Helgas Garten

Ringelblumensalbe selber machen

3. Juni 2009 | Autor: Helga | Kategorie: Rezepte und Hausmittel

Wer einmal Ringelblumen ausgesät hat, wird sie eigentlich nicht wieder los. Sie streuen reichlich Samen, die im oder auf dem Boden überwintern und im zeitigen Frühjahr keimen und zu neuen Pflanzen heranwachsen. Da sie Farbtupfer im Garten setzen, Heilkräfte besitzen und gleichzeitig noch den Boden verbessern, lasse ich viele von ihnen stehen. So haben sie die Beete vor dem Austrocknen bewahrt, auf denen jetzt der Kürbis wächst. Nun blühen die ersten Ringelblumen.

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Zum Wochenende werden es sicher so viele sein, dass ich Salbe daraus herstellen kann.

Salbenbereitung:

In einem Topf  500 g unbehandeltes reines Schweineschmalz erhitzen. Ist es restlos verflüssigt, schaltet man die Energiequelle aus. Dann gibt man 2 Hände voll Ringelblumenblüten dazu. Die Blüten müssen alle im Fett untertauchen. Von Zeit zu Zeit wird alles gut durchgerührt, etwa dreimal innerhalb der nächsten halben Stunde. Man lässt die Masse über Nacht stehen. Am nächsten Tag wird alles noch einmal kräftig erwärmt und durch ein Sieb abgegossen. Die so erhaltene Salbe füllt man in kleine Schraubgläser und bewahrt sie kühl auf.

Aufbewahrung:

Angebrochene Gläser werden im Kühlschrank gelagert.

Verwendung:

Zur äußeren Anwendung bei rauhen, stark beanspruchten Händen, bei Hornhaut und Rissen an den Füßen, bei Muskelzerrungen und Blutergüssen, bei Frostschäden an Händen und Füßen

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33 Personen haben einen Kommentar hinterlassen

Geli geschrieben am 4. Juni 2009, 07:40:

nur mal eine Frage Helga, warum nicht mit Olivenöl und Bienenwachs herstellen, so kenne ich es von der Rosensalbe ??

lG Geli

 

Helga geschrieben am 4. Juni 2009, 15:21:

Das ist auch eine Möglichkeit. Ich versuche immer, Rezepte zu bringen, die von vielen genutzt werden können. Und Ringelblume mit Schweineschmalz ist nun mal ein uraltes, in unsrer Region bewährtes, Hausmittel. Früher hatten die Leute auf dem Land durch die schwere Feldarbeit, vom Wäschewaschen oder der Arbeit im Stall oft kaputte Hände oder im Winter angefrorene Zehen. Da haben sich dann solche Hausmittel bewährt.

 

Julia geschrieben am 25. Juni 2009, 08:23:

hallo helga…
ich hab da mal eine frage. kann man ringelblumesalbe auch noch mit früchten oder anderem mischen? wenn ja, mit welchen? und noch eine andere frage. mein freund klagt ständig über rückenschmerzen. kann ich ihn da mit ringelblumensalbe helfen oder hast du da noch ein anderes rezept?

lg julia

 

Helga geschrieben am 25. Juni 2009, 08:51:

Hallo Julia, ich bin weder Arzt noch Pharmazeut. Ich kann dir also aus der Ferne keine Diagnose stellen. Du kannst es bei deinem Freund aber ganz sicher mit Massagen mit Ringelblumensalbe versuchen. Sie wirken entspannend und erwärmend. Das könnte unter Umständen helfen. Anderenfalls muss er zum Arzt gehen. Du könntest statt der Ringelblumen auch Arnika verwenden oder die Ringelblumensalbe mit Thymian oder Brennnessel anreichern. Dabei gibst du einfach ein paar Zweige Thymian oder eine Handvoll Brennnesselblätter, eventuell auch beides mit den Ringelblumenblüten zum Schmalz. Liebe Grüße Helga

 

Julia geschrieben am 25. Juni 2009, 09:21:

und wenn ich die ringelblumensalbe nur mit bienenwachs herstelle, zerkleinere ich die brennesselblätter und rühre sie mit in die salbe, oder wie? oder geht das mit bienenwachs nicht?

