Helgas Garten

Mammutbäume im Garten

28. Juni 2011 | Autor: Helga | Kategorie: Allgemein,Bäume

Von Klaus erhielt ich mal wieder einen interessanten Beitrag, den ich hier veröffentlichen möchte:

Hallo Helga !
Im Anhang sende ich dir ein Bild aus meinem Garten mit einem Bergmammutbaum im Vordergrund. Dieser Baum ist neun Jahre alt und 8 Meter hoch. Wie auf dem Bild zu sehen ist er sehr dekorativ und darin besteht auch sein Handicap. In der freien Natur hätte er auf Grund seiner Schönheit und Eignung als Christbaum kaum eine Überlebenschance. Ich ziehe trotzdem diese Bäume für unseren Privatwald aus Samen von Amazon (Tropica) um sie in 5-6 Jahren auszupflanzen. Wenn die Pflänzchen richtig angewurzelt sind, dann sind sie im Wachstum nicht mehr zu bremsen. Eine im Alter vergleichbare Fichte oder Tanne hätte erst eine Höhe von 2-3 Meter und einen armstarken Stammdurchmesser.
Mein Bergmammut hat dagegen einen Stammdurchmesser von 27 cm. Bedenken von Gartenbesitzern wegen der zu erwartenden Größe sind unbegründet. Der größte Mammutbaum im Sequoia-Nationalpark in den USA mit einer Höhe von 123 Metern und einem Stammdurchmesser von 16 Metern hat für diese Dimensionen immerhin rund 2500 Jahre gebraucht. Und wenn er doch zu groß werden sollte, dann kann man ihn ja auch fällen.
Als Alternative zum Bergmammut ziehe ich auch den Urweltmammutbaum, der noch schneller wächst und im Winter die „Nadeln“ abwirft. Dadurch ist er als Christbaum nicht mehr interessant und kann so auch überleben. Die Gelehrten streiten sich ob es Nadeln oder Blätter sind, die er trägt.
Da die Mammutbäume keine Flachwurzler, sondern Tiefwurzler sind, sind auch in der Nähe stehende Bauwerke nicht gefährdet.
Kommerziell werden die Bäume durch klonen vermehrt. Durch Stecklinge in einem speziellen gelartigen Substrat, das mir leider nicht zur Verfügung steht.
Mammutbäume, wie auch Ginkgo-Bäume, sind als Solitär sehr zu empfehlen da es sehr imposante Gewächse sind. Mein weiblicher Ginkgo-Baum, auf dem Foto rechts neben dem Mammut, trägt Früchte, ist 40 Jahre alt und etwa 13 Meter hoch.

 

16 Personen haben einen Kommentar hinterlassen

Helga geschrieben am 28. Juni 2011, 20:53:

Hallo Klaus, der Baum ist wirklich wunderschön. Im Garten möchte ich ihn zwar nicht haben, aber er gefällt mir sehr. Liebe Grüße Helga

 

Kathrin geschrieben am 28. Juni 2011, 21:38:

Das ist aber ein toller Beitrag, ich wusste ehrlich gesagt nicht, dass bei uns Mammutbäume im Freien überleben. Der Baum ist wirklich sehr mächtig, aber genauso wie Helga, möchte ich ihn nicht im Garten haben.

lg kathrin

 

Klaus geschrieben am 29. Juni 2011, 06:45:

Für mich war und ist der Berg-Mammutbaum ein Experiment. Angeregt wurde ich dazu auf Zypern, wo er auf mehreren Hektar gepflanzt wurde und prächtig gedeiht. Unsere heimischen Nadel- und Laubbäume sind durch Ungeziefer sehr stark bedroht und die Wälder drohen zu sterben. Hier bieten diese Bäume eine günstige Alternative. Auch gegen Feuer sind sie durch ihre dicke Rinde geschützt. Um diese Bäume anzupflanzen muss der Garten schon eine gewisse Größe haben. Anders sieht es dann schon bei Kalebassen aus, mit denen sich mein nächster Beitrag beschäftigt. Als Späteinsteiger im Internet habe ich immer noch Probleme mit dem Versenden von Mails. Helga kann dazu ein Lied singen.

