Helgas Garten

Pflaumenmus selbst gemacht

27. August 2009 | Autor: Helga | Kategorie: Rezepte und Hausmittel

Wer selbst frische Pflaumen hat, wird vielleicht in diesem Jahr bei der Fülle an Früchten nach einer sinnvollen Verwendung suchen. Auch wenn man in jedem Supermarkt Pflaumenmus kaufen kann, sollte man es mal mit dem Selbermachen probieren. Selbstgemacht schmeckt immer noch am besten. Außerdem weiß man genau, was drin ist. Für Mus eignen sich nur die blauen Herbst- oder Bauernpflaumen. Man pflückt sie in möglichst sehr reifem Zustand, weil sie dann das beste Aroma haben.

Vorbereitung:

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Die gepflückten Pflaumen wäscht man und lässt sie gut abtropfen. Danach werden sie halbiert und die Steine entfernt. Diese Früchte gibt man in einen Bräter oder auf ein tiefes Backblech. Wichtig ist eine möglichst große Oberfläche, damit später der entstehende Saft gut verdunsten kann. Das Gefäß muss tief genug sein, damit kein Saft überlaufen kann.

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Auf die so vorbereiteten Pflaumen streut man nun Zucker (normalen, keinen Gelierzucker). Ich nehme für ein Kilo Pflaumen etwa 100 g bis 150 g Zucker. Der Zucker wird nicht untergerührt.

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Wartezeit:

Die mit Zucker bestreuten Pflaumen lässt man nun ein paar Stunden stehen, damit sich Saft bilden kann.

Zubereitung:

Nun kommen sie in den Backofen. Nachdem die Masse genügend erhitzt ist (d.h. sie beginnt leicht zu köcheln), drosselt man die Energiezufuhr, sodass sie ständig leise köcheln. Die Backofentür bleibt nun während des gesamten Prozesses einen Spalt breit offen (Grillrost etwas vorziehen), damit die Flüssigkeit verdunsten kann. In den folgenden zwei bis drei Stunden kann man die Pflaumen unbesorgt sich selbst überlassen. Danach sollte man von  Zeit zu Zeit mal umrühren. Am Rand des Gefäßes wird die Masse zuerst etwas fester werden. Kurz bevor das Mus die richtige Konsistenz erreicht hat, kann man mit dem Pürierstab alles durchrühren. Dadurch werden die letzten Stücke der Pflaumenschalen zerkleinert.

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Oben vor dem Pürieren, unten danach.

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Würzen:

Dem fertigen Pflaumenmus kann man nach Belieben noch etwas gemahlenen Zimt oder/und Nelkenpulver zugeben.

Konservierung:

Das fertige Mus füllt man in saubere Schraubgläser. Genau wie bei Konfitüre oder Gelee muss auch das Mus bis zum Rand eingefüllt werden. Dann verschließt man mit einem abgekochten passenden Deckel. Auch hier stellt man die Gläser zum Abkühlen auf dem Deckel ab.

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25 Personen haben einen Kommentar hinterlassen

aline geschrieben am 3. September 2009, 11:40:

Hallo Helga

bei wieviel grad am Anfang und wie wenig am ende im backofen?

 

Helga geschrieben am 3. September 2009, 20:16:

Hallo Aline, am Anfang kannst du die höchste Stufe einstellen, die der Backofen bietet, also 240°C. Es sollte sich ja genug Saft gebildet haben. Wenn es dann köchelt, drehst du die Temperatur etwas runter, aber es muss immer noch köcheln, vielleicht 130° bis 150°C. Der Saft soll dabei verdunsten. Liebe Grüße Helga

 

Luise geschrieben am 5. September 2009, 17:27:

Hallo Helga.
Habe das Pflaumenmuß nach deinen Angaben hergestellt.
Bin mit der Qualität bestens zufrieden.

Viele Grüße Luise

 

Helga geschrieben am 5. September 2009, 19:51:

Das freut mich sehr, liebe Luise. Liebe Grüße Helga

 

Antje geschrieben am 8. September 2009, 09:54:

Hallo Helga,

auf welche Menge Pflaumen ist denn Dein Rezept angelegt? Möchte es gern ausprobieren.

Liebe Grüße,
Antje

 

Helga geschrieben am 8. September 2009, 16:01:

Hallo Antje, das ist eigentlich egal, wie viele Pflaumen du verarbeitest. Ich denke mal unter fünf Kilo (also einem kleinen Eimer voll) lohnt sich die Mühe kaum. Für diese Menge Pflaumen würdest du also etwa 500g bis 750g Zucker benötigen und erhälst je nach Größe etwa sechs bis acht Gläser Mus. Viel Erfolg und liebe Grüße Helga

 

Hannelore geschrieben am 9. September 2009, 09:48:

muss man den bratofen auf ober und unterhitze einstellen

 

Helga geschrieben am 9. September 2009, 17:42:

Ja, liebe Hannelore, auf Ober- und Unterhitze oder Umluft, falls du einen neuen Backofen hast. Liebe Grüße Helga

 

Judith geschrieben am 10. September 2009, 20:55:

Hallo Helga,kann ich auch Rohrzucker verwenden?