 

Helga geschrieben am 25. Juni 2009, 15:44:

Nur mit Bienenwachs geht nicht. Da würde ja die Masse viel zu fest werden. Du musst dann mit Olivenöl und den Pflanzen (Ringelblumenblüten und Brennnesselblätter) einen Extrakt herstellen und das mit Wachs mischen. Ich glaube nicht, dass es günstig ist, die Pflanzenteile drin zu lassen.

 

mljutta geschrieben am 29. Juni 2009, 07:25:

Hallo Helga, bin geade beim 2. Versuch die Salbe herzustellen. Nehme ich nun die ganzen Blüten oder nur die Blütenblätter. Habe gestern nur die Blätter verwandt und wollte heute nach M.Treben die ganzen Blüten (heute früh gepflückt!)verwenden.
LG Jutta

 

Helga geschrieben am 29. Juni 2009, 07:46:

hallo Jutta, für die Salbe verwendet man die ganzen Blüten. Auch die Blütenkörbe und Stielansätze enthalten ätherische Öle. Nur für Tee oder Salate verwende ich die Zungenblüten allein. Liebe Grüße Helga

 

mljutta geschrieben am 29. Juni 2009, 11:01:

Liebe Helga, vielen Dank, da will ich mich mal an die Arbeit machen. RBlütenblätter an den Salat machen kannte ich noch nicht. Hast Du evtl. noch einen Tipp für immer dünner werdende Haare?
Liebe Grüße Jutta

 

Helga geschrieben am 29. Juni 2009, 11:35:

Hallo Jutta, wie schon oben erwähnt bin ich nicht befugt, irgendwelche Therapien zu machen. Mit deinen dünner werdenden Haaren könntest du aber mal eine Kur mit Kieselerde probieren. Lass dich dazu mal in einer Apotheke beraten. Liebe Grüße Helga

 

Karo geschrieben am 17. Juli 2009, 11:49:

Hallo,
ich habe noch einige Fragen: Sollte ich besser getrocknete Blüten oder frische nehmen? Und wie trocknet man die Blüten eigentlich am Besten?
Liebe Grüße Karo

 

Helga geschrieben am 17. Juli 2009, 13:22:

Für die Salbe nimmst du am besten die frisch geernteten Blüten. Trocknen kannst du sie, indem du sie dünn auf einer durchlässigen Unterlage ausbreitest. Ich habe für solche Zwecke einen Wäscheständer auf dem Dachboden stehen. Darauf kommt ein altes, dünnes Laken. Dann kann man gut alle kleinen Pflanzenteile (Lindenblüten, Ringelblumenblüten o.ä.) trocknen, weil von allen Seiten Luft rankommt. Zwischendurch sollte man sie ruhig mal wenden. Wenn sie richtig trocken sind, kommen sie in einen Stoffbeutel und bleiben bis zum Verbrauch auf dem Boden hängen. Liebe Grüße Helga

 

Jess geschrieben am 18. Juli 2009, 16:24:

Hallo Helga, ich hab noch eine Frage zur Ringelblumensalbe. Kann ich sie statt mit Schweineschmalz auch mit Pflanzenfett, Palmin etc zubereiten? Irgendwie graut mir davor, mich mit Schweinefett einzureiben. Vielen Dank schonmal, Jess

 

Helga geschrieben am 24. Juli 2009, 15:21:

Ja, natürlich. Du hast ja sicher schon im ersten Kommentar von Geli gesehen, dass eine Möglichkeit darin besteht, Olivenöl und Bienenwachs als Träger der Wirkstoffe zu verwenden. Probier`s einfach mal aus mit Pflanzenfett (Kokosfett). Liebe Grüße Helga

 

Annette geschrieben am 28. Juli 2009, 11:16:

Hallo, vielen Dank für die tollen Hinweise. Einen habe ich aber auch noch. Bitte verzicht auf Palmfett. Zur Gewinnung werden viele Palmen extra angebaut. Um dafür Platz zu haben, aber der Regenwald abgeholzt.
Liebe Grüße Annette

 

Garten Fee geschrieben am 12. September 2009, 20:05:

Ich danke euch für die echt super Tipps! Es mir in meinem kleinen Garten gut weitergeholfen :) und endlich kann ich lebewohl zu dem Zeug sagen :).