 

Magda Götz geschrieben am 29. Juni 2011, 12:27:

Hallo Klaus,
Deine abgebildeten Mammut- und Ginkgobäume sind ja super-wahnsinns Prachtexemplare. Wunderschön.
Ob ich mal………? Das das Werden und Gedeihen würde
mich schon reizen. Und das Wachstum.
Mit einem herzlichen „Mal sehen“ liebe Grüße aus dem
Ruhrpott
Magda

 

Klaus geschrieben am 29. Juni 2011, 13:10:

Hallo Magda, Grüße in den Ruhrpott !
Ich bin auch stolz darauf und mit der Größe der Bäume habe ich auch kein Problem. Wenn der Mammutbaum in 2500 Jahren 123 Meter hoch ist, ist mir das auch egal. Wie du sehen kannst, wächst er sehr schlank. Der Ginkgo-Baum trägt in diesem Jahr so viel Früchte wie noch nie. Bei meiner Sorte fallen die Nüsse erst nach dem ersten Frost und dadurch gibt es auch keinen Verwesungsgeruch.

 

Helga geschrieben am 29. Juni 2011, 16:42:

Hallo Klaus, wieso beklagst du dich? Es hat doch alles prima geklappt mit deinen Berichten und Fotos.
Dass wir Alten mit dem Internet nicht so zurecht kommen wie die Jungen, liegt in der Natur der Sache. Die Kinder kriegen doch heute schon den PC in Gang, ehe sie allein laufen können. Darüber brauchen wir nicht in Trübsal zu verfallen. Aber frag mal, welches achtjährige Schulkind heute eine Schleife binden kann. Du wirst dich wundern. Die haben nur noch Schuhe mit Klettverschluss.
Liebe Grüße Helga

 

Klaus geschrieben am 29. Juni 2011, 17:20:

Hallo Helga !
Danke für dein Verständnis! Wenn du wüßtest wie oft ich es versucht habe. Ätsch, meine Kinder hatten heute auch Probleme. Und noch ein Ätsch! Wir braten heute auf dem Balkon Echte Thüringer Bratwürste und Rostbrätel. Irgendwie muss ich mich ja an meinen Nachbarn rächen. Pünktlich jeden Sonntag 12.00 Uhr geht die Kreissäge an, und das bei einem Rentner der wirklich in der Woche Zeit hätte.

 

Monika geschrieben am 30. Juni 2011, 18:57:

Hallo liebe Helga, liebe Mitgestalter!
Nachdem wir seit 8 Jahren aus gesundheitlichen Gründen keine Garten- und Datschenbesitzer mehr sind, verfolge ich aber trotzdem regelmäßig den Gartenblog. Die Beiträge und wunderschönen Fotos sind auch aus Gründen der Allgemeinbildung wichtig. Wie heißt es doch: man sollte nicht dumm sterben müssen!? So auch das Wissen um PC-Fragen: Wir (72 und 63 J.) haben festgestellt, dass man sich als Rentner mit „nur Balkon“ (also mehr Zeit als Gartenbesitzer) Wissen anlesen kann, wozu die Jugend mit Job und Familie einfach keine Zeit hat. Allerdings ist bei uns eine gewisse Hemmschwelle bei der Bedienung vorhanden, die abzulegen, fällt schwer. Aber bitte nicht aufgeben, wir tun es auch nicht! In diesem Sinne ein wunderschönes Wochenende wünschen Euch Monika und Jürgen

 

Helga geschrieben am 30. Juni 2011, 20:04:

Liebe Monika, danke für deinen Kommentar. Ich habe immer nach dem Motto gelebt:“Man wird alt wie `ne Kuh und lernt immer noch dazu.“ Für mich persönlich würde es nichts Schlimmeres geben, als keine Pläne und Ziele zu haben. Meist habe ich so viel vor, dass ich Bedenken kriege, alles in die Reihe zu bekommen.
Liebe Grüße Helga

 

Klaus geschrieben am 1. Juli 2011, 06:19:

Hallo Monika und Jürgen !
Wenn ich an die Zeit zurückdenke als ich mir von meinen Kindern und Enkeln erklären lassen mußte wie man einen PC hochfährt und wie man damit arbeitet, dann wird mir heute noch übel. Dieses auf Hilfe angewiesen zu sein hat ganz schön am Ego gekratzt. Aber ich mußte es lernen. Ohne PC hätte ich niemals mein Buch schreiben können. Vielen meiner Besucher geht es wie euch und sie freuen sich wenn sie zumindest einen Garten besuchen können und dort auch ihr, in vielen Jahren erworbenes, Wissen einbringen können. Meinen Garten habe ich so gestaltet, daß ich, wenn es gesundheitlich nicht mehr so geht, meinen Garten genießen kann. Ich werde nicht mehr erleben das meine Mammutbäume riesig groß sind, aber ich freue mich darüber das etwas von mir bleibt. Ein weiser Mann sagte einmal „Man ist erst dann wirklich tot wenn man vergessen ist“.