 

Helga geschrieben am 10. September 2009, 21:25:

Ja, sicher. Liebe Grüße Helga

 

Diana geschrieben am 11. September 2009, 20:50:

Hi,
habe mal die einfache Variante ausprobiert.Im Topf wie Marmelade kochen,aber dann auf kleiner Stufe bis es fest genug ist-ohne Deckel.Geht genauso gut.grüße Diana

 

Helga geschrieben am 11. September 2009, 21:20:

Da muss ich dir Recht geben, liebe Diana, aber dabei muss man ständig rühren, denn Pflaumenmus setzt sehr leicht an. Bei meiner Variante im Backofen kann man getrost nebenbei andere Arbeiten erledigen. Liebe Grüße Helga

 

vonPanzer geschrieben am 12. September 2009, 11:49:

Hallo Helga,
ich habe das Rezept ausprobiert und zwar im Bräter und bei Umluft im Backofen. Zusätzlich habe ich noch Nektarinen hinzugegeben und am Ende einen Schuss Obstler. Schmeckt wirklich gut.
Gruß
vonPanzer

 

Katja geschrieben am 19. September 2009, 13:38:

Liebe Helga,
was meinst du denn mit “abgekochten Deckel”? Bedeutet das nur sauber, oder mussan ihn vorm verschließen mit kochendem Wasser übergießen oder so? Ich bin neu in der Branche, neue Hausfrau, hab´noch nie was eingekocht.
Gruß Katja

 

Helga geschrieben am 19. September 2009, 19:05:

Hallo Katja, wenn man einkochen will, werden Gläser und Deckel normal gewaschen. Um möglichst wenig Keime zu haben, die im Laufe des Jahres vielleicht zu Schimmelbildung führen könnten, werden die Schraubdeckel nach dem Waschen in einem Topf mit kochendem Wasser übergossen. Darin bleiben sie liegen bis das Glas mit dem Deckel verschlossen wird. Verwendet man Rillengläser, bei denen zwischen Glas und Deckel ein Gummiring gelegt wird, kocht man den Gummiring genauso ab. Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinen ersten Versuchen. Lass dich von kleinen Misserfolgen nicht entmutigen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Ist ein Glas offen geblieben, merkst du nach dem Abkühlen, dass der Deckel bei Druck nachgibt. Den Inhalt dieses Glases solltest du am besten sofort verbrauchen. Liebe Grüße Helga

 

guild-rez geschrieben am 20. September 2009, 09:43:

Liebe Helga,
herzlichen Dank für das Rezept. Werde Deiner Beschreibung folgen und mein Glück versuchen.
Liebe Grüße Gisela

 

Anke geschrieben am 20. September 2009, 17:22:

Hallo liebe Helga, ich finde es einfach toll, wie du alles in perfekten Schritten erklärt hast und auch für Neulinge noch nette Ratschläge dabei hast. Auch ich war auf der Suche nach dem Rezept und dein Beitrag war genau das, was ich gesucht habe. Vielen Dank und wir lassen uns unser selbstgemachts Pflaumenmus schmecken.

 

Erna geschrieben am 20. September 2009, 18:20:

Erna geschrieben am 20.9.2009 18.55h
Liebe Helga,habe das gleiche Rezept.
Den gleichen Bräter und mache die gleichen Arbeitsschritte.
Nur nehme ich sehr,sehr reife Pflaumen,dadurch wird das Mus
schön dunkel.(Schwotzebotter sagte man früher dazu bei uns
auf dem Land.)

 

Helga geschrieben am 20. September 2009, 20:50:

Ja, Liebe Erna, ich hatte schon am Anfang geschrieben, dass man möglichst sehr reife Pflaumen verwenden soll. Bei uns ist es aber so, dass wir nicht zu lange warten dürfen, sonst haben die Vögel vor uns geerntet. Eichelhäher und Amseln haben kräftig zugelangt. Trotzdem habe ich in diesem Jahr wohl dreißig Gläser Mus gekocht. Liebe Grüße Helga

 

Marianne geschrieben am 25. September 2009, 11:22:

Ich habe auch dieses Rezept nachgekocht:
Es ist sehr einfach nachzukochen und das Ergebnis
ist super-lecker! Ich werde mich für den Winter
mit reichlich Mus eindecken.

 

Sabine geschrieben am 14. Oktober 2009, 08:57:

Hallo Helga,ich habe immer noch Pflaumen (wohne im Winterhauch)und will jetzt dein Rezept probieren. Geht es auch mit nur 20% Zucker? Gruß Sabine

 

Helga geschrieben am 14. Oktober 2009, 19:29:

Hallo Sabine, wenn du jetzt noch Pflaumen hast, sind sie sicher sehr reif und süß, sodass du tatsächlich wenig Zucker benötigst. Aber ich hatte ja anfangs schon geschrieben, dass ich nur 100 bis 150 Gramm Zucker auf ein Kilo Früchte nehme. Das sind ja dann nur 10 bis 15%. Ich behaupte, dass in deinem Fall 100g Zucker für ein Kilo Pflaumen ausreichen. Viel Erfolg beim Mus kochen und liebe Grüße Helga

 

Gabriele geschrieben am 15. Oktober 2009, 10:26:

Sehr gut schmeckt der Pflaumenmus auch, wenn in einen Teefilter oder Gewürzbeutel 1 - 2 Sternanis (sehr intensiv im Geschmack) mitgeschmort wird und ein Schuß sehr guter Balsamico Essig dazu gegeben wird.
Grüße Gabriele

 

Helga geschrieben am 15. Oktober 2009, 20:56:

Ja, liebe Gabriele, so hat fast jeder noch ein paar Tipps und persönliche Erfahrungen. Ich freue mich, dass so viele sich hier eingebracht haben. Liebe Grüße Helga

 

Ulli geschrieben am 27. Oktober 2009, 10:42:

Hallo Helga,

super, dein Rezept. Einfach zu machen, auch für Anfänger, leckeres Ergebnis! Und ganz ohne künstliche Aromen und Farbstoffe, da weiß man, was drin ist.

Grüße von Ulli

 

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