Helgas Garten

Gedanken zum Bloggen

2. Januar 2013 | Autor: Helga | Kategorie: Allgemein

Kurz vor Weihnachten hatte Margit eine rege Diskussion zum Thema „Bloggen“ angestoßen. Ich hatte damals keinen Kommentar dazu abgegeben. In einigen Punkten teile ich Margits Meinung. Ein Garten lebt nun mal und hat nicht nur Hochglanz- und Bilderbuchseiten. Es gibt Ernteerfolge und es gibt Misserfolge. Trotzdem bleibt es doch jedem selbst überlassen, was er veröffentlicht und was er weglässt. Und wenn jemand in seine persönliche Seite Werbung mit einbaut, ist es auch noch Privatsache. Schließlich kann jeder Leser entscheiden, ob er eine bestimmte Seite anklickt oder nicht.

Mein jüngster Sohn hat bereits in der Schulzeit viele Stunden vor dem Computer verbracht. Er ist praktisch mit diesem Gerät groß geworden. Damals hatte ich nicht die geringste Ahnung von den Möglichkeiten, die der Umgang mit dem PC bietet. Mein Mann und ich registrierten nur die hohen Telefonrechnungen und die häufige Blockade des Telefons. Deshalb machten wir unserem Jüngsten ja auch Vorhaltungen. Nach Abi und Zivildienst begann er ein Studium, das sich mit seinem Hobby deckte und gründete seine erste Firma. Inzwischen hat er mehrere Firmen, ist ständig beschäftigt und reist viel in der Welt herum. Er kann also gut von seiner Arbeit mit dem Internet leben. Als er mich vor über vier Jahren fragte, ob ich nicht ein Gartenblog „füttern“ möchte, willigte ich versuchsweise ein. Im Laufe der Zeit machte mir das Schreiben immer mehr Spaß. Es ist ja auch nicht so, dass ich ständig unter Druck stehe, etwas veröffentlichen zu müssen. Wenn ich mal ein paar Wochen keine Zeit oder keinen Grund habe für einen Beitrag, dann ist es eben auch egal. Und als mein Sohn mir anbot, manchmal auch Werbeartikel zu schreiben, fand ich diese Idee nicht abwegig. Wie viel gedruckte Werbung flattert einem jede Woche ins Haus! Es liegt doch an jedem selbst, sie zu beachten oder nicht. Und im Gegensatz zur gedruckten Werbung müssen für meine Beiträge keine Bäume gefällt werden. Da ich viele Leser habe, kommt am Jahresende auch eine Aufwandsentschädigung dabei heraus. Noch geht die Abrechnung über den Steuerberater meines Sohnes. Da aber unser Jüngster sehr hohe Steuern zahlen muss, werde ich mich mal informieren, ob es auch eine andere Lösung gibt. Das ist im Hinblick auf die in drei Jahren zu erwartende niedrige Rente auf jeden Fall eine Überlegung wert.

3 Personen haben einen Kommentar hinterlassen

rrhase geschrieben am 3. Januar 2013, 11:56:

Also ich habe mit Werbung kein Problem. Schliesslich kostet ein Blog auch Zeit und Geld. Im uebrigen laesst sich das Problem der Beeinflussung nicht dadurch verhindern, dass man Werbung nicht schaltet oder verbietet, sondern nur dadurch, dass der Mensch erwachsen genug und Herr seiner eigenen Entscheidungen ist, Werbung nicht zu beachten und sich nicht verleiten zu lassen. Wir sind doch alle alt genug.

 

Sisah geschrieben am 4. Januar 2013, 10:04:

Gedanken zum Bloggen? In deinem Beitrag dreht es sich ja eher um die Tatsache, dass du dich aus sehr persönlichen Gründen dazu entschlossen hast auf deinem Blog Werbung zuzulassen.
Wenn ich jetzt sehe, dass hier in deinem Gartenblog für Zahnersatz-Sparen und Fernstudium für Wirtschaftsrecht und -psychologie geworben wird, frage ich mich allerdings wieso das ausgerechnet in einem Gartenblog erfolgt. Ich habe mir zwar eine gewisse Blindheit beim Übersehen von Werbung dieser Art erworben, und schaue jetzt erst richtig hin nachdem du genau Werbung zum Thema machst, dennoch muss ich gestehen, dass mich die Tatsache ziemlich nervt, wie permanent im Netz ‚umworben‘ werden. Deine hier ist zugegebenermaßen sehr dezent, aber mich erreicht sie nicht…jedenfalls nicht die aktuelle.
Ich will auch nicht, dass sie mich erreicht…aber ich bin nicht so naiv zu glauben, dass mein sogenannter ‚freier‘ Wille wirklich keiner unbewussten Beeinflussung durch Werbung unterliegt.
Aber da es wie überall ja ums Geldverdienen geht, würde mich dann doch interessieren, wieviel man damit eigentlich verdienen kann??

LG
Sisah

 

Helga geschrieben am 4. Januar 2013, 12:28:

Liebe Sisah, es reicht nicht zum Leben. Dann müsste ich wohl Tag für Tag viele Stunden am PC sitzen und sicher auch mehrere Blogs betreiben, die viele Leute interessieren. Es wird daran gemessen, wie oft die Seite angeklickt wird.
Den Erlös des letzten Jahres habe ich zu Weihnachten auf jedes Kind und jedes Enkelkind in Form eines kleinen Geldscheins aufgeteilt.

 

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