 

Klaus geschrieben am 21. Juli 2011, 14:00:

Im MDR wurde ein Garten vorgestellt, der genau wie meiner auf Exoten spezialisiert ist. Insbesondere neue alte Mammutbäume sind dort angepflanzt. Das reizt mich natürlich und am kommenden Wochenende werde ich diesen besuchen. Mann lernt nie aus ! Insbesondere ein Baum der zwischen den Mammutbäumen wächst interessiert mich sehr. Er besteht fast nur aus Stamm und hat nur kurze Äste. Ideal für einen Kleingarten und auch für den Wald ist er nicht zu verachten. Wenn der Garten das hält was er verspricht, dann werde ich hier berichten.

 

Klaus geschrieben am 19. August 2011, 14:07:

Bei dem Besuch des Gartens musste ich feststellen, daß es eine Vielzahl verschiedener Mammutbäume gibt. Aber ein Baum in einem Garten reicht völlig aus oder der Garten ist groß genug sodaß er ausreichend Platz bietet.
Am kommenden Wochenende beginnt die Ernte der Ginkgo-Blätter. Man sollte, wegen der Qualität, Ende August bis 1.Woche September ernten, da in dieser Zeit der Wirkstoffgehalt am höchsten ist. Desweiteren haben weibliche Bäume mehr davon als männliche. Die Weiterverarbeitung ist einfach. Blätter in eine Flasche und Schnaps darauf, in die Sonne stellen und 4-6 Wochen warten. Aber Vorsicht der Auszug zeigt bei Genuß Wirkung und sollte mit Bedacht eingenommen werden. Tee aus Blättern ist totaler Unsinn und schadet nur, außer dem Verkäufer.

 

Klaus geschrieben am 6. September 2011, 17:04:

„Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn“. Heute habe ich in meinem Garten etwas umgestaltet. Für meine Bella brauchte ich eine Versteckmöglichkeit, daß vermutlich in ihrer Vergangenheit begründet ist. Als ich dabei eine,vor Wochen geschenkt bekommene,Thuja umstellte traute ich meinen Augen nicht. In dem Topf waren 9 Bergmammutbaumpflänzchen aufgegangen.Natürlich habe ich sie,in gleiche Erde,sofort eingetopft. Was habe ich mir doch für Mühe gegeben um gezielt welche anzuziehen und die Natur schenkt mir diesen Erfolg. Jetzt muß ich nur noch analysieren wie es dazu kam.

 

Helga geschrieben am 6. September 2011, 19:19:

Hallo Klaus, solche Überraschungen lieben wir doch besonders. Viel Erfolg mit den Winzlingen.
Liebe Grüße Helga

 

Klaus geschrieben am 7. September 2011, 06:47:

Wenn ich jetzt sage ich werde mich besonders um die Winzlinge kümmern, dann mache ich bestimmt wieder etwas falsch. Wie ein Bekannter werde ich diese in eine Ecke stellen und der Natur ihren Lauf lassen. Man neigt gern dazu die Pflanzen totzupflegen.

 

Klaus geschrieben am 9. November 2011, 17:14:

Trotz der Ernte von Ginkgo-Blättern habe ich noch Unmassen von Blättern die der Herbst jetzt fallen lässt und die ich beseitigen muß. Würde ich das nicht tun dann würden die kleinen Bäume und Sträucher ersticken. Desweiteren locken die Blätter Wühlmäuse an die dann auch die Bäume schälen. Das Kleingetier hat sich schon lange in die Winterruhe begeben. Die Urweltmammutbäume verlieren jetzt, zusammen mit der Lärche,auch die Nadeln. Zum Glück bin ich jetzt mit dem Wintervorrat an Brennholz fertig. Ca. 30 RM Holz wollen aus dem Wald geholt, gesägt, gespalten und gestapelt werden. Eher ging das nicht. Erst müssen sich die Borkenkäfer in die liegenden Bäume verkriechen und dann werden sie mit den Stämmen aus dem Wald gebracht.

 

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