Viele Grüße Steffi

 

Gartenblume – Ringelblume | Die Gartenoase geschrieben am 9. Oktober 2009, 08:36:

[...] sind die weiblichen fruchtbaren Zungenblüten. Diese werden getrocknet und dann zu Ölen, Salben, Lotionen, Cremes oder Tees verarbeitet. Der Ringelblume sagt man vor allem eine wundheilende und [...]

 

Stephanie geschrieben am 28. Oktober 2009, 12:07:

Hallo Helga,

hab heute die salbe nach deinem Rezept hergestellt. Hab nur den Schmalz zu lange erwärmt und die ringelblüten waren dann etwas schwarz, also es roch etwas angebrannt. Kann ich die Salbe troztdem noch benutzen oder sind die Wirkstoffe der Ringelblume “verbrannt”?

Wäre froh für eine Antwort

Danke schonmal

 

Helga geschrieben am 28. Oktober 2009, 14:16:

Hallo Stephanie, wenn du noch Ringelblumen hast, mach die misslungene Salbe weg. Es ist ja zum Glück keine so teure Investition. Du ärgerst dich nachher sonst immer über den Geruch. Ich bezweifle auch, dass die Salbe noch wirkt. Das Schmalz muss gerade so verflüssigt sein, dann schalte deinen Elektroherd aus und gib die Ringelblumenblüten in das heiße Fett. Einen Gasherd kannst du noch einen Augenblick auf ganz kleiner Flamme anlassen. Dann lieber in ein paar Stunden noch mal kurz erwärmen. Das löst die Wirkstoffe besser als wenn sie ausgebraten werden. Liebe Grüße Helga

 

Stephanie geschrieben am 28. Oktober 2009, 15:11:

Vielen Dank für die schnelle Antwort. Werd es nochmal versuchen, ist ja wirklich nicht teuer und geht auch schnell.

Gruss

Stephanie

 

Marita geschrieben am 6. Dezember 2009, 17:41:

Hallo Helga,
ich habe Ringelblumensalbe zum erstenmal “Frei Schnauze” mit Bienenwachs hergestellt. Nun ist sie viel zu hart geworden. Kann ich sie noch geschmeidiger bekommen? Ringelblumen gibts ja nun keine mehr.

Liebe Grüße
Marita

 

Helga geschrieben am 12. Dezember 2009, 16:34:

Hallo Marita, du kannst die Masse vorsichtig erwärmen und dann Öl (Oliven- oder Rapsöl) unterrühren. Damit wird deine Salbe geschmeidiger. Liebe Grüße Helga

 

jenny geschrieben am 17. Dezember 2009, 10:19:

hallo helga,

wunderbare infomationen..hab selbst noch keine salbe hergestellt,aber werde es bald einmal probieren.
kann man die kräuter auch irgendwo kaufen,wenn man keinen garten zum ernten hat? vielleicht in der apotheke?
ist die heilwirkung bei getrockneten pflanzen genauso gut wie bei frisch geernteten?

liebe grüße, jenny

 

Helga geschrieben am 17. Dezember 2009, 18:19:

Hallo Jenny, wenn du jetzt getrocknete Pflanzen in der Apotheke kaufen willst, kannst du dort besser gleich fertige Ringelblumensalbe kaufen. Für den nächsten Sommer guck dich mal auf einem Wochenmarkt um. Vielleicht hast du eine Kleingartenanlage in der Nähe. Ringelblumen blühen doch sehr zahlreich und den ganzen Sommer über. Da wird dir sicher jemand ein paar Hände voll Blüten oder einen Strauß abgeben. Du kannst sie sogar im Balkonkasten aussäen. Dann hast du leuchtende Blüten vor dem Fenster und kannst sie auch noch nutzen. Zu deiner zweiten Frage: Wenn man die Blüten schonend trocknet, gehen wenig Inhaltsstoffe verloren. Außerdem nimmt man bei getrockneten Blüten meist automatisch eine größere Menge. Darum sollte sich die Wirkung der Salbe nicht unterscheiden, ob sie nun aus frischen oder getrockneten Blüten hergestellt wurde.
Liebe Grüße Helga

 

Elsbeth Biebel geschrieben am 21. Januar 2010, 20:44:

Hallo,

habe die Salbe auch schon mit Melkfett gemacht und hoffe, daß dadurch die Wirkstoffe nicht verloren gegangen sind.

