Helgas Garten

Holundersaft selber machen

20. September 2009 | Autor: Helga | Kategorie: Allgemein,Rezepte und Hausmittel

Überall sieht man jetzt an Wegen und Waldrändern Holundersträucher mit ihren reifen Beeren. Wer ein wertvolles, preiswertes und hochwirksames Vitaminpräparat sucht, sollte sich an der Beerenernte beteiligen. Die Beeren selbst sind schnell gepflückt, da man die gesamte Scheindolde leicht abbrechen kann. Nicht die beste Kleidung dabei tragen, denn schon eine zerquetschte Beere kann hässliche Flecken verursachen, die sich nicht mehr restlos entfernen lassen. Roh sollte man die Beeren nicht verzehren. Ihre Kerne können leichte Vergiftungen hervorrufen.

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Verarbeitung:

Die Beeren werden gewaschen und von den gröbsten Stielen befreit. Es ist nicht nötig, sämtliche Stiele zu entfernen, da man ja die Reste nicht weiter verwendet. Vorteilhaft ist es, wenn man einen Dampfentsafter besitzt.

Kochtopf:

Man kann sie aber auch in einem normalen (möglichst großen) Kochtopf mit ganz wenig Wasser aufkochen und durch ein sauberes Tuch filtrieren. Das Tuch (Geschirrtuch, Mullwindel) spannt man über einen zweiten Kochtopf und befestigt es rundherum mit Wäscheklammern. Dann kann man die zerkochten Holunderbeeren in das Tuch schütten und den Saft im unteren Topf auffangen.

Dampfentsafter:

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Ein Dampfentsafter besteht aus einem unteren flacheren Topf, in dem Wasser zum Sieden gebracht wird. Darüber ist ein Auffangtopf mit einem Ablaufschlauch. In diesen Auffangtopf hängt man den durchlöcherten Einsatz mit den Früchten oder Beeren und deckt alles mit einem Deckel zu. Durch den erzeugten Dampf werden die Beeren zum Platzen gebracht, der Saft tritt aus und wird im Auffangtopf gesammelt.

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Diesen Saft kann man direkt in saubere Flaschen füllen und diese verschließen. Man kann ihn aber auch in einem zweiten Topf auffangen, dann erst Zucker zugeben, nochmal kurz erhitzen und in Flaschen füllen. Ich bevorzuge die zweite Möglichkeit, da ich nicht den Zucker zu den Beeren gebe. Der Abfall muss ja nicht gesüßt werden. Für einen Liter Saft gebe ich etwa 200g Zucker zu. Dafür verdünnt man später den Saft mit Wasser oder Tee vor dem Trinken.

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Abfüllen und Lagerung:

Der Saft wird in Flaschen gefüllt und luftdicht verschlossen. Das können Flaschen mit Schraubverschluss sein oder mit einer Gummikappe. Diese saugt sich beim Abkühlen fest. Wichtig ist auch hierbei wieder, dass Deckel oder Gummikappen abgekocht werden.

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Die abgekühlten Flaschen kommen in den Keller. Bei Erkältung hilft ein kräftiger Schuss Holundersaft im Kräutertee. Er stärkt die Abwehrkräfte und fördert das Schwitzen. Aber auch ohne Erkältung ist ein heiß oder kalt getrunkener Holundersaft eine Wohltat.

Ich habe das große Glück, über zwei Dampfentsafter zu verfügen. Dadurch kann ich noch effektiver arbeiten. Bei uns wurden mit der Wende viele Dinge auf den Sperrmüll gegeben, die vorher von Nutzen waren. So entdeckte ich eines Tages einen nagelneuen Dampfentsafter auf einem Sperrmüllhaufen. Und ich muss solche Arbeiten nicht in der Küche erledigen. Ich habe von meinen Nachbarn einen ausrangierten Gasherd geerbt, der im Keller für derartige Kleckereien bestens geeignet ist.

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28 Personen haben einen Kommentar hinterlassen

heidi geschrieben am 21. September 2009, 18:21:

super, so mach ich es auch - nacherhitzen mit dem Thermomix und daraus die Flaschen abfüllen oder aus dem Saft leckeres Hollundergelee machen 2 Teile Saft 1 Teil Gelierzucker.
Vitamine und Geschmack für den Winter.

