Helgas Garten

Pflanzen können ihre Verletzungen selbst heilen

31. August 2014 | Autor: Helga | Kategorie: Allgemein

Viele Pflanzen können ihre Verletzungen selbst heilen. Das wird bestimmt jeder schon mal gesehen haben. Besonders an Bäumen kann man beobachten, dass kleine Beschädigungen der Rinde durch pflanzliches Gewebe überwuchert werden. Die Pflanze sorgt dafür, dass nicht zu viel Saft verloren geht und dass keine Krankheitserreger eindringen können.

Was ich allerdings gestern entdeckt habe, habe ich in der Form bisher noch nie gesehen. Meine Kürbisse sind ja inzwischen zu beachtlichen Exemplaren herangewachsen. Durch die kalten Nächte und die Trockenheit der zurückliegenden Wochen sind schon etliche Blätter abgestorben. Dadurch fallen die Früchte noch mehr auf. Gestern entdeckte ich deshalb neben dem Komposthaufen einen halben Kürbis. Zwei angefressene und dadurch faulige Früchte hatte ich vorher schon mal wegwerfen müssen. Der gestern gefundene Kürbis war aber nicht matschig, sondern richtig schön fest, aber eben nur zur Hälfte vorhanden.

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Schale, Fruchtfleisch und Kerne waren ratzekahl weggefressen. Wer das gemacht hat, kann ich nicht sagen. Neben den Nacktschnecken tummeln sich viele Kellerasseln auf dem Komposthaufen. Vielleicht war es ja ein Gemeinschaftswerk, nachdem die Schnecken den Anfang gemacht hatten.

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Der Kürbis hat jedenfalls Wundgewebe gebildet und damit die verbliebene Hälfte der Frucht gerettet. Im Anschnitt sieht man, dass er dabei war, eine neue Schale zu bilden. Es handelt sich um einen blau-grünschaligen der Sorte Blue ballett. Ich habe aus diesem Reststück heute eine leckere Kürbissuppe gekocht.

Ein anderer Kürbis hat sich selbst in eine Zwangslage gebracht. Die Pflanze ist durch den Maschendrahtzaun gekrochen. Dabei ist eine Frucht stecken geblieben. Für sie geht es nun weder vor noch zurück. Nun muss sie bis zur Ernte in dieser Stellung verweilen. Dann wird sie sofort verbraucht, denn sie kann ja nicht unbeschädigt geerntet werden.

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Und wie war das noch mit der Intelligenz und den Ernteerfolgen? Ich finde an den unterschiedlichsten Stellen im Garten Kartoffelpflanzen. Da war mal wieder eine winzige Kartoffel im Kompost nicht erfroren und hat sich zu einer schönen Pflanze entwickelt. Neben ein paar normal großen Knollen habe ich auch dieses schöne Exemplar gefunden.

 

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4 Personen haben einen Kommentar hinterlassen

Kathrin geschrieben am 7. September 2014, 21:39:

Ich habe zwar schon gesehen, dass Kürbisse und Zucchini kleinere Schadstellen ausgleichen, aber das hier ist echt der Hammer.

LG kathrin

 

Elke geschrieben am 28. September 2014, 07:38:

Wow, das nenn ich Überlebenswillen – soviel Energie in eine neue Schale zu investieren, nur damit vielleicht ein paar Kerne doch noch reifen können.
Schau mal auf meinem Blog, ich habe Bilder von den Blumen aus der Samenmischung, die ich letztes Jahr bei dir gewonnen habe.
VG
Elke

 

Helga Abendrot geschrieben am 31. Dezember 2014, 16:59:

Das kann ich bestätigen, denn als mir eine frisch ausgepflanzte Tomatenpflanze knickte, schiente ich sie mit einem
dünnen Ästchen und wickelte Isoband darüber. Zusätzlich band ich sie besonders gut fest. Sie wuchs ungehindert weiter, und die Stelle vernarbte.
Auch, z.B. bei Brombeerranken verfahre ich genauso. In den meisten Fällen klappts.

Eure Helga A.

 

Klaus geschrieben am 8. Januar 2015, 16:06:

Bei der „Vermessung“ eines Bergmammutbaumes im Nachbarort fiel mir auf dass er, genau wie der in meinem Garten, seine Spitze verloren hatte. Problemlos schoben beide Bäume gleich mehrere Spitzen nach.
Nur gut dass wir in der Schule noch mit dem Kopf rechnen lernten. Erstaunlich was man bei Naturbeobachtungen mit offenen Augen alles zu sehen bekommt. Nachbars Bergmammutbaum ist schon ein echter Riese.

 

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