkerne nachgefüllt wurden, muss der Buschfunk einsetzen. Dann wird nämlich die gesamte Nachbarschaft informiert und ein regelrechter Ansturm setzt ein. Man sollte aber nur bei längerer geschlossener Schneedecke füttern, denn die Vögel sind recht gut in der Lage für sich selbst zu sorgen. Viel wichtiger ist es, dass man ihnen Brut- und Unterschlupfmöglichkeiten bietet. Dazu ist eine Hecke aus den verschiedensten Sträuchern bestens geeignet. Unsere Nachbarn haben sich für Lebensbaum entschieden. Bei mir finden sich Weißdorn, Schlehe, Haselnuss, Flieder, Buddleia, Pfaffenhütchen, Heckenrose und Feuerdorn.

Das Pfaffenhütchen sollte man aber nur pflanzen, wenn keine kleinen Kinder da sind, denn die Früchte sind für Menschen giftig. So haben neben den Vögeln auch zahllose Schmetterlinge und andere Insekten Nahrung und Schutz.

Der Feuerdorn bietet den Amseln im Winter genug Futter. Die Ebereschen haben sie bereits im Spätsommer geplündert. Ich hatte vor zwei oder drei Jahren, als die Bäume sich unter der Last der Früchte regelrecht bogen, welche auf dem Boden getrocknet. die mochten die Amseln aber nachher gar nicht.

Viel wichtiger ist eigentlich, dass man im Herbst so weit wie möglich das Laub unter den Sträuchern liegen lässt. Es bietet einmal den Wurzeln Schutz vor Kahlfrösten und Austrocknung. Außerdem kann man im Winter beobachten, dass die Amseln regelrecht jedes Blatt wenden und darunter nach Insekten suchen. Auch grüne Hauswände sorgen für natürlichen Tierschutz. Bei uns „wohnen“ ganze Spatzenfamilien im Efeu. Wenn er blüht, finden sich Bienen und Hummeln ein und auch diese Beeren werden von den Vögeln gefressen.

Entgegen dem weitverbreiteten Irrtum beschädigen diese Pflanzen Hauswände nicht, solange sie intakt sind. Wichtig ist nur, dass man den Efeu nicht auf das Dach lässt. Er kann sich in jede Ritze quetschen und damit auch die Dachziegel anheben. Deshalb muss man ihn möglichst mehrmals im Jahr in seine Schranken weisen. Das Foto entstand vor dem Schneiden.

7 Personen haben einen Kommentar hinterlassen

Klaus geschrieben am 24. Februar 2015, 16:46:

Hätte ich meine Vögel im Garten nicht gefüttert dann hätte ich auch nicht die Schwanzmeise (Aegithalos caudatus) kennengelernt. Erstmalig habe ich sie in diesem Winter an den Meisenknödeln gesehen. Insbesondere der Nestbau lässt, da in besonderer Form, das Herz erwartungsvoll höher schlagen. Mir sind die verschiedenen Meisenarten, so auch der Kleiber oder auch Spechtmeise genannt, sehr wichtig.

 

Helga geschrieben am 24. Februar 2015, 19:15:

Ich habe in diesem Winter nicht so viel gefüttert wie in anderen Jahren. Wir hatten kaum Frost und Schnee. Die Vögel haben Samenstände verschiedener Blumenstauden leergefressen und im nahen Wald genug gefunden. Allerdings konnte ich in diesem Jahr nicht an der Vogelzählung teilnehmen. Es war an dem Wochenende sehr stürmisch, sodass sich kaum Vögel blicken ließen. Heute sind die ersten Stare zurück. Die Kraniche sind bereits seit Tagen zu hören und auch Singschwäne.

 

Klaus geschrieben am 25. Februar 2015, 08:07:

Ob deine Gäste aus dem Süden wirklich wissen wann der Frühling kommt?

 

Helga geschrieben am 25. Februar 2015, 11:34:

Vielleicht haben sie da oben in der Luft einen besseren Überblick als wir hier unten. Oder sie haben inzwischen auch eine Antenne zu den Wettersatelliten.

 

Klaus geschrieben am 25. Februar 2015, 17:38:

Damit die Vögel im Frühjahr in Ruhe und Frieden brüten können habe ich heute die Ligusterhecke geschnitten. Die Thuja war bereits vergangene Woche dran. Bei dem schönen Wetter habe ich öfter mal eine Pause gemacht und die Amseln bei ihrer Efeu-Beeren Mahlzeit beobachtet. Die Edeleberesche ist schon seit längerer Zeit durch die Vögel abgeerntet.
Der Gartenboden ist so trocken dass ich die Neupflanzungen heute gießen mußte. Die wenigsten Pflanzen erfrieren im Winter, sie vertrocknen.

 

Bine geschrieben am 10. Dezember 2017, 14:59:

Hallo Klaus,

vor ein paar Tagen ist mir am Futterhaus auch eine Meise aufgefallen, die ich bisher noch nie gesehen habe. Durch deinen Beitrag hier habe ich festgestellt, dass es sich ebenfalls um eine Schwanzmeise handelt. Diese sind ja überwiegend weiß und schwarz.
Ich habe mehrere Futterstellen im Garten, die auch sehr rege besucht werden. Unsere Terrasse wird von einer Fichtenhecke abgegrenzt. In und unter dieser Hecke tummeln sich die meisten Vögel. Besonders die Amseln suchen am Boden nach Futter, da die Vogelhäuschen zu niedrig und zu klein für sie sind. Nun habe ich für die Amseln in einen Keramikschuh (ist eigentlich zum Bepflanzen gedacht) Futter gefüllt, diesen leicht geneigt aufgestellt, damit es nachrutschen kann. Darüber habe ich an einem unteren Ast einen alten, nicht mehr benötigten Bräterdeckel gehangen. Somit bleibt die Futterstelle trocken.
In unserer Nachbarschaft sind alle von Katze auf Hund umgestiegen und somit haben wir zumindest tagsüber keine Katzen im Garten.
Als Futterspender eignen sich die einfachsten Dinge und es ist erstaunlich, was sich alles verwenden lässt.

Einen schönen 3. Advent wünscht Bine

 

Klaus geschrieben am 10. Dezember 2017, 17:22:

Auch von meiner Seite ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes Neues Jahr. Was ich in deren Vorbereitung tun konnte ist getan und der Frühling könnte jetzt schon kommen. Wann sind wir eigentlich mit den Gegebenheiten zufrieden?
Heute habe ich die neue „Wunderheizung“ Handy Heater getestet. Mit ihr wollte ich die Pflanzenanzucht in einem ca. 8 qm großen Raum temperaturmäßig absichern. Ich hätte wissen müssen dass man mit 350 Watt nicht eine Heizleistung von 1000 Watt erreichen kann. Selbst die 16,90 € sind zuviel.

 

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Ein kleiner Tipp

Alle Fotos lassen sich durch Anklicken vergrößern.

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