 

Sisah geschrieben am 27. September 2009, 11:34:

Die Beeren bei euch sehen aber wesentlich besser aus als hier. Die Trockenheit hat manchen Holundersträuchern ganz schön zugesetzt, so dass kaum noch Beeren hängen.
Gut, dass manche nach der Wende ihren Kopf behielten und sich nachhaltig denkend funktionsfähige Geräte nicht gleich weggeworfen haben! Ich kann mich auch an die Zeit erinnern, wo ich mich wunderte, warum in vielen Gärten die Äpfel hängenblieben und man stattdessen die faden Golden Delicious aus den Supermärkten holte.
LG
Sisah

 

Helga geschrieben am 27. September 2009, 19:52:

Hallo Sisah, ich musste dieses Mal auch suchen, ehe ich richtig tollen Holunder gefunden habe. Entweder waren noch zu viele unreife Beeren dran oder die Vögel hatten schon geerntet.
Zu deiner zweiten Bemerkung: Viele Kinder, die sonst kaum frisches Obst bekämen, sind einfach nur erstaunt, dass man Fallobst waschen, ausschneiden und dann essen kann. Hat man ihnen das aber erst mal klar gemacht, sind sie kaum noch zu bremsen. Ich habe wirklich den Eindruck, dass bei der heutigen Elterngeneration durch die Wende einiges versäumt worden ist. Vielen sind die simpelsten lebenspraktischen Dinge nicht bekannt. Hoffen wir, das uns die Zeit bleibt, den Kindern noch einiges zu vermitteln. Liebe Grüße Helga

 

michaela geschrieben am 1. Oktober 2009, 16:50:

Ich suche verzweifelt Gummikappen für meiner Holundersaft Flasche. Wissen sie wo es zu finden sind. Mit freundlichen Grüsse Servais.M

 

Helga geschrieben am 1. Oktober 2009, 19:56:

Hallo Michaela, solche Gummikappen gibt es noch in einigen Supermärkten, die Einkochzubehör anbieten, in Raiffeisen- oder Bauernmärkten. Auch bei Komma zehn habe ich schon welche gesehen. Und sonst kann man aber auch jede Glasflasche mit Schraubdeckel verwenden (z.B. leere Ketchup-Flasche) oder eben Schraubgläser. Liebe Grüße Helga

 

Oliver geschrieben am 14. März 2010, 22:59:

Hallo zusammen,

habe mit Begeisterung diese Seite gelesen und möchte auch Holundersaft machen. Ab wann sollte man denn nach den Beeren Ausschau halten? Anfang September oder später?

Lieber Gruß
Oliver

 

Helga geschrieben am 15. März 2010, 18:22:

Hallo Oliver, es ist regional sicher unterschiedlich, wann die Beeren reif sind. Ab Anfang bis Mitte September sollte man aber die Augen offen halten. Dabei sollten die meisten Beeren an einer Scheindolde kräftig blauschwarz gefärbt sein. Rötliche Beeren sind noch nicht reif. Sind sie aber überreif, fallen sie leicht ab, vertrocknen oder werden von den Vögeln gefressen. Liebe Grüße Helga

 

maria geschrieben am 11. August 2010, 12:52:

Hallo, bei uns in Rheinland-Pfalz ist jetzt schon der erste Holunder reif, ich habe zwar schon Holundermarmelade und Holundergelee gemacht, aber noch nie Saft. Muss man unbedingt Zucker zum Saft geben oder ist er auch ohne haltbar? Schon jetzt vielen Dank für eure Antworten.
Liebe Grüße Maria

 

Helga geschrieben am 11. August 2010, 20:49:

Hallo Maria, den Zucker brauchst du wegen der Haltbarkeit wohl nicht zuzugeben, aber ohne ist der Saft sehr herb. Ich gebe dann im Winter sowieso heißes Wasser oder Tee dazu, um ihn zu verdünnen. Probiere es einfach mal aus. Liebe Grüße Helga

 

Karin geschrieben am 29. August 2010, 14:37:

Bei uns in NRW sind wir auch schon kräftig am Ernten. Als Basis für meine Gelees und Säfte verwende ich auch den Holundersaft aus dem Dampfentsafter. Lecker schmeckt ein Apfel-Holunder-Gelee, bei dem ich 1 Liter Holundersaft, 1/2 Liter Apfelsaft und den Saft einer Zitrone mit 2 Päckchen Gelierzucker zusammen verkoche.
Den Holundersaft als Erkältungsmittel bereiten wir wie folgt vor: Den dampfentsafteten Holundersaft ( ca. 3 Liter) koche ich mit 300 g Zucker und dem Saft von 2 Zitronen noch einmal auf und fülle ihn dann in kleine Flaschen oder Twist-off Gläser. Im Winter brauche ich die Fläschchen nur noch öffnen und den Gebrauchsfertigen Saft in der Microwelle kurz erhitzen. Liebe Grüße Karin

 

Michael geschrieben am 5. September 2010, 22:26:

Wir haben heute auch Holunderbeeren geerntet, leider habe ich mir deine Empfehlung mit den guten Kleidern nicht zu Herzen genommen. So habe ich mir heute meine beste kurze Hose eingesaut :-( .
Gallseife konnte die Flecken wenig beeindrucken aber dann habe ich einen Tipp mit Buttermilch gelesen. Da stand: in Buttermilch einweichen, dann auswaschen und ab in die Waschmaschine.
Da ich Buttermilch gerne trinke und nur 0,5 l hatte, habe ich nur einen Schluck geopfert und diesen dann auf dem Fleck eingerieben. Dann habe ich die Sache ca. 15 Minuten wirken lassen und dabei den Rest der Buttermilch (das war noch der allergrößte Teil) getrunken.

Gerade eben habe ich die Hose aus der Maschine geholt und ich muss euch sagen, ich bin begeistert, der Fleck ist weg :-) .
Also hier muss ich dir widersprechen Helga, es gibt Möglichkeiten, um den Fleck restlos zu entfernen!
Das Geheimnis liegt sicher darin begründet, den Rest der Buttermilch während der Einwirkzeit auszutrinken :-) ).

 

Helga geschrieben am 6. September 2010, 16:17:

Hallo Michael, danke für den Tipp mit der Buttermilch. Wie heißt es so schön: Man wird älter als `ne Kuh und lernt immer noch dazu.
Eine andere Möglichkeit wäre: Den Fleck rausschneiden, dann ist er auch weg. Liebe Grüße Helga

 

Moritz geschrieben am 14. September 2010, 11:11:

Hallo,
wir wollen dieses Jahr in unseren apfel- und birnenmost selber gemachten holundersaft dazumischen. Sollten wir den holundersaft mit zucker oder ohne zucker zubereiten?

 

Helga geschrieben am 14. September 2010, 19:26:

Hallo Moritz, es ist natürlich immer Geschmackssache. Ich mag Kompott und Saft ja lieber mir keinem oder relativ wenig Zucker, aber Holundersaft ganz ohne ist wirklich zu sauer. Probiert es einfach aus, wie ihr ihn am liebsten mögt. Gutes Gelingen und liebe Grüße helga

 

Hexe geschrieben am 1. Oktober 2010, 06:11:

Hallo Helga,
schön, dass es noch Leute gibt, die sich so mit Natur und alten Hausmitteln und Rezepten beschäftigen. Leider gibt es viel zu wenige. Nachdem ich schon alles was ich finden konnte (u.a. Himbeeren, Heidelbeeren, Äpfel...) zu Konfitüre, Marmelade und Gelee verkocht habe, ist nun auch bei uns im Erzgebirge der Holunder dran. Hoffe, das dass auch so gut gelingt wie der Rest. Deine Tips waren auf jeden Fall sehr hilfreich. LG

 

Karin geschrieben am 3. Oktober 2010, 13:19:

Ich bräuchte Eure Hilfe:

Zwar sprecht Ihr hier von Holunderbeeren, ich möchte aber gerne wissen, wie lange man die Beeren (in meinem Fall Weintrauben) im Entsafter kochen muß, um schließlich den Saft in die Flaschen zu füllen.
Ich wäre für Hilfe sehr dankbar. Denn ich habe soviele Trauben, daß ich ihrer nicht Herr werde.

