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Waldmeisterlikör selber machen

28. Mai 2010 | Autor: Helga | Kategorie: Rezepte und Hausmittel

Waldmeister ist bei uns relativ selten zu finden. In der DDR war seine Verwendung in der Lebensmittelindustrie verboten. Das liegt am Cumaringehalt. Darüber hat Heiner ausführlich recherchiert. Er beschreibt in seinem Blog auch die Herstellung von Waldmeistergelee und Waldmeisterbowle. Auf jeden Fall sollte man keine großen Mengen verwenden.

Ich habe mich mal an Waldmeistersirup gewagt. Dazu habe ich den abgespülten, abgetrockneten Waldmeister etwa 12 Stunden anwelken lassen. Danach habe ich ihn in einem großen Topf mit zwei Liter kochendem Wasser übergossen und über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag habe ich die Flüssigkeit durch ein Tuch ablaufen lassen, knapp ein Kilo Zucker zugefügt und das Ganze einmal aufgekocht. Den heißen Sirup habe ich in saubere Flaschen gefüllt und mit abgekochten Gummikappen verschlossen. Ich werde ihn später zum Aromatisieren von Mineralwasser oder für Apfel-Waldmeister-Gelee verwenden.

Waldmeisterlikör: Dazu muss man vier Stiele Waldmeister waschen und gründlich trocknen lassen, in eine saubere Flasche geben und mit einem guten Klaren übergießen. Das lässt man etwa zwei Wochen an einem warmen Ort ziehen. Zwischendurch wird die Flasche öfter mal geschüttelt. Das Waldmeisterkraut muss ständig mit Alkohol bedeckt sein. Nach zwei Wochen wird filtriert und etwas Zucker zugegeben.

3 Personen haben einen Kommentar hinterlassen

Bine geschrieben am 2. August 2012, 07:00:

Liebe Helga,

ich bin gestern auf der Suche nach Pilzen auf eine recht große Fläche Waldmeister gestoßen.
Nun habe ich mir einige Stengel mitgenommen und anwelken lassen. Jetzt riecht er intensiv nach Waldmeister. Nun meine Frage: Wieviel Waldmeister verwendest du für den Sirup? Allerdings wären mir 2 Liter Flüssigkeit an Masse zu viel, weil ich es erst ausprobieren möchte.

VG
Bine

 

Helga geschrieben am 2. August 2012, 14:11:

Liebe Bine, erfreu dich an dem Duft und merk dir die Stelle, an der du ihn gefunden hast. Bitte jetzt keinen Sirup oder anderes daraus herstellen. Der Waldmeister heißt nicht zu Unrecht auch Maikraut. Der Cumaringehalt ist inzwischen zu hoch. Es ist genau wie beim Rhabarber, den man nach dem Johannistag (24. Juni) nicht mehr verwenden soll wegen des Oxalsäuregehaltes.
Liebe Grüße Helga

 

Bine geschrieben am 3. August 2012, 07:55:

Liebe Helga,

Danke für deine Ausführung. Dass man Waldmeister besser vor der Blüte pflücken soll, habe ich gelesen, aber bisher keinen Hinweis darauf gefunden, dass er nur bis Juni geerntet werden soll.
Also muss ich bis zum nächsten Jahr warten. Das ca. 3qm große Waldmeisterfeld liegt am Wegrand und ist schnell gefunden. Zudem brauche ich nur 50 m vom Haus aus zum Waldrand gehen, dort stehen rechter Seite jede Menge Holunderbüche und links wächst ebenfalls in kleinerer Menge Waldmeister. Demnach ist er gar nicht so selten zu finden.
Mein nunmehr getrockneter Waldmeister findet jetzt in einem Duftsäckchen seine Verwendung.

Liebe Grüße Bine

 

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