Liebe Grüße Elsbeth

 

Margit geschrieben am 23. Juni 2010, 19:16:

Liebe Helga!

Habe die Ringelblumensalbe meiner Tochter gegeben um ihre Narbe nach einer Schilddrüsen OP einzucremen. Sie ist ganz begeistert und ich kann die R-Salbe zur Narbenbehandlung nur empfelen.

Liebe Grüße, Margit

PS: Habe sie allerdings mit Olivenöl und Bienenwachs gemacht.

 

Helga geschrieben am 23. Juni 2010, 20:44:

Hallo Margit, ich freue mich, dass die Salbe wirklich so vielseitige Anwendung findet. Meine Nachbarin hat sich neulich erst wieder welche von mir geholt für ihre Krampfadern. Sie empfindet das Einreiben als sehr lindernd für ihre Beschwerden. Liebe Grüße Helga

 

Edith geschrieben am 1. Juli 2010, 09:37:

Hallo Helga, auf der Suche nach einem Rezept für die Herstellung der Ringelblumensalbe bin ich auf diese wunderbare HP gekommen und freue mich sehr über die vielfältigen Kommentare.
Ich werde die Salbe mit Kokosfett herstellen und freue mich schon auf das Ergebnis.

Mit lieben Grüssen aus Österreich - Edith

PS - mit Schweineschmalz? Wird das nicht ranzig?

 

Helga geschrieben am 1. Juli 2010, 17:06:

Hallo Edith, ohne hier Werbung machen zu wollen: Ich fülle die heiße Ringelblumensalbe in kleine braune Schraubgläser (z.B. von Brühe). Wenn man gleich den Deckel aufschraubt, ist die Salbe praktisch eingeweckt. Ich habe vor kurzem das letzte Gläschen vom vergangenen Jahr geöffnet. Es knackte noch beim ersten Aufdrehen und die Salbe ist einwandfrei. Liebe Grüße Helga

 

Edith geschrieben am 3. Juli 2010, 15:23:

Hallo Helga, danke für Deine rasche Antwort. Klingt logisch!
Neue Frage: hab gestern Ringelblumenöl angesetzt und weiss jetzt nicht genau, ob ich die Gläser zumachen soll oder nicht? Sie stehen bei mir auf der Fensterbank.
Ausserdem möchte ich noch eine Essenz mit Ansatzkorn herstellen, einmal von der Ringelblume und einmal mit Spitzwegerich. Selbe Frage: offen oder zu?
Es gibt noch viel zu lernen, hab jetzt seit 40 Jahren wieder einen Garten mit wunderbaren Pflanzen…..
mlg Edith

 

Helga geschrieben am 3. Juli 2010, 18:47:

Hallo Edith, ich mache grundsätzlich alle Flaschen und Gläser zu, in denen ich Öl oder Essig oder Likör ansetze. Das verhindert, dass zum Beispiel Gärfliegen reinfallen. Falls du noch Interesse an einem wirklich guten Hausmittel gegen Erkältungserscheinungen hast, guck bitte hier noch rein: http://helgas-garten.de/krauteressig-jetzt-ansetzen/ Liebe Grüße Helga

 

Magda geschrieben am 25. Juli 2010, 13:10:

Hallo Helga,
werden zur Herstellung der Ringelblumensalbe
frische oder getrocknete Blüten genommen?
Liebe Grüße
Magda

 

Helga geschrieben am 25. Juli 2010, 14:27:

Hallo Magda, am besten nimmst du die frischen Ringelblumen, so wie sie gerade anfallen. Wenn du nicht so viel Salbe auf einmal herstellen möchtest oder kannst, dann kannst du auch Blüten trocknen und dann später noch mal Salbe herstellen. Ansonsten hält sich die Salbe in den heiß verschlossenen kleinen Schraubgläsern auch ein ganzes Jahr. Liebe Grüße Helga

 

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