Hilfe, so viel Obst!
Da bleibt einfach keine Zeit zum Bloggen. Wir haben vorgestern nur mal kurz nachschauen wollen, ob an den Feldwegen Mirabellen oder Reineclauden herangereift wären. Wir wurden fast erschlagen. Die Bäume sind voll, dass sie sich unter der Last der Früchte biegen. Ein Teil davon war schon abgefallen. Die Leute kaufen von wer-weiß-woher-herangekarrte Früchte und hier vergammeln sie.

Es ist schon eigenartig, wenn man sich zum Pflaumenpflücken bücken muss.


Wir hatten innerhalb einer Stunde acht Wassereimer voll geerntet. Das war nicht anstrengend. Die Mühe hatte ich gestern und heute, indem ich alles verarbeiten musste.


Die gelben Mirabellen ergeben eine hervorragende Konfitüre, wenn man sie entsteint und mit Gelierzucker 2:1 kocht. Als Kompott taugen sie nicht, denn sie zerfallen sofort und sehen dann unappetitlich aus. Man kann sie so höchstens noch in Quarkspeise einrühren.
Die roten Reineclauden habe ich nur abgewaschen, Stiele und Blätter ausgesammelt und mit Steinen im Dampfentsafter entsaftet. Es sind wohl über 50 Flaschen Saft geworden. Nur gut, dass ich immer “Stopp” gerufen habe, wenn meine Nachbarn ihre leeren Flaschen zum Glascontainer bringen wollten.

Eigentlich könnte ich einen Saftladen aufmachen. Nur kommt hier keiner zum Kaufen.
Ich hätte aus dem gewonnenen Saft auch Gelee kochen können, aber ich habe ja schon so viel Konfitüre. Außerdem haben mir Bekannte vorhin gerade noch angeboten, dass ich mich an ihren Brombeeren bedienen könnte. Mal sehen, wie ich alles schaffe.
4 Personen haben einen Kommentar hinterlassen
Sisah geschrieben am 7. August 2009, 16:29:
Das ist ja kaum zu glauben, dass es solche fantastischen Pflaumen herrenlos am Wegesrand wachsen uund auf jemanden warten zum Ernten. Das sind ja echte Kulturformen, nicht nur die Dinger, die hier auch überall am Wegesrand wachsen. Mein Vater, der seine Kindheit in der Neumark (jetzt Polen) verbrachte, nannte die Dinger immer Spillinge, wenn ich mich nicht irre.Kennst du die auch? Da warst du ja extrem fleißig!
LG
Sisah
Helga geschrieben am 7. August 2009, 20:31:
Hier um Rathenow nennt man sie Hundepflaumen. Ich denke das kommt daher, dass sie an den “Hundstagen” reif werden. Übrigens ergeben sie bei der Hitze auch eine tolle Suppe.
Pflaumen mit etwas Wasser und reichlich Zucker kurz aufkochen. Inzwischen 2 Tassen Mehl mit 2 Eiern und 1/2 Tasse Wasser anrühren. Diese Masse so in die kochenden Pflaumen einlaufen lassen, dass Klümpchen entstehen. Die Pflaumensuppe im Wasserbad vorkühlen, dann eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Guten Appetit.
Sisah geschrieben am 8. August 2009, 07:04:
Oh danke, das klingt nach einem kinderfreundlichen SommerRezept für meine Nichte und Neffen,die mir dann auch gleich beim Pfücken helfen könnten. Sicherlich kann man das auch mit Grieß machen, oder….Mehlklümpchen hört sich auf den ersten Blick nicht so nach meinem Fall an, andererseits sollte ich das erst mal ausprobieren, bevor ich meckere!
LG
Sisah
Helga geschrieben am 8. August 2009, 11:34:
Es geht mit Grieß auch, hatten wir gestern. Aber probier´s mal nach meinem Rezept. Ich denke, es wird euch schmecken. Liebe Grüße Helga
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