Lieben Dank Karin

 

Helga geschrieben am 12. Oktober 2010, 22:57:

Hallo Karin, ich hoffe du bist inzwischen selbst mit dem Entsaften zurechtgekommen. Leider kann ich dir erst heute antworten. Mein Computer war kaputt. Mein Sohn hat mir eben erst den neuen installiert.
Du siehst im Entsafter, wenn auch die oberen Beeren aufgeplatzt sind und ihren Saft verlieren. Ich lasse auch den Brei grundsätzlich über Nacht noch nachtropfen. Eine Flasche Saft oder ein Glas Gelee kommt auf diese Weise immer noch zusammen. Liebe Grüße Helga

 

Besserwisser geschrieben am 3. Juni 2011, 09:46:

Hallo Helga,

leider muss ich dir mitteilen, dass das Vitamin C bei über 40 Grad Celsius denaturiert, also seine Wirksamkeit verliert. Holundersaft schmeckt vielleicht gut, ist aber keine so dolle VitaminBombe, wie du behauptest! Der Vitamin B12-Gehalt wird durch das erhitzen um 60%-80% reduziert.

 

Helga geschrieben am 3. Juni 2011, 10:24:

Hallo Besserwisser, dann hast du sicher noch keine Erkältung mit Holundersaft bekämpft. Ob es nur an den (vernichteten) Vitaminen oder am Schwitzen liegt, probier`s beim nächsten Mal einfach aus. Der Holundersaft trägt auf jeden Fall zum besseren Wohlbefinden bei.
Liebe Grüße Helga

 

Julia geschrieben am 5. Juni 2011, 08:40:

Hallo Helga,

ich habe vor ein paar Tagen Holunderblütensirup gemacht. Ich habe die Blüten, nachdem der Ansatz fertig war, gesiebt. Leider blieben einige kleinere Unreinheiten zurück. Habe die ganzen drei Liter dann mit einzelnen Kaffeefiltern gefiltert. Es ist recht mühsam. Weisst du wo ich ein ein dünnes Leinentuch herbekomme, zum Filtern? Ich dachte da an so welche, die man früher als Windel benutzt hat. Liebe Grüsse Julia

 

Helga geschrieben am 5. Juni 2011, 10:08:

Hallo Julia, es gibt immer noch Baumwollwindeln zu kaufen, z.B. bei Kik oder Rossmann. Du hättest aber auch ein dünnes Geschirrtuch, ein Stück von einem alten Laken oder was Ähnliches nehmen können.
Liebe Grüße Helga

 

eva geschrieben am 19. Juli 2011, 19:35:

Hallo Helga,
ich hab letzte Woche auch zum ersten mal Holundersaft (für den Winter) gemacht. Der war mir zu süß, aber die Kinder haben ihn trotzdem gleich weggetrunken (also nix Winter).
Ich will es jetzt ohne Zucker versuchen, frage mich aber auch, ob das dann haltbar ist????
Ich habe mir jetzt solche Gummikappen gekauft. Frage auch hier: muss man passende Flaschen haben, oder könnte ich z.B. auch leere Bierflaschen nehmen? (Finde Literflaschen zu groß, ich finde es immer schade, wenn man ´kostbare´ Sachen so verschwenderisch ´Kleidet`.)
Liebe Grüße Eva

 

Helga geschrieben am 19. Juli 2011, 20:26:

Hallo Eva, als erstes staune ich ja, dass bei euch der Holunder schon reif ist. Du kannst ihn ohne Zucker kochend heiß einfüllen, dann bleibt er auch haltbar, ist aber ganz schön herb. Ich koche ihn mit Zucker ein, weil ich ihn dann wie Sirup verdünne(entweder mit Wasser oder ungesüßtem Tee). Du kannst selbstverständlich jede andere Glasflasche verwenden. Früher habe ich mir aus Gaststätten leere Schnapsflaschen aufbewahren lassen. Heute nehme ich vorzugsweise Halbliterflaschen von Milchgetränken. Davon kann ich bei uns in der Schule täglich einige einsammeln. Auch Ketchup- oder ähnliche Flaschen mit Schraubverschluss eignen sich gut.
Liebe Grüße Helga

 

ulla geschrieben am 2. September 2011, 20:12:

Habe bereits schon Holunderblütenlikör, Holunderblütensaft,
Holunderbeerensirup, Saft und Likör gebraut und alles ist bereits im Keller und verkostet worden, Hervorragend. Sirup habe ich für mein Enkelkind (20 Jahre) gekocht, da sie durch das Reiten immer erkältet ist hilft prima dagegen.
Alle Tipps und An regungen sind toll, werde den Saft jetzt auch in PET Flaschen abfüllen Ulla

 

Helga geschrieben am 2. September 2011, 20:47:

Hallo Ulla, wenn du noch ein wirklich gut wirkendes Hausmittel gegen Erkältungserscheinungen suchst, solltest du einen Kräuteressig ansetzen.
Viel Spaß noch beim Einkochen und Entsaften.
Liebe Grüße Helga

 

Elke geschrieben am 11. September 2011, 08:49:

Hallo Helga,
habe vor einer Woche Holundersaft in kleinen Schraubflaschen eingekocht. Dieser steht jetzt im Keller.
Als ich mir gestern den Saft nochmals anschaute hat der komplette Saft lauter weiße Punkte bekommen. Ist das Schimmel?
Wenn ja was habe ich beim Einkochen falschgemacht? (War das erste Mal!!!)
Meine Herstellung: Beeren entsaftet (normaler Entsafter) etwas Zucker hinzugegeben, im Thermomix auf 80 Grad erhitzt, dann in heiß ausgespülte Schraubflaschen gefüllt.
Schon mal danke für Deine Rückantwort, ich hab nämlich noch einen Kübel zum Einkochen bereit.
Danke und liebe Grüße
Elke

 

Helga geschrieben am 11. September 2011, 19:13:

Hallo Elke, hast du die Flaschen bis zum Rand mit Saft gefüllt und sofort jede Flasche einzeln mit ihrem Schraubdeckel verschlossen? Nicht erst alle Flaschen befüllen und dann verschließen, dann kühlt der zuerst eingefüllte Saft schon ab. Am besten stellt man jede Flasche beim Saft einfüllen in eine kleine Schüssel oder einen tiefen Teller und füllt so viel Saft ein, dass etwas überläuft beim Zumachen. Dann kann man sichergehen, dass keine Luft mehr in der Flasche ist.
Außerdem kann sich Schaum gebildet haben beim Einfüllen, der sich inzwischen an der Oberfläche der Flaschen abgesetzt hat. Das sieht zwar nicht so gut aus, ist aber kein Schimmel und damit unbedenklich. Bei zuvielen Luftbläschen aus dem Schaum kann sich allerdings die Haltbarkeit stark veringern. Schimmel bildet innerhalb kurzer Zeit einen richtigen "Pilzrasen" und schwimmt auf der Oberfläche. Beobachte das mal. Auch fürchte ich, dass eventuell achtzig Grad nicht ganz ausreichen. Ich erhitze den Saft bis zum Siedepunkt.
Ich wünsche dir viel Erfolg mit dem Entsaften.
Liebe Grüße Helga

 

Bine geschrieben am 19. Oktober 2011, 11:00:

Da ich nun seit einigen Tagen mittem im Holunder stecke, möchte ich hier gern meine Erfahrung weitergeben.
Egal ob Gelee oder Saft, die gewaschenen, gekochten Beeren streiche ich generell durch ein Küchensieb. Somit vermeide ich erstens die ungewünschte "Sauerei" mit dem Tuch und zweitens gewinne ich noch einiges an wertvollem Fruchfleisch dazu. Das ist besonders für die Geleeherstellung von Vorteil. Den zurückgebliebenen Beerenbrei überbrühe ich am Ende noch einmal mit wenig heißem Wasser und gewinne somit noch einiges an verdünnten Saft, den ich für den sofortigen Verbrauch im Kühlschrank aufbewahre. Dieser schmeckt ebenfalls noch sehr intensiv nach Holunder. Für den eingekochten Saft eignen sich Ketchup- und Dressingflaschen mit einer geringen Öffnung besser als Gläser, da so wenig Luft wie möglich aufgenommen wird.
Egal welches Verfahren man bei der Herstellung und Verarbeitung wählt, zeitaufwendig sind sie alle, jedoch die Liebe zur Sache zählt.

Gutes Gelingen wünscht
Bine

 

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